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Hof

Erste Steine für ein buntes Haus

Die Lebenshilfe Hof baut eine neue Einrichtung. Das Konzept ist bayernweit einmalig.



Die Kinder aus dem Therapeutisch-Pädagogischen Zentrum in Hof freuen sich schon auf den neuen Bau, der an der Stelle der alten Gärtnerei entstehen soll. Sie machen bei strahlendem Sonnenschein die Baustelle unsicher beim Spatenstich mit (hinten von links) Architekt Gernot Heinz, Pfarrer Dieter Knihs, Siegfried Wonsack, Geschäftsführer der Lebenshilfe, Bürgermeister Eberhard Siller, Ute Mai, Leiterin des Montessori-Kinderhauses der Lebenshilfe, Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner, Johannes Frisch, Leiter der heilpädagogischen Tagesstätte der Lebenshilfe, Mike Oppe von der Firma HTR in Oelsnitz und Gerriet Giebermann, Vorsitzender der Lebenshilfe in Hof. Foto: Ertel
Die Kinder aus dem Therapeutisch-Pädagogischen Zentrum in Hof freuen sich schon auf den neuen Bau, der an der Stelle der alten Gärtnerei entstehen soll. Sie machen bei strahlendem Sonnenschein die Baustelle unsicher beim Spatenstich mit (hinten von links) Architekt Gernot Heinz, Pfarrer Dieter Knihs, Siegfried Wonsack, Geschäftsführer der Lebenshilfe, Bürgermeister Eberhard Siller, Ute Mai, Leiterin des Montessori-Kinderhauses der Lebenshilfe, Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner, Johannes Frisch, Leiter der heilpädagogischen Tagesstätte der Lebenshilfe, Mike Oppe von der Firma HTR in Oelsnitz und Gerriet Giebermann, Vorsitzender der Lebenshilfe in Hof. Foto: Ertel  

Hof - Die Bauarbeiten sind bereits in vollem Gange. Am Donnerstag fand nun bei strahlendem Sonnenschein und eisiger Kälte der Spatenstich für einen Neubau der Lebenshilfe in der Erlhofer Straße statt. An der Stelle, wo fast 70 Jahre eine Gärtnerei stand, entstehen jetzt Gebäude, in denen Räume für Kinderbetreuung und das bayernweit einmalige Projekt "begleitete Elternschaft" Platz finden. Wenn alles nach Plan läuft, soll das Projekt im Laufe des Jahres 2021 abgeschlossen sein.

Der Neubau soll 6,8 Millionen Euro kosten. Gefördert wird das Projekt von der Benefizaktion "Sternstunden" des Bayerischen Rundfunks, von der Oberfrankenstiftung, der Landesstiftung und der Aktion Mensch. Zwei Millionen Euro trägt die Lebenshilfe.

Vorsitzender der Lebenshilfe, Gerriet Giebermann, erklärte mit einem Bild, was hinter dem Projekt steckt: "Früher wurden an dieser Stelle in der Gärtnerei Pflanzen gezogen. Das Gleiche machen wir: Wir werden hier unsere Pflänzchen, die Kinder, hegen und pflegen, damit sie gut wachsen können." Das Ganze - wie bei der Lebenshilfe üblich - integrativ.

Neben der Kinderbetreuung - drei Kindergartengruppen, zwei Kinderkrippengruppen, eine Kinderhortgruppe für Kinder mit und ohne Einschränkungen sowie Räumen für die Schulvorbereitende Einrichtung (SVE) - soll hier auch die "begleitete Elternschaft" verwirklicht werden. "Damit wollen wir Familien helfen, zusammenzubleiben, wenn sie es alleine nicht schaffen können."

Die Einzelheiten des Projekts erläuterte dann Siegfried Wonsack, Geschäftsführer der Lebenshilfe. "Das Konzept sieht vor, dass hier vier Appartements entstehen, in denen zum Beispiel Mütter mit geistiger Behinderung leben können." In der Regel werde es so sein, dass die Mütter ihre Kinder nebenan in Betreuung geben und in einer der Werkstätten der Lebenshilfe beschäftigt sind. Der Bezirk habe länger gebraucht, um dieses neuartige Projekt zu genehmigen. Zwischenzeitlich seien die Grundstückspreise angestiegen, ergänzte Giebermann.

Im Jahr 2016 bat der Hofer Bürgermeister Eberhard Siller die Lebenshilfe - mit Verweis auf den steigenden Bedarf - um die Schaffung weiterer Betreuungsplätze. Nun dankte der Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner der Lebenshilfe für die Umsetzung des Projektes: "Sie unterstützen uns dabei, unserer Verpflichtung nachzukommen." In der Stadt Hof lägen 100 Prozent der Betreuungsplätze in freier Trägerschaft, die von der Stadt bezuschusst würden.

Architekt Gernot Heinz hat schon mehrere Objekte für die Lebenshilfe gebaut. Nun erläuterte er die aktuelle Maßnahme. Auf insgesamt 5200 Quadratmetern Grundstücksfläche entstehen Gebäude mit einer Grundfläche von 2200 Quadratmetern. Das Projekt besteht aus einem zweigeschossigen Gebäude, in dem im Obergeschoss die SVE und im Untergeschoss die begleitete Elternschaft untergebracht sind. Dieser Bau wird entlang der Straße stehen. Die Appartements für die begleitete Elternschaft sollen einen Wohn- und Schlafbereich sowie eine Küche enthalten.

Das Gebäude werde ein Betonstahlbau sein, die Fassaden massiv, das Dach begrünt und innen wird es mit Trockenbauwänden ausgebaut. Es bekommt eine Fußbodenheizung und eine Photovoltaikanlage. Aktuell werden auf der Baustelle Entwässerungsleitungen gesetzt und die Bodenplatte vorbereitet.

In sechs kleineren Nebengebäuden, die durch einen lichtdurchfluteten Flur miteinander verbunden sind, finden die Kinderbetreuungsgruppen Platz. Es soll zudem einen Innenhof geben, einen Mehrzweckraum mit flexibler Trennwand und eine Küche. "Oberste Priorität hat Barrierefreiheit", betonte Heinz.

Die Lebenshilfe wächst, weil der Bedarf steigt, sagte Giebermann. Aktuell sei man an weiteren Bauprojekten dran. In Oberkotzau wird derzeit etwa eine weitere Werkstatt errichtet. In Planung sei ein Wohnheim.

Autor
Julia Ertel

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Veröffentlicht am:
05. 12. 2019
18:54 Uhr

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Julia Ertel

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05. 12. 2019
18:54 Uhr



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