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Fichtelgebirge

Noch ein Kandidat für Weißenstadt

Thomas Miksch will Bürgermeister des Kurorts werden. Der 59-Jährige geht für die Freien Wähler ins Rennen, die wieder mehr Sitze im Stadtrat holen wollen.



Thomas Miksch (Dritter von links mit Freie-Wähler-Schild) will Bürgermeister in Weißenstadt werden.	Foto: pr.
Thomas Miksch (Dritter von links mit Freie-Wähler-Schild) will Bürgermeister in Weißenstadt werden. Foto: pr.  

Weißenstadt - Jetzt geht ein dritter Bürgermeisterkandidat in Weißenstadt ins Rennen: Thomas Miksch will auf den Chefsessel im Rathaus. Mit seiner Nominierung will der 59-Jährige die Ära Frank Dreyer beenden. Der amtierende SPD-Bürgermeister bekommt nicht nur durch den Kandidaten der Freien Wähler Gegenwind zu spüren. Für die CSU hat bereits Matthias Beck seinen Hut in den Ring geworfen.

"Ich hoffe, meine Rouladen brennen nicht an", meint Thomas Miksch lachend, als die Frankenpost am gestrigen Sonntagvormittag bei ihm anläutet. Der Vertriebsleiter greift in seiner Freizeit gern mal zum Kochlöffel, wenn es die Zeit erlaubt. Das wird sich in den kommenden drei Monaten sicherlich ändern, zumal Miksch "voller Energie" in den Wahlkampf ziehen möchte. "Ich fühle mich top und will jetzt nochmal ein bisschen Gas geben", verdeutlicht er am Telefon.

Zwölf Jahre ist es her, dass die Freien Wähler einen Bürgermeisterkandidaten aufgestellt haben. Jetzt wollen sie es wieder wissen. "Die Freien Wähler waren schon immer eine tragende Säule in der Kommunalpolitik Weißenstadts", meint der gelernte Betriebsmaschinenschlosser, der sich weitergebildet hat zum Maschinenbautechniker und obendrein Energieeffizienzberater ist. Momentan sind die Freien Wähler im Kurort nur noch mit Marina Benker als Fraktionssprecherin und Steffen Langer vertreten. "Früher hatten wir mal fünf bis sechs Sitze", erinnert Kandidat Miksch an goldenere Zeiten für die Freien Wähler. "Gemeinsam mit den Kandidaten wollen wir die Freien Wähler wieder nach vorne bringen." Ziel sei der deutliche Gewinn weiterer Sitze in dem Gremium, das die Geschicke von Weißenstadt bestimmt.

Thomas Miksch ist sich sicher, "dass es eine Stichwahl geben wird". Und da stünden seine Chancen nicht schlecht, meint er. "Ich schätze Bürgermeister Frank Dreyer, der meinen Sohn getraut hat, aber eine absolute Mehrheit, wie sie die SPD hier hat, ist nie gut." Der 59-Jährige fordert mehr Demokratie und Transparenz im Rathaus. "Sollte ich gewählt werden, wird es sicherlich nicht einfach, zu regieren. Denn bei 16 Stadträten wird es schwierig sein, eine Mehrheit zu finden." Aber es sei auf jeden Fall besser als die Lage momentan. "Bevor die SPD drankam, hatte sich jeder darüber aufgeregt, dass die CSU zwei Bürgermeister stellt. Jetzt ist es bei der SPD das Gleiche. Das ist alles zu eng vernetzt."

Thomas Miksch, der auch für den Kreistag kandidiert, hat gerade etwas mehr Luft in seinem Job, der ihn quer durch Deutschland und die Schweiz geführt hat. "Das begreife ich als Chance, um neu durchzustarten." Für Lokalpolitik habe der einstige Vorsitzende der Freien Wähler - von 1995 bis 2005 - jetzt wieder Zeit. "20 Jahre im Vertrieb haben mich mit den unterschiedlichsten Menschen zusammengebracht. Diese Erfahrung kann ich bestens in die Arbeit im Rathaus einbringen", so der Vater zweier erwachsener Söhne. "Für mich geht ein neues Türchen auf", zeigt sich der Kandidat der Freien Wähler siegessicher.

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Peggy Biczysko

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Veröffentlicht am:
15. 12. 2019
16:20 Uhr

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Peggy Biczysko

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15. 12. 2019
16:20 Uhr



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