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Hof

Anwohner kämpfen für Verkehrssicherheit

Bewohner des Alsenbergs loben Stadtrat und Bauamt: "Es ist viel geschehen." Die Stadt hat auf dem kurzen Dienstweg geholfen. Die Initiative engagiert sich aber weiter.



Die Bewohner des Alsenbergs können dank der neuen Querungshilfe sicher über die Straße gehen, auf der bisher viele Fahrzeuge mit teils hoher Geschwindigkeit zum Eisenbahndurchlass gefahren sind. Jürgen Lippert, Jürgen und Angelika Herrmann mit ihren Hunden Jonny und Kira sowie Andrea Steiner und Maria Zappatore freuen sich über die Reaktion der Stadt auf ihre Wünsche in Sachen Verkehrsicherheit im Ortsteil.	Foto: Faltenbacher
Die Bewohner des Alsenbergs können dank der neuen Querungshilfe sicher über die Straße gehen, auf der bisher viele Fahrzeuge mit teils hoher Geschwindigkeit zum Eisenbahndurchlass gefahren sind. Jürgen Lippert, Jürgen und Angelika Herrmann mit ihren Hunden Jonny und Kira sowie Andrea Steiner und Maria Zappatore freuen sich über die Reaktion der Stadt auf ihre Wünsche in Sachen Verkehrsicherheit im Ortsteil. Foto: Faltenbacher  

Hof - Mit der Gründung einer Anliegergemeinschaft haben Anwohner am Alsenberg im Sommer des vergangenen Jahres eine Initiative mit mehr als 20 Mitstreitern ins Leben gerufen, um gemeinsam für mehr Sicherheit auf den Straßen und weniger Verkehrslärm zu kämpfen. Sie waren unzufrieden mit der Verkehrssituation im Bereich der Wunsiedler Straße.

Insbesondere mit dem Baubeginn der Saalequerung, befürchteten die Anwohner, werde der Lärmpegel weiter ansteigen. Außerdem hat im vergangenen Jahr der Bau der Lego-Brücke über die Saale begonnen, was zu einer Steigerung des Schwerlastverkehrs führte. "Das ist zum Glück seit drei Wochen erledigt", sagt Andrea Steiner, die Sprecherin der Initiative, erleichtert. "Dennoch - wenn nachts die Laster den Alsenberg hinunter zum Eisenbahn-Durchlass donnern, steht man nach wie vor im Bett senkrecht."

Die Lösung dieses Problems war im vergangenen Sommer eines der Hauptanliegen der Initiative. In einem Brief an die Verwaltung der Stadt Hof und Oberbürgermeister Harald Fichtner sowie die Mitglieder des Stadtrats forderten die Alsenberger bei den Entscheidungsträgern der Kommune Unterstützung ein.

"Seitdem ist viel geschehen", lobt Steiner den engagierten Einsatz von Mitgliedern des Stadtrats und Mitarbeitern des Bauamts. "Wir möchten nun, nach 15 Monaten Engagement, Danke sagen. Auf dem kurzen Dienstweg haben wir einiges erreicht."

Zahlreiche konstruktive Gesprächen mit Verantwortlichen des Bauamts und mehreren Stadträten hätten stattgefunden. Steiner verweist auf harte, jedoch stets faire Gespräche: "Alle Beteiligten waren bereit, uns nach Kräften zu unterstützen. Viele Verbesserungen wurden umgesetzt, einiges wird noch passieren."

Für die Mitglieder der Initiative geht es auch um die Erhöhung der Verkehrssicherheit für Fußgänger und Radfahrer am Alsenberg. Dafür hat das Bauamt der Stadt Hof in der vergangenen Woche einen wichtigen Punkt zur Freude der Alsenberger umgesetzt: Auf der abfallenden Strecke von der Wunsiedler Straße zum Alsenberger Durchlass steht nun eine mobile Fußgängerüberquerungshilfe auf Höhe der Integrierten Leitstelle Hochfranken (ILS). Und die bringt für die Anlieger mehrere Vorteile: "Die Fahrzeuge sind gezwungen, langsamer an das Verkehrshindernis heranzufahren, und insbesondere Kinder oder ältere Fußgänger können die Straße sicherer überqueren", freut sich Steiner. Um die Notwendigkeit einer Überquerungshilfe zu belegen, hatte die Stadtverwaltung auf Antrag der Alsenberger in mehreren Verkehrsmessungen festgestellt, dass viele Fahrer zu schnell den Alsenberg hinunterfahren. "Da waren einige mit mehr als 90 Stundenkilometern unterwegs. Das ist für Fußgänger lebensgefährlich", blickt Jürgen Lippert von der Anliegergemeinschaft zurück.

"Das Verkehrshindernis in der Mitte der Straße hat noch einem weiteren Vorteil gebracht, der uns seit vielen Jahren beschäftigt: Es ist kein Platz mehr zum Parken in Höhe der ILS", führt Steiner freudig aus. "Dadurch haben Anwohner der angrenzenden Seitenstraße beim Einbiegen mit dem Auto in die Hauptstraße einen besseren Einblick und können sicherer einfädeln."

Außerdem hat das städtische Bauamt auf Anregung der Anliegergemeinschaft die Bordsteinkanten der Gehwege abgeschrägt, sodass auch behinderte Fußgänger mit Rollstuhl oder Rollator sowie Eltern mit Kinderwagen den Weg nutzen können.

Für eine weitere Erleichterung der Verkehrswege am Alsenberg ist die Deutsche Bahn verantwortlich. Nach hartnäckigen Telefongesprächen mit Verantwortlichen der DB-Nordbayern in Nürnberg hatte es Andrea Steiner geschafft: Die Bahn erklärte sich dazu bereit, die seitliche Ringstraße des Alsenbergs, die zu den ehemaligen Behelfsheimen der Bahn führt, neu zu asphaltieren. "Auch das war dringend notwendig, denn tiefe Schlaglöcher waren teilweise gefährlich für die Anlieger", berichtet Maria Zappatore von den schlechten Erfahrungen aus der Vergangenheit.

Die Mitglieder der Anliegergemeinschaft sind voll des Lobes für die Verantwortlichen der Kommune. "Die Stadt hat uns als Anwohner des Alsenbergs ernst genommen und in einem konstruktiven Dialog für Abhilfe bei einigen wichtigen Straßenproblemen gesorgt. Dennoch gibt es noch einen kleinen Wunschzettel der Alsenberger für die Zukunft. "Tempo 30 wäre klasse, auch wenn wir wissen, dass das verkehrsrechtlich nicht so leicht ist." Mit ein wenig Unbehagen schauen die Alsenberger dennoch in die Zukunft. Sie befürchten wieder ein Ansteigen der Verkehrsbelastung, wenn der Bau der Saalequerung beginnt.

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Lothar Faltenbacher

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Veröffentlicht am:
21. 10. 2019
00:00 Uhr

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21. 10. 2019
00:00 Uhr



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