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Der Motivator

Die SPD Hof-Stadt lädt zu ihrem Neujahrsempfang einen Spitzenredner ein. Der Erlanger Oberbürgermeister Dr. Florian Janik benennt schonungslos die Probleme der Partei und wünscht sich klarere Worte der Genossen.



Hof - Wer am Sonntag im Theater Hof Dr. Florian Janik zugehört hat und auch noch Mitglied der SPD war, dürfte mehr als einmal zusammengezuckt sein. Der Erlanger Oberbürgermeister war auf Einladung des Kreisverbandes Hof-Stadt angereist. Den warmen Empfang zahlte der 38-Jährige zurück mit drei einleitenden Sätzen der Dankbarkeit, danach ging es in die Vollen. Janiks Rede war gespickt mit Selbstkritik. Die kam nicht von oben herab, sondern legte sich als Motivation in den Saal, in dem die Gäste mehrmals Beifall klatschten und trotz großem vorgehaltenem Spiegel wohlwollend nickten. Vielleicht hat da einer gesprochen, der schon bald auf Bayern- oder Bundesebene gebraucht wird.

03.02.2019 - Neujahrsempfang der SPD Hof-Stadt - Foto: Thomas Neumann

Neujahrsempfang der SPD Hof-Stadt
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Janiks großes Thema an diesem Morgen ist nicht der ÖPNV, die Digitalisierung, Nahversorgung oder der fehlende (gute) Wohnraum. Ihm geht es um die Transparenz in den Diskussionen zu diesen Themen. "Ich will, dass wir die Geschichte zu Ende erzählen", sagt er immer wieder. Den Menschen sagen, was passiert, wenn die Welt neu gedacht wird, darauf müsse sich die SPD konzentrieren. "In Erlangen gibt es große Wohnungsnot. Wir verdichten die Stadt, reißen dafür alte Häuser weg, dafür fällt auch mal ein Baum und das neue Haus wird höher", erzählt Janik. Manchem Nachbarn oder Pflanzenfreund gefalle das nicht, der Blick, der nicht mehr frei ist, das fehlende Grün vor der Tür. "Das gehört aber zur Wahrheit dazu, wenn wir den Bedarf decken wollen und nicht wie andere Städte auf die Wiese bauen." Nicht-Akademiker-Paare bekämen in Erlangen Wohnraumförderung. Das schmecke manchem Akademiker natürlich nicht, wenn in der Nachbarschaft der einfache Handwerker lebt oder gar der Arbeitslose. Aber auch diese Konflikte will Janik aushalten, um seine Stadt im Gleichgewicht zu halten. "Auch in Erlangen gibt es Krankenschwestern oder Müllwerker, die keine 14 Euro für den Quadratmeter Wohnraum zahlen können."

Die SPD müsse wieder den Mut aufbringen, genau solche "Konflikte zu stehen". Langfristig gebe das der Partei wieder Profil. In der Debatte ums Tempolimit "zerreden wir schon wieder alles", sagt er und reißt die Arme fragend nach oben. "Es gibt kein Argument: ‚Ich will rasen.‘" Die SPD würde sich gut darin machen, sagt Janik, ein Konzept für einen attraktiven Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) auf die Beine zu stellen, ohne dabei diejenigen aus den Augen zu verlieren, die das Auto wirklich brauchen. Stattdessen orientiere sich seine Partei an der aktuellen Diskussion, die in alle Richtungen zerfasert.

Da spricht einer, der gesunden Menschenverstand mitbringt und einfordert von den Genossen. Oft meint er auch die anderen, die Populisten genauso wie die Schwarzen und die Grünen, nur hört man es nicht. Es schwingt nebenher, aber lässt die Konkurrenz nicht erstarken. Nicht einmal erwähnt Janik in seiner frei gesprochenen Rede eine andere Partei. Die seine ist ihm schließlich wichtiger, der rote Weg durch die Themen soll kein Kampf mit der Konkurrenz sein, keine Plattform für diejenigen, die durch die Schwächen der Genossen gewinnen. Die SPD kann sich Fingerzeige kaum mehr erlauben, außer auf die eigene Brust.

Janik fragt, was denn nun sei mit der Digitalisierung, die ja "in aller Munde" sei. "Alles besser mit Leitungen, Job-Boom, leichteres Leben, Arbeit daheim?", fragt er und provoziert mit seinem Blick. Er habe festgestellt als Oberbürgermeister einer "hochtechnologischen Stadt", wie groß das Bedürfnis der Menschen nach Nähe zueinander sei. Weltkonzerne wie Siemens zeigten, wie stark sie schon wieder darauf setzen, die menschliche Nähe zu fördern. Ein Thema, das nicht nur auf dem Land eine Rolle spiele. "Kreative Ideen entstehen in der Bahn oder auf dem Weg dorthin, in der Kaffeeküche oder beim Mittagessen", sagt Janik. Auch hier müsse die SPD anfangen, die Geschichte und deren Folgen aufzuzeigen. "Leitungen können unsere Organisation verbessern, aber nicht die Kommunikation." Für viele Menschen sei der technologische Fortschritt mit der Angst verbunden, durch die Technik ersetzt zu werden. Die SPD müsse Alternativen und Chancen aufzeigen und "leider auch sagen, dass es die Industriearbeit wie früher nicht mehr so häufig geben wird".

Ähnlich sei es mit dem Einzelhandel, ein Thema, das Hof nach der Schließung des Kaufhofs, des unfertigen Einkaufszentrums und vielen sterbenden Läden derzeit besonders bewegt. "Glauben Sie, der Trend ist umkehrbar? Nein, das wird noch schlimmer, weil die Digitalisierung noch Möglichkeiten bietet, die wir uns noch gar nicht vorstellen können. Und wir alle haben es außerdem auch selbst verursacht mit unseren Einkäufen im Internet."

Die Städte müssten jetzt die Weichen stellen, um den Leerstand zu managen. Ein Problem wie geschaffen für die SPD, findet Janik. "Gemeinschaftssinn stärken, für die einfachen Leute sprechen, das können doch nur wir." Städte müssten in Zukunft noch mehr Kultur bieten, "erlebbar, mitten drin in der Stadt". Auch draußen. Echte Events mit Neuigkeitswert seien wichtig, genauso wie Gastronomie. Innenstädte bleiben Lebensräume, sie verändern sich aber.

Wie das geht, einen Wandel herbeiführen, hat Janik selbst erlebt. Nach 18 Jahren löste er 2014 Amtsinhaber Siegfried Balleis ab. Der Vater zweier Kinder setzte sich in der Stichwahl mit fast 64 Prozent gegen den CSU-Mann durch. Die SPD will die Einladung Janiks mit Hinblick auf die Oberbürgermeister-Wahlen in Hof aber nicht als Wink verstehen. "Der Blick in andere Städte ist einfach spannend", sagt OB-Kandidatin Eva Döhla.

Autor
Sören Göpel

Sören Göpel

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Veröffentlicht am:
03. 02. 2019
19:08 Uhr

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Sören Göpel

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Veröffentlicht am:
03. 02. 2019
19:08 Uhr



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