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Hof

Ein Gespräch, das Freude schenken soll

Diakonie Hochfranken und Frankenpost starten die Aktion "Gemeinsam gegen Einsamkeit". Der Rotary-Club Hof-Bayern übernimmt die Anschubfinanzierung.



Ein nettes Gespräch, eine freundliche Stimme, ein offenes Ohr - sich zu unterhalten, kann einfach guttun. Gerade für Menschen, die einsam sind, gibt es nun dieses Angebot, das das Leben bereichern soll.	Symbolfoto: pololia/Adobe Stock
Ein nettes Gespräch, eine freundliche Stimme, ein offenes Ohr - sich zu unterhalten, kann einfach guttun. Gerade für Menschen, die einsam sind, gibt es nun dieses Angebot, das das Leben bereichern soll. Symbolfoto: pololia/Adobe Stock   » zu den Bildern

Hof/Landkreis - Alle Vorbereitungen sind abgeschlossen. Und am Dienstag ist mit einem Treffen aller Beteiligten in der Hofer Frankenpost der Startschuss gefallen: Ab sofort kann jeder einem anderen Menschen, der - aus welchen Gründen auch immer - zurückgezogen lebt, ein freundliches Gespräch schenken. Zuwendung, ein informatives Gespräch oder auch nur ein wenig Plaudern zur rechten Zeit können hilfreich sein, sei es für Senioren oder Menschen in anderen Lebenslagen - das ist die Überzeugung von Jürgen Schöberlein, Bereichsleiter der Diakonie Hochfranken. Er hatte die Idee mit dem "Anrufgeschenk", und seine Kollegen haben sie für gut befunden. Nur: Wie geht man vor, wie lässt sich das Ganze finanzieren? Ein Budget dafür gibt es nicht, wohl aber engagierte Kollegen und Ehrenamtliche, die diese freundlichen Anrufe tätigen. Es brauchte also eine Anschubfinanzierung und gute Öffentlichkeitsarbeit. Nun sind die Diakonie Hochfranken und die Frankenpost gemeinsam Partner mit dem Angebot "Anrufgeschenk" - und der Rotary-Club Hof-Bayern als Dritter im Bunde hat eine Anschubfinanzierung von 3500 Euro gespendet. Wie beim Treffen Dr. Hanns-Peter Ohl - er war bis vor Kurzem Präsident des Rotary-Clubs Hof-Bayern - erläuterte, hatte er seine Amtszeit unter den Schwerpunkt der Seniorenarbeit gestellt. Und da das Angebot des "Anrufgeschenks" auch für Senioren gilt, spenden die Rotarier gerne Geld aus dem Erlös der Weinmesse in Hof, die sie organisiert haben, für das Projekt.

Gut zu wissen

Ein Faltblatt, das über das Anrufgeschenk informiert und gleichzeitig ein Gutschein für ein solches Geschenk ist, liegt in allen Einrichtungen der Diakonie Hochfranken und in den Geschäftsstellen der Frankenpost aus.

Wer einen Anruf verschenken möchte oder sich auch selbst über einen Anruf freut, füllt das Faltblatt aus; man kann es bei der Diakonie Hochfranken oder der Frankenpost abgeben oder es dorthin schicken.

Die Diakonie schickt dann eine Karte mit einem Terminvorschlag für den Anruf an den Beschenkten, sodass dieser informiert ist über den geplanten Anruf.

 

Nun gilt es, das "Anrufgeschenk" bekannt zu machen, damit die Menschen es nutzen können. Die Frankenpost hat Faltblätter ge druckt, die in allen Einrichtungen der Diakonie Hochfranken sowie in den Frankenpost -Geschäftsstellen ausliegen. Das Faltblatt bietet gleichzeitig Informationen und ist ein Gutschein für ein Anrufgeschenk - denn das Angebot ist völlig kostenlos. Wer sich selbst oder einem anderen die Freude machen will, füllt das Faltblatt aus, mit Namen und Telefonnummer von sich selbst und dem zu Beschenkenden, und schickt es an die Diakonie Hochfranken beziehungsweise gibt es am Klostertor 2 in Hof oder bei der Frankenpost in der Poststraße 9-11 ab. Eine Mitarbeiterin oder ein Ehrenamtlicher nimmt dann den Kontakt zu dem oder der Beschenkten auf und bietet einen Gesprächstermin an. Die Koordinierung liegt in Händen von Isabel Wolf von der Diakonie Hochfranken. Um das Projekt weiter bekannt zu machen, will sie es auch in Seniorenkreisen und Altenheimen vorstellen.

 

"Uns ist wichtig, dass sich der Beschenkte nicht überrumpelt fühlt und dass er etwas Schriftliches in der Hand hat", erklärt Eva Döhla, bei der Diakonie zuständig für Kommunikation und Marketing. Das "Anrufgeschenk" verpflichte Schenkende und Beschenkte zu nichts - es biete eine Chance. "Wir sind offen für alle Fragen, die das alltägliche Leben betreffen, wir haben kompetente Mitarbeiter und können auf viele Fachberater verweisen. Wir kümmern uns gerne", erklärte Döhla.

Das "Anrufgeschenk" passe sehr gut in das Projekt "Consenio - selbstbestimmt leben", meint Birgit Döhne, Marketing-Leiterin der Frankenpost . Dieses Projekt ist eine Veranstaltungsreihe der Frankenpost , die zum Leben in der zweiten Lebenshälfte umfassend informiert, unter den verschiedensten Facetten - bis hin zur Senioren-Modenschau. Deshalb plane man auch, im Herbst einen Teil des Erlöses aus einem Chorprojekt in die Aktion "Anrufgeschenk" einfließen zu lassen.

Auch Dr. Hanns-Peter Ohl hält das "Anrufgeschenk" für eine gute Idee - und die Diakonie Hochfranken sei die richtige Stelle, an die sich alle mit ihren Fragen wenden können.

Autor

Lisbeth Kaupenjohann
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Veröffentlicht am:
10. 07. 2018
19:26 Uhr

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Lisbeth Kaupenjohann

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Veröffentlicht am:
10. 07. 2018
19:26 Uhr



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