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Hof

Beeindruckende Übung am Untreusee

Mehrere Hilfsorganisationen arbeiten zusammen. Im Mittelpunkt steht die Arbeit mit Hunden. Die bedarf einer großen Leidenschaft.



Volle Fahrt voraus heißt es für die Wasserwacht. Mehr Fotos unter www.frankenpost.de .
Volle Fahrt voraus heißt es für die Wasserwacht. Mehr Fotos unter www.frankenpost.de .   » zu den Bildern

Hof - Eine beeindruckende Darstellung ihrer ehrenamtlichen Arbeit haben drei Organisationen des Bayerischen Roten Kreuzes am Untreusee gegeben. Unter den Augen zahlreicher Zuschauer bildete die Symbiose See, Land und Wald, auch mit dem unmittelbar angrenzenden Kletterpark, den Ausgangspunkt für eine ganztägige Übung der Einheiten der Wasserwacht Ortsgruppe Hof und Helmbrechts, der Rettungshundestaffel Hof, sowie der Rettungshundestaffel des Nürnberger Landes mit Standort Lauf an der Pegnitz und Teilen der Rettungshundestaffel der Feuerwehr aus Klingenthal in Sachsen. Unterstützt haben auch Mitglieder der Hofer Bereitschaft.

17 Hunde kamen zum Einsatz, um Menschen im angrenzenden Wald und im Untreusee zu suchen und durch lautes Bellen anzuzeigen. Die Gesamtleitung der Übung hatte Dirk Rödel inne. Umfangreiche Erläuterungen gab Claudia Pucha von der Rettungshundestaffel des Kreisverbandes Hof ab. Sie hob hervor, dass es zu Beginn erst einmal kleinere Übungen gibt, damit die Hunde wegen der doch längeren Wartezeiten bis zum Einsatz ein klein wenig Spaß haben. Davon profitierten vor allem jüngere Hunde.

Um zu demonstrieren, dass die Tiere fit sind, setzten zwei Boote über, um dann, am anderen Ufer, an Land zu gehen und nach einer hilflosen Person zu suchen, die etwa 300 Meter in den Wald hinein lag. Auch durch die zahlreichen Wanderer und Radfahrer ließen sich die Suchhunde nicht von ihrer aufgenommenen Spur ablenken. Lautes Gebell aus dem Gebüsch zeigte an: "Person gefunden".

Grundsätzlich sei es so, dass die Hundestaffel bei Vermissten, etwa an Demenz erkrankten Menschen, die einen Suizid angedroht haben, Unfallopfern, die im Schockzustand in den Wald laufen, oder Menschen, die sich verlaufen haben, im Einsatz ist. All diese Einsätze laufen auch in unmittelbarer Zusammenarbeit mit der Polizei ab. Die Flächenhunde sind "Verbeller", das heißt, sie arbeiten selbstständig, also zwei bis dreihundert Meter vom Hundeführer entfernt. Dann gibt es noch einen Mantrailer. Darunter versteht man die Personensuche unter Einsatz von Gebrauchshunden. Dabei wird der hervorragende Geruchssinn der Hunde genutzt. Eingesetzt werden diese Hunde auch in Kaufhäusern, Bahnhöfen und anderen Orten. Die Hofer Staffel ist stolz darauf, für beide Hundetypen Mitarbeiter zu haben, die schon vielfach ihre Qualität unter Beweis gestellt haben.

19.05.2019 - Großübung der Rettungskräfte am Untreusee - Foto: Manfred Nürnberger

Großübung der Rettungskräfte am Untreusee Hof
Großübung der Rettungskräfte am Untreusee Hof
Großübung der Rettungskräfte am Untreusee Hof
Großübung der Rettungskräfte am Untreusee Hof
Großübung der Rettungskräfte am Untreusee Hof
Großübung der Rettungskräfte am Untreusee Hof
Großübung der Rettungskräfte am Untreusee Hof

Puchta wies darauf hin, dass die Arbeit in der Staffel ehrenamtlich geschieht. "Es ist sehr zeitaufwendig, die Hunde auszubilden und die Führer mit den Gegebenheiten vertraut zu machen."

Im Klartext heißt dies, dass jeden Samstag sechs bis sieben Stunden gearbeitet wird, zum Teil noch einmal unter der Woche. Hinzu kommen Stunden für die Theorie. Die Einsatzkräfte müssen eine komplette Sanitäterausbildung haben.

Claudia Puchta ist seit 2004 dabei. "Für diese Aufgaben ist Leidenschaft erforderlich", sagt sie. Und: "Es ist das Tollste, Geilste, was man mit seinem Hund machen kann." Während sie spricht, sind ständiges Hundegebell und ein intensiver Austausch über den Sprechfunk allgegenwärtig.

Autor

Manfred Nürnberger
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
20. 05. 2019
18:48 Uhr

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20. 05. 2019
18:48 Uhr



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