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Fichtelgebirge

Rückerstattung für Krebsmittel verschafft Klinikum Luft

Nach wie vor schreiben die Krankenhäuser rote Zahlen. Dank dem Landkreis kommt es zu keinen Zahlungsschwierigkeiten.



Das Klinikum Fichtelgebirge hat im vergangenen Jahr weniger Verluste geschrieben. Foto: Florian Miedl
Das Klinikum Fichtelgebirge hat im vergangenen Jahr weniger Verluste geschrieben. Foto: Florian Miedl  

Marktredwitz/Selb - Normalerweise macht das Klinikum Fichtelgebirge pro Jahr rund drei Millionen Euro Miese. Lediglich 2018 sah die finanzielle Situation etwas besser aus. Wie dem "Beteiligungsbericht des Landkreises" zu entnehmen ist, verbesserte sich das wirtschaftliche Ergebnis gegenüber dem Jahr 2017 um satte 1,4 Millionen Euro, sodass "lediglich" ein Fehlbetrag in Höhe von 2,1 Millionen Euro zu Buche schlug. Grund für den finanziellen Lichtblick ist eine Überweisung des Finanzamts Hof. Laut einem Gerichtsurteil haben die Kliniken bereits bezahlte Umsatzsteuer für die Abgabe von Krebsmedikamenten (Zytostatika) erhalten, die sie für ambulante Krebstherapien ausgegeben haben. Deshalb handelt es laut dem Bericht um einen Einmaleffekt.

Beteiligungen

Der Landkreis Wunsiedel ist wirtschaftlich eng mit den unterschiedlichsten Gesellschaften oder Zweckverbänden verflochten. Dies sind unter anderem:

 

Abfallwirtschaftsgesellschaft Fichtelgebirge (Müllsortierung am Plärrer bei Thiersheim): 100 Prozent.

Automobiltechnikum Hof : 7 Prozent.

Klinikum Fichtelgebirge : 100 Prozent

Medizinisches Versorgungszentrum Fichtelgebirge : 100 Prozent

Kommunalunternehmen Umweltschutz Fichtelgebirge (Kufi): 100 Prozent

Digitales Gründerzentrum Hof: 14,3 Prozent

Betriebs-Gesellschaft Großer Kornberg: 25 Prozent

Zweckverband Fichtelgebirgsmuseen

Zweckverband Tierkörperbeseitiung Nordbayern

Zweckerverband Rettungsdienst

 

Das Klinikum Fichtelgebirge hat im vergangenen Jahr Umsatzerlöse in Höhe von 68,9 Millionen Euro erzielt. Dem stehen betriebliche Aufwendungen in Höhe von 73,03 Millionen Euro gegenüber. Dies sind im Wesentlichen Aufwendungen für Material, Personal und "Sonstiges". 2018 hatte das Klinikum mit den Häusern in Marktredwitz und Selb 670,37 Vollzeitstellen. In der Realität sind wegen vieler Teilzeitverträge jedoch wesentlich mehr Mitarbeiter beschäftigt. Anhand des Beteiligungsberichtes lässt sich genau zeigen, wie sich eine Tariferhöhung auswirkt: Da im Vorjahr die Löhne im Durchschnitt um 3,1 Prozent gestiegen sind, erhöhten sich parallel dazu die Personalkosten um 1,48 Millionen Euro.

 

Die Fallzahlen sind im stationären Bereich weitgehend gleich geblieben. Sie verminderten sich lediglich um 38 Fälle auf 16 990. Anders sieht es bei der ambulanten Behandlung aus. Hier steigen die Fallzahlen seit Jahren, so auch 2018. Insgesamt kümmerten sich die Ärzte um 28 152 Fälle, das sind 155 mehr als noch ein Jahr zuvor.

Alleiniger Gesellschafter des Klinikums Fichtelgebirge ist der Landkreis Wunsiedel. Dieser gewährte dem Klinikum ein Darlehen in Höhe von 10,2 Millionen Euro.

Das Klinikum Fichtelgebirge unterhält sechs Haupt-Fachabteilungen, ein angeschlossenes Medizinisches Versorgungszentrum als Tochterunternehmen und verschiedene Partnerschaften mit benachbarten Kliniken. Matthias Bäumler

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Veröffentlicht am:
29. 11. 2019
15:58 Uhr

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Veröffentlicht am:
29. 11. 2019
15:58 Uhr



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