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Ärzte erklären Kindern den Weg der Nahrung

Die zweite Vorlesung der Kinder-Uni begeistert 75 Besucher. Die Jungen und Mädchen dürfen mitmachen.



Professor Dr. Christian Graeb mit dem Modell eines menschlichen Körpers, an dem er mit den Kindern das Zusammensetzen der inneren Organe übte. Weitere Bilder unter www.frankenpost.de Foto: Langer
Professor Dr. Christian Graeb mit dem Modell eines menschlichen Körpers, an dem er mit den Kindern das Zusammensetzen der inneren Organe übte. Weitere Bilder unter www.frankenpost.de Foto: Langer  

Hof - Daniel staunt nicht schlecht, als er auf dem Bildschirm des Ultraschallgerätes seinen Magen-Inhalt entdeckt. Die Untersuchung führt nicht etwa ein Arzt durch, sondern Drittklässlerin Lena - die sich anschließend gleich auf die Suche nach Daniels Nieren macht. Die beiden sind umringt von staunenden Acht- bis Zwölfjährigen. 75 sind diesmal gekommen. Bei der zweiten Vorlesung der Kinder-Uni, einem Gemeinschaftsprojekt von Frankenpost und Sana Klinikum, begeisterten spannende Mitmach-Stationen und ein Vortrag zum Thema "Der Weg der Nahrung durch den Körper" von Oberarzt Daniel Spachtholz die Besucher.

Gut zu wissen

Für die nächsten fünf Veranstaltungen der Kinder-Uni gibt es noch Restkarten. Diese sind - so lange der Vorrat reicht - gratis im Ticketshop der Frankenpost oder unter frankenpost.de/kinderuni erhältlich.

Einlass in den großen Konferenzsaal des Klinikums, wo die Vorlesungen stattfinden, ist jeweils ab 16.30 Uhr; die Vorlesungen beginnen um 17 Uhr und dauern zirka 45 Minuten. Die nächsten Themen sind "Ich muss mal - was wird aus der Apfelschorle?" am 25. Juni; "Herz - der Motor des Körpers" am 2. Juli; "Nicht vergessen: Hände waschen" am 19. September; "Hat man den Kopf nur zum Denken?" am 17. Oktober und "Warum schlafen wir nachts?" am 14. November.


Was am Ende aus dem Apfel wird, den die Kinder zu Beginn der Veranstaltung verspeisen durften, war keinem der jungen Gäste neu. Doch als Oberarzt Spachtholz seine Zuhörer aufforderte, einmal zu schätzen, wie lange der Weg ist, den der Apfel bis dahin zurücklegen muss, und wie lange das wohl dauert, wurde schnell klar, dass es zwischen dem Kauen des Apfels und dessen Ende in der Toilette doch noch einige Geheimnisse zu erforschen galt.

Durch die zirka 25 Zentimeter lange Speiseröhre beispielsweise braucht das Obst nur zwei bis drei Sekunden. Im Magen dagegen hält sich der Apfel zwei bis vier Stunden auf. Vorbei an Leber, Gallenblase, Zwölffingerdarm und Bauchspeicheldrüse, deren Funktion der Oberarzt kurz erläuterte, geht es weiter in Dünndarm, Dickdarm und Mastdarm. Zirka 15 Stunden dauert diese Reise durch den Körper bei einem Erwachsenen (bei Obst etwas weniger, bei Weißbrot auch mal länger). Die Strecke, die die Nahrung dabei zurücklegt, ist immerhin rund neun Meter lang.

Damit endete auch schon der theoretische Teil und die Schüler wurden mit großer Freude selbst zu Ärzten, Patienten und Forschern. So galt es beispielsweise unter der Anleitung von Chefarzt Professor Dr. Christian Graeb das Modell eines menschlichen Körpers mit allen inneren Organen richtig zusammenzusetzen - "aber bitte so, dass die Nahrung dann auch noch ihren Weg durch den Körper finden kann". Die Schüler sahen einen unterhaltsamen Kurzfilm zum Thema Verdauung und bekamen auch die Inhalte des Kurzvortrags - alle Stadien des Apfels zwischen Mund und Kloschüssel - noch einmal dargestellt.

An einer anderen Station schätzten die Schüler den Zuckergehalt verschiedener Lebensmittel ein - und das meistens recht gut. Dass in dem großen Nutella-Glas umgerechnet ungefähr 145 Zuckerwürfel stecken, erstaunte niemanden. Dass die Tüte Gummibärchen (49 Zuckerstücke) die Literflasche Cola (35 Zuckerstücke) deutlich schlägt, war schon nicht mehr so geläufig.

Geschicklichkeit war bei der Magenspiegelung und dem chirurgischen Eingriff gefragt. Die Kinder durften sich hier unter der Anleitung von Ärzten und anderen Fachkräften an den Geräten versuchen, mit denen üblicherweise auch die Ärzte arbeiten - und stellten fest, dass man eine Menge Fingerspitzengefühl braucht, um Gewebeproben oder Tumore (in diesem Fall dargestellt von Gummibärchen) "einzufangen".

Autor

Sandra Langer
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Veröffentlicht am:
15. 05. 2019
19:14 Uhr

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Sandra Langer

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Veröffentlicht am:
15. 05. 2019
19:14 Uhr



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