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Cyber-Profis in der Kaserne

Zahlreiche Gäste folgen der Einladung des Standortältesten der Oberfranken-Kaserne zum Jahresempfang. Die Zukunft des Standorts Hof sieht er optimistisch.



Die Besucher des Jahresempfangs der Hofer Bundeswehr freuen sich über positive Informationen von Oberst Norbert Reineke.	Foto: Uwe von Dorn
Die Besucher des Jahresempfangs der Hofer Bundeswehr freuen sich über positive Informationen von Oberst Norbert Reineke. Foto: Uwe von Dorn  

Hof - Mit großer Zuversicht hat Oberst Norbert Reineke, der Standortälteste der Oberfranken-Kaserne, beim Jahresempfang auf die zukünftige Entwicklung des Bundeswehr- Standortes Hof geblickt. Rund 80 geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kirche, Militär sowie Abordnungen von Vereinen und Behörden wollten aus erster Hand erfahren, wie sich der einzige Bundeswehrstandort in Oberfranken entwickelt.

Und Oberst Reineke machte bei seinem letzten Jahresempfang vor seiner Pensionierung in etwa zwei Monaten deutlich, dass "der Standort Hof innerhalb der ganzen Bundeswehr als Unikat-Standort zu sehen ist". Von den insgesamt etwa 550 Beschäftigten des Bundeswehrstandortes gehören laut Reineke etwa 200 zu einer hochqualifizierten und spezialisierten Gruppe von Fachleuten, die sich in der Zentralen Untersuchungsstelle (ZU) besonderen Aufgaben widmen. "Wir in Hof gehören zum Kommando Cyber- und Informationsraum, dem modernsten Bereich des Bundesministeriums", klärte der Standortälteste auf.

Vor diesem Hintergrund ist auch der Neubau an der Hohensaas zu sehen, wo ein Büro- und Laborgebäude für 27 Millionen Euro entsteht (die Frankenpost berichtete ausführlich). In den nächsten Jahren wird der Gebäudekomplex auf einer Fläche von etwa 2300 Quadratmetern gebaut. Krisenherde und Konfliktpotenziale frühzeitig zu erkennen, sei die primäre Aufgabe der von ihm geleiteten Spezialabteilung, erklärte Reineke.

Weiterhin betreibt die Bundeswehr in Hof den Abgesetzten Technischen Zug 357 - die Radarüberwachungsstation auf dem Döbraberg. "Auch wenn sich hier der Personalansatz reduziert hat, bin ich optimistisch, dass die Station erhalten bleibt und weiterhin wichtige Beiträge für das Luftlagebild der Bundeswehr sowie für die zivile Flugsicherung liefert", sagte der Oberst und berichtete von erheblichen Baumaßnahmen, die für 2019 vorgesehen seien.

Als wichtigen Eckpfeiler für den Bundeswehrstandort Hof bezeichnete der Standortälteste die Entwicklung der Zivilberuflichen Aus- und Weiterbildung (ZAW). In deren Rahmen bieten externe Bildungsträger mehr als 250 Soldaten berufliche Qualifikationsmöglichkeiten an. "Ich freue mich über hervorragende Ergebnisse, die unsere Soldaten immer wieder erreichen", schwärmte Reineke.

Darüber hinaus informierte er seine Gäste über die Situation der medizinischen Versorgung der Hofer Soldaten. Demnach wurde der Sanitätsbereich in der Kaserne Ende 2016 aufgelöst. Seitdem übernimmt der Hofer Allgemeinarzt Stefan E. Breit in Abstimmung mit dem Sanitätsversorgungszentrum der Bundeswehr in Weiden die ärztliche Betreuung der Soldaten. Zur Erstversorgung besuchen sie Breit in seiner Praxis in Hof. Für die fachspezifische Behandlungen steht den Soldaten das Sanitätsversorgungszentrum in Weiden zur Verfügung. "Damit haben wir die medizinische Versorgung unserer Mitarbeiter stabil halten können. Wir wünschen uns für die Zukunft, dass die medizinische Versorgung unserer Soldaten damit sichergestellt werden kann", sagte der Standortälteste.

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Lothar Faltenbacher

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Veröffentlicht am:
05. 02. 2019
20:56 Uhr

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Lothar Faltenbacher

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05. 02. 2019
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