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Hof

Der lange Weg vom Dorf zur Stadt

Schwarzenbach feiert Jubiläum: Vor 175 Jahren hat die Stadt das Stadtrecht verliehen. Ein bisher unbekanntes Detail kommt zum Vorschein.



Vor der enthüllten Schautafel zum Festakt "175 Jahre Stadtrecht" in Schwarzenbach (von links): Dieter Seuß, Bürgermeister Hans-Peter Baumann, Landrat Dr. Oliver Bär und Adrian Roßner. Dieter Seuß hat die Tafel in den letzten Monaten zusammengestellt. Foto: Schmidt
Vor der enthüllten Schautafel zum Festakt "175 Jahre Stadtrecht" in Schwarzenbach (von links): Dieter Seuß, Bürgermeister Hans-Peter Baumann, Landrat Dr. Oliver Bär und Adrian Roßner. Dieter Seuß hat die Tafel in den letzten Monaten zusammengestellt. Foto: Schmidt  

Schwarzenbach an der Saale - Erst Dorf, dann Markt, bis hin zur Stadt: Im Jahr 1844 hat der zu der Zeit regierende Bürgermeister Ernst Nürnberger die königliche Urkunde überreicht bekommen und damit wurde Schwarzenbach zur Stadt. Im Jahr 2019 schauen die Schwarzenbacher gemeinsam mit Heimatforscher Bruno Hager und Dieter Seuß, ehemaliger Schulrektor und Stadtratsmitglied, auf die lange Stadtgeschichte zurück. Anlässlich des Festaktes haben die beiden die Geschichte der Saalestadt genauer unter die Lupe genommen.

"Es wird etwas ganz Neues veröffentlicht", kündigte Bruno Hager an. Der gebürtige Schwarzenbacher beschäftigt sich seit seiner Jugend mit der Stadtgeschichte. In seinem Vortrag stellte er seine Rechercheergebnisse zu der Zeit vor und nach der Stadtrechtsverleihung dar. Unter dem Namen "Swertzenbach" soll der Ort im Jahr 1322 zum ersten Mal urkundlich erwähnt worden sein. Hager erzählte von der stetig wachsenden Einwohnerzahl und den vielen Handwerksbetrieben, die sich schon früh im Stadtkern entwickelt haben sollen. "Schwarzenbach wollte damals schon die Marktrechte erhalten", sagte er. Irrtümlicherweise war bis zum Festakt bekannt, dass Schwarzenbach im Jahr 1610 das Marktrecht vom Markgrafen erhalten hat. "Dies stimmt so nicht", sagte der Heimatforscher. Über die Marktrechterhebung bestehe zu dieser Zeit keine Schrift. Hager stellt klar: "Erst im Jahr 1818 kämpften die Bürger gemeinsam mit dem Rittergut um das Marktrecht." Mit Erfolg, Schwarzenbach wird im selben Jahr noch zum Markt.

"Sie können stolz sein, dass ihre Stadt durch die Bürgerschaft entstanden ist", sagte Landrat Dr. Oliver Bär. Der Markt wuchs stetig weiter. 26 Jahre später, im Jahr 1844, beantragte der Schwarzenbacher Bürgermeister gemeinsam mit dem Stadtrat das Stadtrecht bei König Ludwig von Bayern. Am 14. November erhielt die Stadt die königliche Urkunde. "Schwarzenbach ist etwas Besonderes, es ist zu einer Stadt der Kunst geworden und ist voller Lebensfreude."

Beim Festakt am Donnerstagabend wurden die Gäste mit auf eine Reise in die Vergangenheit genommen. Neben dem stadtgeschichtlichen Vortrag wurde das Geschehen im November 1844 auch durch einen historischen Schwank dargestellt. Unter der Leitung von Kreisarchivpfleger Adrian Roßner zeigten der Nachtwächter der Stadt Schwarzenbach Leo Johannes Cepera, Ernst Kolb und Maximilian Brünnig in den Rollen des Bürgermeisters, Stadtschreibers, Stadtrats und Postillion ein kleines Theaterstück.

Dieter Seuß, ehemaliger Schulrektor, ist für sein ehrenamtliches Engagement in der Stadt Schwarzenbach bekannt. Zum Festakt hat er eine Schautafel mit alten Stadtansichten, Informationen und originalen Dokumenten entworfen. Diese wird nun im Foyer des Schwarzenbacher Rathauses ausgestellt.

Autor

Sarah Schmidt
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Veröffentlicht am:
15. 11. 2019
19:04 Uhr

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Sarah Schmidt

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Veröffentlicht am:
15. 11. 2019
19:04 Uhr



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