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Fichtelgebirge

Stadt schließt sich Partnerschaftsverein an

Die Verbindungen zwischen Marktleuthen und Herend in Ungarn sind in den vergangenen Jahren eingeschlafen. Nun sollen sie wieder zum Leben erweckt werden.



Marktleuthen - Ungewöhnlich viele Bürger haben die jüngste Stadtratssitzung besucht. Viel zu sehen gab es allerdings nicht, war doch der öffentliche Teil bereits nach einer halben Stunde zu Ende.

Einige Anmerkungen hatten die Rechnungsprüfer zur Jahresrechnung 2017. Wie Bürgermeister Florian Leupold hierzu ausführte, seien mehrere der Feststellungen inzwischen behoben und umgesetzt worden. Dabei ging es um Auftragsvergaben, die in öffentlicher Sitzung beschlossen werden sollten. Ebenfalls forderten die Rechnungsprüfer, die Reinigungsarbeiten in öffentlichen Gebäuden neu auszuschreiben. Anmerkungen gab es auch zu den Einnahmen für die Wohnmobilstellplätzen im Egerpark. Laut Bürgermeister handelt es sich um freiwillige Spenden der Wohnmobilisten. Nach einer Aufstellung der Stadtverwaltung wurden hier in den Jahren 2015 bis 2018 insgesamt rund 14 000 Euro eingenommen und etwa 20 000 Euro ausgegeben. Der Stadtrat war mit den Ausführungen der Stadtverwaltung zu den vorgetragenen Feststellung einverstanden.

Stadträtin Birgit Kaestner (WG) wollte noch wissen, wie hoch die Ausgaben für die Verbesserungen am Wasserspielplatz sind. Hierzu sagte Leupold, dass dort einige Spielgeräte erneuert werden mussten und eine schöne neue Kneippanlage gebaut worden ist, die von der Bevölkerung gerne angenommen werde. Einschließlich der Bauhofkosten seien rund 20 000 Euro ausgegeben worden.

Ein weiterer Punkt war die langjährige und nach Ansicht der Stadträte zunächst sehr erfolgreiche Städtepartnerschaft mit der Stadt Herend in Ungarn. Hierzu führte der Bürgermeister aus, dass die seit knapp 30 Jahren bestehende Partnerschaft zwischen den Bürgern und Vereinen beider Städte in den letzten Jahren erheblich nachgelassen und fast zum Erliegen gekommen sei. "Nun hat sich in Marktleuthen ein privater Partnerschaftsverein gegründet, der diese Städtepartnerschaft weiter aufrechterhalten und führen möchte." Die Mitglieder dieses Partnerschaftsvereins hatten inzwischen auch bei einer Fahrt nach Herend wieder zahlreiche Verbindungen mit der Stadt und vor allem den Bürgern aufgenommen. Nun hat der Partnerschaftsverein bei der Stadt nachgefragt, ob die Stadt Marktleuthen dieser Partnerschaftsverbindung beitreten wolle. Dies koste jährlich 100 Euro Mitgliedsbeitrag. Wie Leupold sagte, ist vorgesehen, dass zum weihnachtlichen Adventszauber am 7. Dezember im Egerauenpark eine Abordnung aus Herend in Marktleuthen erwartet wird. Diese wolle die typischen ungarischen Leckereien anbieten. Nach kurzer Aussprache stimmte der Stadtrat dem Beitritt zum Marktleuthener Partnerschaftsverein mit Herend zu.

Anschließend informierte Bürgermeister Leupold den Stadtrat, dass beabsichtigt ist, in Marktleuthen eine Ladestation für Elektrofahrzeuge einzurichten. "Kosten entstehen der Stadt dadurch nicht." Dazu sei jedoch ein Kooperationsvertrag mit dem Landkreis Wunsiedel sowie der SWW Wunsiedel erforderlich. Der Standort für voraussichtlich zwei Anschlüsse sei gegenüber dem Rathaus auf dem Marktplatz. Birgit Kaestner (WG) wollte dazu wissen, an welche Ladegeschwindigkeit dabei gedacht wird. Michael Hermann (CSU) sagte, er könne sich vorstellen, dass es hier voraussichtlich die Möglichkeit für eine schnelle und eine langsame Ladesäule geben werde. Leupold merkte an, dass die Errichtung erst im Zusammenhang mit dem Markplatzausbau möglich sei. Daher werde dies in einer Bürgerbeteiligung nochmals eingehend diskutiert.

Michael Geiser (SPD) schlug vor, im städtischen Bauhof an der Siemensstraße einen "Tag der offenen Tür" zu veranstalten. Es sei wichtig, der Bevölkerung zu zeigen, wie umfangreich inzwischen der Maschinen- und Fahrzeugpark für die städtischen Unterhaltsarbeiten sei. Auch der zur Erfüllung notwendige Arbeitsumfang werde dabei deutlich. Bürgermeister Leupold sicherte zu, dies einmal zu überdenken und dazu einen geeigneten Termin festzulegen

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Hans Gräf
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Veröffentlicht am:
01. 12. 2019
19:04 Uhr

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Hans Gräf

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Veröffentlicht am:
01. 12. 2019
19:04 Uhr



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