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Ein Spagat zwischen sozial und wirtschaftlich

Die Baugenossenschaft Hof setzt auf Wohnungen, die bezahlbar bleiben sollen. Die Herausforderung dabei ist, Nachhaltigkeit und Qualität nicht aus den Augen zu verlieren.



Ein Spagat zwischen sozial und wirtschaftlich
Ein Spagat zwischen sozial und wirtschaftlich  

Hof - Die Baugenossenschaft Hof (BG) ist mit rund 3600 Mietwohnungen eine der größten Baugenossenschaften in Bayern und der größte Anbieter auf dem Hofer Wohnungsmarkt. Erst im September feierte sie Richtfest für eine Anlage mit zunächst 24 Wohnungen im ersten und 13 weiteren im zweiten Bauabschnitt in der Johann-Weiß-Straße. Für fast alle Wohnungen gebe es jetzt schon zwei bis drei Vormerkungen, erklärt Vorstandsvorsitzende Daniela Rödel. Und das, obwohl die Miete mit 7,90 Euro über dem Wert des offiziellen Mietspiegels in Hof liegt. Erfahrungsgemäß können allerdings zum Bezugstermin meist doch alle noch gültigen Nachfragen berücksichtigt werden.

Auf der einen Seite könne die BG insbesondere bei Neubau oder modernisiertem Wohnraum die Nachfrage kaum bedienen, sagt Rödel. Auf der anderen Seite stellt sie fest: "Die BG baut Standard - und dennoch übersteigen die Mietkosten bei Neubau das Zahlungsvermögen der meisten Hofer Bürger". Am Grundsatz, dass die Mieten sozial verträglich sein sollen, halte die Genossenschaft aber weiterhin fest.

Für den Begriff "Hochwertigkeit" hat die Hofer Baugenossenschaft aus ihrem Selbstverständnis heraus eine ganz eigene Definition: nachhaltig, dauerhaft nutzbar, energieeffizient und bezahlbar. "Da wir die Gebäude auch betreuen, tragen wir die Fehler, die wir beim Bau machen, 70 Jahre mit uns weiter", so erklärt Rödel den Anspruch der Nachhaltigkeit. Von der Planung über die Nutzung bis hin zur Entsorgung betrachte die BG das Objekt immer in seiner Gesamtheit. Um eine möglichst dauerhafte Nutzung gewährleisten zu können, müssen die verwendeten Materialien zum einen strapazierfähig, zum anderen jedoch auch für möglichst viele Kunden ansprechend sein. In Sachen Energieeffizienz wird der Bestand nach und nach umgerüstet.

Die Gratwanderung zwischen sozialer Verträglichkeit und Wirtschaftlichkeit ist vor allem bei Neubauten eine Herausforderung, da die gesetzlichen und sonstigen Anforderungen enorm gestiegen seien, sagt Daniela Rödel. Beispielhaft weist sie auf die Trinkwasserverordnung hin und auf die Pflicht, Rauchmelder in den Wohnungen zu installieren und zu betreiben. Die Baukosten würden auch durch die hohe Auslastung der Handwerker und steigende Rohstoffpreise immer schwerer kalkulierbar. Um die Mieten dennoch bezahlbar zu halten, verzichtet die BG auf teure Extras wie Aufzüge und rechnet "mit spitzem Stift" - wo immer das eben möglich sei.

Autor

Vera Dorschner
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Veröffentlicht am:
31. 10. 2019
19:12 Uhr

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Vera Dorschner

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Veröffentlicht am:
31. 10. 2019
19:12 Uhr



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