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Sonnemann: Von Waldershof nach Wörnitz?

Die scheidende Chefin des Waldershofer Rathauses will Bürgermeisterin in Mittelfranken werden. In Wörnitz suchte man per Anzeige Kandidaten.



Friederike Sonnemann
Friederike Sonnemann  

Wörnitz/Waldershof - Die Freie Wählergemeinschaft Wörnitz (FWGW) hat am Wochenende Friederike Sonnemann, Rathauschefin in Waldershof, für das Bürgermeisteramt im mittelfränkischen Wörnitz nominiert. Das Amt in der 1800-Seelen-Gemeinde soll erstmals hauptamtlich geführt werden. Bereits im Oktober 2017 hatte Sonnemann (SPD) angekündigt, in Waldershof nicht mehr antreten zu wollen. Danach galt sie kurzzeitig als Landtagskandidatin und war zuletzt auch in Immenreuth als Bürgermeister-Kandidatin im Gespräch.

Von 131 abgegebenen Stimmen der Wahlberechtigten bei der Nominierungsversammlung entfielen 112 Ja-Stimmen (85,4 Prozent) auf die 57-Jährige. Der Nominierung, die in Erzberg bei Wörnitz stattfand, schickte Thomas Riedel, der stellvertretende Beauftragte der FWGW voraus, dass man seitens des Gemeinderates auf die Suche nach einem Kandidaten gegangen sei, als sich abgezeichnet habe, dass der seit 18 Jahren amtierende Karl Beck nicht mehr zur Wahl antreten werde. Als sich in der Gemeinde kein Bewerber gefunden habe, habe man per Anzeigen gesucht. Nach zwei Runden mit je fünf Bewerbern habe sich der Gemeinderat für Sonnemann entschieden. Riedel sagte: Wer mit diesem Wahlvorschlag nicht einverstanden sei, habe die Möglichkeit, eine eigene Wahlliste mit einem anderen Kandidaten aufzustellen.

Weil alle Gemeinderäte im Vorfeld E-Mails mit der Aufforderung bekommen hätten, Sonnemann nicht zu nominieren, habe sie gebeten, dazu gleich zu Beginn der Nominierungsversammlung Stellung nehmen zu dürfen. Sie erklärte: Auf die Anzeige zur Kandidatensuche hin habe sie mit Bürgermeister Karl Beck und dem zweiten Bürgermeister gesprochen. Bei einer Tour durch Wörnitz habe sie festgestellt, dass man es hier geschafft habe, Tradition und Moderne zu verbinden und die Gemeinde attraktiv und zukunftsfähig zu gestalten. "Ich habe den Eindruck gewonnen, das Leben in Wörnitz und seinen Ortsteilen ist nicht nur gut, sondern besser." Auch das politische Umfeld, in dem nicht in Parteischienen gedacht werde, sei ein Grund für ihre Bewerbung gewesen, sagte Sonnemann.

Sie traue sich zu, in die großen Fußstapfen zu treten, die Bürgermeister Beck hinterlasse. "Ich traue es mir zu, weil ich Bürgermeister kann", erklärte die ursprünglich aus der Nähe von Bad Segeberg stammende ausgebildete Buchhändlerin, Sporttrainerin und Trainerin für Planungs- und Zeitmanagement. 2014 gewann sie in Waldershof bei der Bürgermeisterwahl in der Stichwahl als SPD-Frau gegen CSU-Bewerber Mario Rabenbauer. "Ich liebe diesen Job", sagte Sonnemann. Dass sie in Waldershof nicht mehr zur Wiederwahl antrete, habe rein persönliche Gründe. Unter sehr tragischen Umständen sei ihr Mann vor viereinhalb Jahren ums Leben gekommen. Es sei für sie schwer gewesen, als Person des öffentlichen Lebens Privates und Berufliches zu trennen. Den Verlust und die Trauer habe sie mit guter Hilfe verarbeitet. "Ich habe aber entschieden, dass ich das jetzige Umfeld nicht mehr will. Das ist der Grund, warum ich bereit bin, mein Haus zu verkaufen und nach Wörnitz zu ziehen, vorausgesetzt Sie wollen das." Und: In Waldershof habe sie sich auch gegen die üblen Nachstellungen einer sucht- und psychisch kranken Stalkerin zur Wehr gesetzt.

Weiter: Sie brauche den Job als Bürgermeisterin nicht, um sich selbst zu verwirklichen, und wolle auch nicht nach Wörnitz kommen, um den Bürgern etwas überzustülpen. "Ich möchte zusammen mit ihnen Ziele entwickeln, die wir gemeinsam umsetzen, zum Wohle von Wörnitz und seinen Ortsteilen. Ich stehe dafür, dass das Leben in Wörnitz einfach besser bleiben soll." ubr

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Veröffentlicht am:
24. 11. 2019
19:04 Uhr

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Veröffentlicht am:
24. 11. 2019
19:04 Uhr



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