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Hof

100 Helfer üben den Katastrophenfall

BRK-Einsatzkräfte aus dem Kreisverband Hof bilden sich beim Katastrophenschutz-Zeltlager fort. Es gibt eine Großübung und eine Sternfahrt. Kameradschaft steht an den drei Tagen im Vordergrund.



Zusammenarbeit war wichtig bei der Großübung im Rahmen des Katastrophenschutz-Zeltlagers. Im Hintergrund die Drehleiter der Bad Stebener Wehr. Im Vordergrund wird der Transport einer verunfallten Person geübt. Weitere Bilder unter www.frankenpost.de . Fotos: Hüttner
Zusammenarbeit war wichtig bei der Großübung im Rahmen des Katastrophenschutz-Zeltlagers. Im Hintergrund die Drehleiter der Bad Stebener Wehr. Im Vordergrund wird der Transport einer verunfallten Person geübt. Weitere Bilder unter www.frankenpost.de . Fotos: Hüttner   » zu den Bildern

Bad Steben - Jetzt können sie im Ernstfall noch besser helfen: In einem dreitägigen Katastrophenschutz-Zeltlager haben sich mehr als 100 BRK-Einsatzkräfte aus dem Kreisverband Hof auf dem Festplatz an der Sachsenruh in Bad Steben weitergebildet.

Das Zeltlager am TSV-Sportheim und dem Vorplatz startete am Freitagabend, als das neue HvO-Auto - das Einsatzfahrzeug für Helfer vor Ort - offiziell seinen Dienst begann. Neben den großen Mannschaftszelten standen Rettungswagen, Krankentransportwagen, Einsatzleitfahrzeuge, Betreuungs- und Verpflegungsfahrzeuge. Sie alle kamen bei der großen Einsatzübung mit 40 Mimen - also Darstellern von Verletzten - und in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr zum Einsatz.

12.09.2018 - BRK-Katastrophenschutz-Zeltlager in Bad Steben - Foto: Sandra Hüttner

BRK-Katastrophenschutz-Zeltlager in Bad Steben
BRK-Katastrophenschutz-Zeltlager in Bad Steben
BRK-Katastrophenschutz-Zeltlager in Bad Steben
BRK-Katastrophenschutz-Zeltlager in Bad Steben
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BRK-Katastrophenschutz-Zeltlager in Bad Steben
BRK-Katastrophenschutz-Zeltlager in Bad Steben
BRK-Katastrophenschutz-Zeltlager in Bad Steben
BRK-Katastrophenschutz-Zeltlager in Bad Steben

Das Übungsszenario ist schnell erzählt: In der Klinik Franken gab es im Vortragsraum der Mehrzweckhalle eine Verpuffung. Es fing an zu brennen und der Rauch breitete sich schnell im gesamten Gebäude aus. Panik machte sich breit, einige Menschen sprangen aus den Fenstern, andere waren vom Rauch eingeschlossen und mussten ausharren, bis Hilfe kam. Eine Gruppe konnte über die Fluchtwege ins Freie gelangen.

Doch bevor es zur großen Einsatzübung kam, gehörte der Vormittag der Ausbildung. Sie fand in Gruppen statt. Vieles vom Gelernten konnten die Helfer direkt danach bei der Großübung anwenden.

Gegen Mittag trafen die Mimen ein und wurden realitätsnah geschminkt. Dann kam schon der Alarm. Die Feuerwehren aus Bad Steben und Bobengrün rückten mit insgesamt 22 Brandschützern an, übernahmen die Menschenrettung unter schweren Atemschutz und die Brandbekämpfung. "Die Drehleiter kam nicht zum Einsatz, die Steckleiter reichte unter diesen Bedingungen aus", erklärte Kreisbrandmeister Michael Horn. Das Gebäude habe man mit dem Hochleistungsbelüftungsgerät rauchfrei gemacht. Zum Einsatz kam auch die Rettungshundestaffel aus Hof, denn zwei der Mimen waren in Panik in den nahen Wald geflüchtet.

Der kaufmännische Direktor der Klinik Franken, Donat Sammer, dankte den Beteiligten für den Einsatz und die Leistung. "Auch wir konnten bei der Übung wertvolle Hinweise gewinnen, wie wir unser Risk-Managment noch optimieren können", sagte er. Sammer war beeindruckt vom Zusammenspiel der unterschiedlichen Bereiche und lobte das Engagement der vielen jungen Einsatzhelfer.

An der Übung waren 80 BRKler beteiligt. Als organisatorischer Einsatzleiter fungierte Michael Loeffler, als leitender Notarzt Dr. med. G. Reza Daèmi aus Hof. Jeder der Mimen hat eine Anhänge-Karte für Verletzte. Dadurch wurde jeder Teilnehmer erfasst. Zudem zeigt die Karte eine Sichtungskategorie: Die Farbe Rot bedeutet "schwerverletzt", also oberste Transport-Priorität. Und Grün bedeutet "leichte Blessuren". Diese Patienten werden meist in die Betreuungsstelle gebracht.

Zahlreiche Schaulustige beobachteten das Geschehen und bekamen einiges geboten: die vielen Einsatzwagen, Tragen mit Verletzten, Personen mit verschiedenen Verletzungsmustern. Dabei funktionierte die Zusammenarbeit reibungslos, sowohl zwischen den BRK-Bereitschaften wie auch zwischen der Feuerwehr und dem BRK.

Zur Großübung gehörte nicht nur das gegenseitige Kennenlernen, sondern auch das Vertiefen von Kenntnissen, die einen reellen Einsatz erleichtern können. Gerade bei Übungen an großen Objekten wie Kliniken mit viel Publikumsverkehr kann man so Fehlerquellen aufdecken und beheben.

Der Bad Stebener BRK-Bereitschaftsleiter Andreas Walter hatte den Mimen im Vorfeld mitgeteilt, dass es sich bei der Übung nicht um einen Rettungsdiensteinsatz handelt, sondern um eine Katastrophenschutzübung mit Massen von Verletzten. Nach Abschluss der Übung wurden alle Darsteller wieder im TSV-Sportheim abgeschminkt. Doch bis es so weit war, vergingen fünf Stunden.

Auch wenn die Einsatzkräfte hinterher geschafft waren, bescherte ihnen der Erfolg der Übung doch Befriedigung. Sie wissen: Im Ernstfall ziehen alle an einem Strang und arbeiten erfolgreich zusammen. Im Anschluss an die Übung gab es abends einen "Bayerischen Abend", den die Bad Stebener BRK-Bereitschaft ausrichtete. Hier - wie auch an allen drei Tagen allgemein - stand Kameradschaft im Mittelpunkt.

Am dritten Tag des Zeltlagers ging es weiter mit einer Sternfahrt. Die Teams mussten nach vorgegebenen Koordinaten einen bestimmten Ort anfahren und dort Aufgaben erfüllen, etwa Wissenstests und Geschicklichkeitsspiele. Die besten drei Teams erhielten Gutscheine.

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Sandra Hüttner
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Veröffentlicht am:
12. 09. 2018
22:10 Uhr

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Sandra Hüttner

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Veröffentlicht am:
12. 09. 2018
22:10 Uhr



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