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Baugebiet Rosenbühl: Fichtner räumt Versäumnisse ein

Das Baugebiet am Rosenbühl kommt wohl einige Jahre zu spät - aber es kommt. Die Nachfrage ist riesig.



So geht Bauland-Erschließung in Köditz: Im vergangenen Jahr angeregt, im Frühjahr beschlossen, jetzt beinahe fertiggestellt - in einem bestehenden Baugebiet entstehen zehn neue Bauplätze. Das Thema Baugebiet Rosenbühl beschäftigt die Stadt Hof seit mehr als zwei Jahren. Bis hier einmal ein Bauherr den Bagger fahren lassen kann, kann gut und gern noch ein Jahr ins Land gehen.
So geht Bauland-Erschließung in Köditz: Im vergangenen Jahr angeregt, im Frühjahr beschlossen, jetzt beinahe fertiggestellt - in einem bestehenden Baugebiet entstehen zehn neue Bauplätze. Das Thema Baugebiet Rosenbühl beschäftigt die Stadt Hof seit mehr als zwei Jahren. Bis hier einmal ein Bauherr den Bagger fahren lassen kann, kann gut und gern noch ein Jahr ins Land gehen.   Foto: cp

Hof - Lange hat die Verwaltung am Bebauungsplan für das Baugebiet am Rosenbühl gefeilt. Herausgekommen ist eine Vorlage, die der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung bei nur zwei Gegenstimmen billigte. Nun geht das Verfahren in die nächste Runde; Pläne und Gutachten werden öffentlich ausgelegt.

Gut zu wissen

Fläche des geplanten Wohngebiets: 5,7 Hektar

Grünflächen: 2,7 Hektar; gedacht als Puffer zum Bismarckturm

Parzellen auf städtischen Grund: 55; Größen zwischen 450 und 650 Quadratmeter

Details des Bebauungsplans: ein Kindergarten, ein Spielplatz, ein neuer Standort für das Vereinsheim der Heimstätten-Gma

Öffentlich ausgelegt wird unter anderem das Umweltgutachten.

Etliche Räte taten sich schwer, die Hand für den Beschluss zu heben. Dr. Klaus Schrader (Grüne) fasste die Gefühlslage mancher Mandatsträger zusammen: "Ich bin hin- und hergerissen." Auf der einen Seite stehe ein massiver Eingriff in die Natur, auf der anderen Seite biete die Stadt attraktiven Wohnraum für junge Familien - dieser Zwiespalt offenbarte sich in mehreren Statements. Bei den meisten überwog aber das Argument, dass das Baugebiet dringend notwendig sei. Dies zumal die 55 Parzellen auf städtischem Grund schon jetzt überzeichnet sind.

Daran zeige sich, wie groß die Nachfrage nach Bauland in Hof sei, sagte Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner. Selbstkritisch räumte er Versäumnisse ein: "Wir alle, Stadtrat und Verwaltung, haben in den vergangenen 25 Jahren in diesem Bereich zu wenig getan." Folge: Die Stadt habe gut situierte Menschen an Gemeinden im Umland verloren. Da müsse man gegensteuern, forderte auch Reinhard Meringer (FAB): "Die Umlandgemeinden dürfen nicht der große Gewinner sein." Und Jochen Ulshöfer (CSU) stellte fest, dass der Speckgürtel um Hof immer weiter wachse. Nicht nur am Rosenbühl müsse die Stadt Bauland ausweisen, sondern auch andere Standorte für Wohngebiete prüfen. Zum Beispiel an der Leopoldstraße. Zudem begrüßte er das Baugebot, das künftig auf den Flächen südlich der Carl-Orff-Straße gelten soll.

Kritik äußerten SPD-Fraktionschefin Eva Döhla und Albert Rambacher (FAB) an der Informationspolitik der Stadt. Vor allem über die deutliche Ausweitung der Größe des Wohngebiets habe lange Unklarheit geherrscht. Zumindest jetzt setzt die Stadt aber auf Transparenz: Für den 5. November ist eine Bürgerversammlung angekündigt.

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Jan Fischer

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Veröffentlicht am:
22. 10. 2019
19:46 Uhr

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Jan Fischer

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22. 10. 2019
19:46 Uhr



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