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Ballon-Flüchtling im Filmgespräch

Unser Leserkino zeigt Michael "Bully" Herbigs "Ballon". Zu Gast wird auch Günter Wetzel sein, auf dessen abenteuerlicher Lebensgeschichte der Thriller basiert.



Heimliche Arbeiten in der Garage: In dieser Szene tüfteln Peter Strelzyk (Friedrich Mücke), Petra Wetzel (Alicia von Rittberg), Doris Strelzyk (Karoline Schuch) und Günter Wetzel (David Kross, von links) an dem Fluchtballon. Der Film läuft am 27. September in den deutschen Kinos an.	Fotos: Studiocanal/Marco Nagel, Archiv
Heimliche Arbeiten in der Garage: In dieser Szene tüfteln Peter Strelzyk (Friedrich Mücke), Petra Wetzel (Alicia von Rittberg), Doris Strelzyk (Karoline Schuch) und Günter Wetzel (David Kross, von links) an dem Fluchtballon. Der Film läuft am 27. September in den deutschen Kinos an. Fotos: Studiocanal/Marco Nagel, Archiv  

Hof - Die Frankenpost und das Central-Kino Hof laden zu einer besonderen Vorstellung des Films "Ballon" von Erfolgsregisseur Michael "Bully" Herbig ein: Am Sonntag, 30. September, um 17 Uhr, gibt es den ersten Thriller des Regisseurs, der auf einer wahren Geschichte aus der Region basiert, im Leserkino unserer Zeitung zu sehen. Das ist wenige Tage nach dem offiziellen Bundesstart am 27. September. Im Anschluss an die Sondervorführung findet noch ein Filmgespräch mit DDR-Ballon-Flüchtling Günter Wetzel statt. Dessen Lebensgeschichte diente Herbig als Vorlage für seinen ersten Kinofilm im ernsten Fach, der sogar im Vorentscheid für eine Nominierung beim Auslands-Oscars war.

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Der bekannte Regisseur, der bisher vor allem durch Komödien, Parodien und Familienfilme aufgefallen ist, verfilmte mit "Ballon" den wohl spektakulärsten Fluchtversuch aus der DDR für die große Kinoleinwand: Am 16. September 1979 ist es den Familien Strelzyk und Wetzel geglückt, mit einem selbst gebauten Heißluftballon die Grenze zu überwinden und in die Bundesrepublik zu fliehen. Sie landeten in einem Feld bei Naila.

Wie Produktionsfirma und Filmverleih nun bekannt gaben, haben Günter und seine Frau Petra Wetzel in der letzten Szene des Films sogar einen Gastauftritt. Sie sitzen in der Flugplatz-Kantine in Kulmbach im Bildhintergrund. Auch von den Dreharbeiten wird Günter Wetzel mit Sicherheit bei der Veranstaltung im Central-Kino erzählen.

Vor allem aber wird er natürlich davon berichten, wie sich die wahre Geschichte damals zugetragen hat: mit welchen Strapazen und Gefühlen er, seine Familie und Freunde zu kämpfen hatten. Jürgen Stader, Initiator der Deutsch-Deutschen Filmtage, wird das Filmgespräch moderieren. Auf dem Festival werden seit 2009 Dokumentationen und Spielfilme zu den Themen deutsche Teilung und deutsche Einheit in Hof und Plauen gezeigt. Damit bekomme Günter Wetzel einen echten Profi als Gesprächspartner an die Seite gestellt, sagt Stefan Schmalfuß, Leiter des Central-Kinos. Der freut sich auf einen interessanten Austausch: "Ein Zeitzeuge beziehungsweise Betroffener und ein Experte auf diesem Gebiet treffen aufeinander. Das wird mit Sicherheit spannend." Selbstverständlich bekomme aber auch das Publikum die Gelegenheit, Fragen an Günter Wetzel zu stellen.

Michael "Bully" Herbig wollte bei der Verfilmung den "wahren Ereignissen so nah wie möglich kommen und diesen Film den heutigen Sehgewohnheiten anpassen", wie er erzählt. Früh habe er deshalb mit den Familien Strelzyk und Wetzel Kontakt aufgenommen. "Ich habe mich sehr über das Vertrauen beider Familien gefreut", sagt Herbig, "die Gespräche waren besonders aufschlussreich und haben dem Projekt einen Riesenschwung gegeben." Herbig habe eine enorme Hochachtung vor dem Wagnis, das die Familien vor fast 40 Jahren eingegangen sind: "Was sie erlebt haben, ist ein unvergleichliches Abenteuer. Wir erzählen von mutigen Menschen, die Freiheit wollten und fest daran glaubten, dass sie ihr Ziel erreichen. Das ist die Faszination ihrer Geschichte, die zugleich auch deutsch-deutsche Geschichte ist."

Die Nähe zu den wirklichen Ereignissen stellt der Regisseur auch mit seiner Wahl der Drehorte her. Weite Teile des Films entstanden in Mödlareuth und Nordhalben (wir berichteten). Herbig lobt die "perfekten Drehbedingungen" in Nordhalben. "Ich habe noch nie erlebt, dass ein ganzer Ort samt Bürgermeister so geschlossen hinter einer Filmproduktion stehen", sagt er. Das Team habe zum Beispiel spontan ein Schild mit einbetonierter Eisenstange wegflexen dürfen, das in einer schönen Kameraeinstellung gestört hätte.

Wie Herbig die Region in Szene gesetzt hat, können Filmfans nun bald auf der Leinwand sehen.

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Karten für die Sondervorführung von "Ballon" mit anschließendem Filmgespräch im Hofer Central-Kino sind im Ticketshop unserer Zeitung erhältlich.

 
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Ann-Kristin Schmittgall

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Veröffentlicht am:
12. 09. 2018
18:34 Uhr

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