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Ein Heft für Hofer Veggies

Vier Schülerinnen haben eine Broschüre für Veganer und Vegetarier erstellt. Darin finden sich Rezepte, Infos zu Ersatzprodukten, und Restaurants in der Umgebung.



Julia Müller, Theresa Ott, Jasmin Hoffmann und Nathalie Henze (von links) haben sich je zwei Wochen vegan und vegetarisch ernährt, um Erfahrungen für die Erstellung ihrer Broschüre zu sammeln. Sie liegt demnächst unter anderem im Ticketshop der Frankenpost aus.	Foto: Ertel
Julia Müller, Theresa Ott, Jasmin Hoffmann und Nathalie Henze (von links) haben sich je zwei Wochen vegan und vegetarisch ernährt, um Erfahrungen für die Erstellung ihrer Broschüre zu sammeln. Sie liegt demnächst unter anderem im Ticketshop der Frankenpost aus. Foto: Ertel  

Hof - Wie wird Tofu hergestellt? Welche alternativen Produkte gibt es für Honig und Käse? Und vor allem: Gibt es in Hof und Umgebung ausreichend Anbieter für vegane und vegetarische Produkte? Vier Schülerinnen des Johann-Christian-Reinhart-Gymnasiums in Hof haben sich im Rahmen des P-Seminars "Vegetarisch-vegane Ernährung im Experiment" mit dieser alternativen Ernährungs- und Lebensweise beschäftigt. Entstanden ist eine Broschüre, die zeigt, dass Vegetarier und Veganer auch in Hof gut leben - und essen - können.

Broschüre

Die Broschüre "Vegane und vegetarische Ernährung; Veganes und vegetarisches Essen in Hof und Umgebung" hat eine Auflage von 300 Stück und ist in Kürze unter anderem im Ticketshop der Frankenpost erhältlich.

Denn dieser Lebens- und Ernährungsstil boomt: Der Vegetarierbund VEBU veröffentlicht Schätzungen, nach denen sich rund zehn Prozent der Deutschen vegetarisch ernähren. Verschiedene wissenschaftliche Studien gehen hingegen von 1,8 bis 3,7 Prozent der Deutschen aus. Darin enthalten sind auch Veganer.

Gleichwohl wächst der Markt für vegetarische und vegane Lebensmittel. Veggie-Schnitzel, fleischlose Bratwürste und Soja-Frikadellen erobern die Supermärkte. Vor allem bei den Fleisch- und Milchalternativen und im Bereich Frühstück mit pflanzlichen Brotaufstrichen, Müsli und Cornflakes steigen nach Angaben des Instituts für Handelsforschung in Köln (IFH) die Umsätze. Fleischlose Produkte sprechen dabei auch jene Konsumenten an, die einfach nicht jeden Tag Fleisch essen wollen. Dabei sind diese Produkte ein "Frauenthema": Veganer und Vegetarier sind zu 81 Prozent weiblich, jung (bis 29 Jahre) und gut gebildet.

In dieses Bild passen die Hofer Gymnasiastinnen Julia Müller, Theresa Ott, Jasmin Hoffmann und Nathalie Henze: Sie sind zwischen 17 und 19 Jahre alt und haben sich im Rahmen ihrer Recherchen für die Broschüre jeweils zwei Wochen vegan und vegetarisch ernährt. "Wir wollten eigene Erfahrungen sammeln", erklärt Julia Müller. Drei Monate nahm die Erstellung des Heftes in Anspruch. In dieser Zeit trugen die Schülerinnen Infos zusammen, telefonierten mit den regionalen Anbietern und gestalteten ihr Werk.

Die Broschüre soll einen praktischen Nutzen haben: Hier sind die Einkaufsmöglichkeiten in Hof und Umgebung dargestellt - auf einer Landkarte und mit Adressen. Das Angebot ist dabei vielfältig. Denn nicht nur Bioläden und Drogerien bieten vegane und vegetarische Produkte an, sondern zunehmend auch Discounter und Supermärkte. Auch einige Restaurants in der Region sind gut aufgestellt. "Das Angebot ist besser als gedacht", bilanziert Theresa Ott. Ihre Mitschülerin Julia Müller pflichtet ihr bei: "Es ist erstaunlich, wie viele Märkte Pflegeprodukte verschiedener Hersteller anbieten."

Aber auch Nachteile haben die Schülerinnen bei ihrem Selbstversuch ausgemacht: "Man muss sich beim Einkaufen die Zusammensetzung der Produkte durchlesen. Das braucht Zeit", sagt Jasmin Hoffmann. Nathalie Henze ergänzt: "Sich vegetarisch zu ernähren ist kein Problem. Bei veganen Lebensmitteln muss man tiefer in die Tasche greifen."

Die Autorinnen erklären auch allgemeine Begriffe wie Vegetarismus und Veganismus, listen einige alternative Lebensmittel für Fleisch, Milch, Käse und Honig auf wie Tofu, Sojamilch, Tempeh und Agavensirup und liefern Erläuterungen zu den Lebensmitteln und ihrer Erzeugung. In einer Übersicht zeigen sie zudem Gründe für den Verzicht auf tierische Produkte auf. Dazu zählen Massentierhaltung, Pelzzucht und Tierversuche. Sie thematisieren aber auch die Gewinnung von Wolle und Leder sowie die Tierhaltung im Zoo.

Autor
Julia Ertel

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Veröffentlicht am:
16. 01. 2018
19:21 Uhr

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Julia Ertel

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16. 01. 2018
19:21 Uhr



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