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Fichtelgebirge

Ab Montag drei neue Linien für den Anruf-Bus

Im regulären Linienverkehr gibt es ab nächster Woche ebenfalls einige Änderungen. Die Flyer dazu gibt es in den Ämtern und online.



Soll im Landkreis Wunsiedel bald der Vergangenheit angehören: ein Linienbus ohne Fahrgäste. Foto: Florian Miedl
Soll im Landkreis Wunsiedel bald der Vergangenheit angehören: ein Linienbus ohne Fahrgäste. Foto: Florian Miedl  

Wunsiedel - Der Bus-Fahrplanwechsel im Landkreis Wunsiedel bringt für die Nutzer des öffentlichen Personennahverkehrs einige Änderungen mit sich. Wie es in einer Mitteilung des Landratsamtes heißt, "wird das Angebot flexibler und ökologischer". Möglich machen das drei neue Linien des sogenannten Bedarfsverkehrs. Heißt in der Praxis: Wer mit dem Bus von A nach B fahren möchte, meldet über die Fahrtwunschzentrale eine Fahrt vorher an und wird dann mit einem Pkw oder per Kleinbus gefahren; die Kosten für eine Fahrt bleiben gegenüber dem Linienbus gleich. Auch beim Anruf-Bus wird der günstige Hochfrankentarif angewendet.

Anruf-Bus - so funktioniert’s

Wer mit dem Bus auf einer Strecke fahren möchte, meldet dies der Fahrtwunschzentrale per Telefon unter 09232/80700. Unter der Woche ist sie zwischen 6.30 Uhr und 21 Uhr zu erreichen - anmelden müssen Interessierte ihre Fahrt spätestens eine Stunde, bevor sie losfahren wollen. Sehr frühe Fahrten müssen jedoch bereits am Vortag bis 21 Uhr angemeldet werden. Die möglichen Fahrzeiten und weitere Informationen finden Sie in den Flyern, die zeitnah an die Gemeinden verteilt werden sollen. Bei der Fahrtwunschzentrale nennen Interessierte ihren Fahrtwunsch, an welcher Haltestelle sie losfahren wollen und wohin die Fahrt auf dieser Strecke gehen soll. Zudem geben sie an, wie viele Personen den Anruf-Bus nutzen möchten. Die Fahrtwunschzentrale prüft den Fahrtwunsch und teilt dem Fahrgast die Abfahrtszeit an der Haltestelle mit. Der Anruf-Bus holt den Fahrgast oder die Gruppe dann ab und bringt sie an ihr Ziel. Gebucht werden können Einzelfahrten, es kann aber - für Berufspendler und Schüler sicher interessant - auch ein Dauerauftrag erteilt werden. Wenn es der Fahrplan und die örtlichen Bedingungen zulassen, kann man auf Wunsch auch vor der Haustüre aussteigen.


Die neuen Anrufbus-Linien starten am Montag, 20. April. Von diesem Tag an gibt es eine Verbindung von Marktredwitz über Arzberg, Schirnding und Hohenberg nach Selb, eine Verbindung von Marktredwitz über Thiersheim, Höchstädt und Thierstein nach Selb sowie eine Linie von Marktredwitz über Bad Alexandersbad, Wunsiedel, Tröstau, Nagel, Ebnath, Brand in der Oberpfalz und Mehlmeisel nach Fichtelberg.

"Das Prinzip Bedarfsverkehr hat sich bewährt", heißt es in der Mitteilung des Landratsamtes weiter. Seit dem vergangenen Jahr werden im Bereich von Marktleuthen, Thiersheim und Neuhaus an der Eger sowie in den Stadtverkehren in Marktredwitz und Selb Anrufbusse und -taxis eingesetzt. "Mit dem Ergebnis: Fahrten wurden besser an den Bedarf der Fahrgäste angepasst." Als besonders positiv betrachtet das Landratsamt, dass nun zum Beispiel zwischen Selb und Marktredwitz durch die Aufnahme des Anruf-Bus-Verkehrs ungefähr im Stundentakt gefahren wird.

Das Angebot der drei neuen Linien des Bedarfsverkehrs wurde in eigenen Flyern zusammengestellt, die ab sofort in der Geschäftsstelle der Verkehrsgemeinschaft Fichtelgebirge (VGF), bei Biersack Reisen in der Bernadottestraße 8, 95615 Marktredwitz, im Landratsamt Wunsiedel sowie in den Rathäusern erhältlich sind. Außerdem sind sie auch online unter https://www.landkreis-wunsi edel.de/landratsamt/mobilitaet/oeffentlicher-personennahverkehr-oepnv/anrufbus verfügbar.

"Das Ziel der VGF und des Landkreises ist es, den ÖPNV in der Region moderner und umweltschonender aufzustellen. Aus diesem Grund sind alle Linien auf den Prüfstand gestellt worden. Fahrten, die zuletzt überhaupt nicht genutzt wurden, hat man gestrichen. Wenig genutzte Linien wurden auf den sogenannten Bedarfsverkehr umgestellt. Das Ziel ist, leere Busse, die durch den Landkreis fahren, zu vermeiden, um an anderer Stelle - beispielsweise am Abend oder am Wochenende - zusätzliche Angebote zu schaffen", erklärt Landrat Karl Döhler.

Die Überprüfung aller bisheriger Linien führte auch zu Änderungen im regulären Bus-Linienverkehr, die ebenfalls ab Montag, 20. April gelten sollen. Konkret betroffen sind auch Fahrten des Schüler- und Arbeitnehmerverkehrs. Gegenüber den bisherigen Fahrten können sich hier zum Beispiel andere Abfahrtszeiten an den Bushaltestellen oder den Schulen ergeben. Teilweise werden die bisherigen Linienfahrten künftig auch von anderen Unternehmern gefahren. Speziell im Einzugsgebiet der Selber Schulen fielen die Änderungen umfangreicher aus.

Sämtliche Änderungen sind im neuen Fahrplanheft nachzulesen, das es bei der VGF, im Landratsamt Wunsiedel, in allen Rathäusern und in den Bussen gibt. Wegen der aktuell eingeschränkten Besuchsmöglichkeiten bei den öffentlichen Verwaltungen empfiehlt das Landratsamt allerdings, dass sich alle Interessierten über die Änderungen im neuen Fahrplan online unter https://www. vgf-web.de/fahrplan/linien- mit-fahrplaenen/ informieren. Diese Empfehlung gilt ganz besonders für Familien, Schüler sowie Berufspendler, die den öffentlichen Busverkehr nutzen.

Wer Fragen hat, kann sich, so die Mitteilung weiter, gerne auch telefonisch an die Verkehrsgemeinschaft Fichtelgebirge unter der Hotline 0180/3222478 wenden oder an Alexander Bock vom Landratsamt Wunsiedel unter der Telefonnummer 09232/80486.

Allerdings: Die Sonder-Situation rund um die Corona-Krise bewirkt Folgendes: Da die Schulen in Bayern erst wieder am 11. Mai beginnen können, gilt zunächst der neue Ferien-Fahrplan. Gefahren werden dann alle Fahrten, die im Fahrplanheft nicht mit "S" gekennzeichnet sind. Eine Umstellung auf den gesamten neuen Fahrplan erfolgt dann zu einem späteren Zeitpunkt. red

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Veröffentlicht am:
17. 04. 2020
17:18 Uhr

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17. 04. 2020
17:18 Uhr



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