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Explosion der Kunst und Kultur

Anfang Oktober steigt zum vierten Mal die Hoftexplosion, das große Festival für Kreative. Die Macher bereiten gerade die Hallen vor und feilen am Programm.



Sie planen,und organisieren die Hoftexplosion (von links): Annette Ohl, Daniel Lang und Manuel Hoffmann. Foto: Ertel
Sie planen,und organisieren die Hoftexplosion (von links): Annette Ohl, Daniel Lang und Manuel Hoffmann. Foto: Ertel  

Hof - Paletten, Kanister, Draht, Rohre und Kisten stehen und liegen in den Hoftex-Hallen herum. Das kreative Chaos ist perfekt. Noch. Denn in drei Wochen - vom 5. bis 7. Oktober - soll hier das große Kunst- und Kulturfestival Hoftexplosion stattfinden. Bis dahin hat alles seinen Platz gefunden. Die Organisatoren sind derzeit dabei, die ehemaligen Industriehallen der Hoftex Group in der Schützenstraße vorzubereiten, die letzten Künstler zu engagieren und das Programm zu planen. Das erzählen bei einem Pressetermin die Planer Daniel Lang und Manuel Hoffmann sowie Annette Ohl, die für die Kommunikation zuständig ist.

Etwa zwölf Leute - hauptsächlich vom evangelischen Jugendprojekt "Das Loch" - sind mit der Organisation und den Vorarbeiten beschäftigt. Während des Events helfen dann etwa 50 Ehrenamtliche mit, damit an drei Tagen alles glatt läuft.

Es soll durchgehend Programm geben, beginnend am Freitag um 11 Uhr: Ausstellungen, Performance, Lesungen, Poetry Slam, Party, Konzerte und vieles mehr. Zum Programm wollen Hoffmann und Lang noch keine Details verraten, denn einige von den Künstlern und Acts stehen noch nicht fest. Vor allem der Sonntag - der in diesem Jahr ein ganz besonderer Tag werden soll - ist noch völlig offen. "Überraschungen soll es ja auch geben", sagt Lang.

Ein paar Highlights geben Hoffmann und Lang aber doch preis: Am Freitagabend um 19 Uhr ist die offizielle Eröffnung, danach wird ein außergewöhnlicher Musiker den Abend gestalten. Für die Party am Samstagabend ist eine Post-Rock-Band aus Dortmund engagiert, die Magma Waves. Als Anheizer fungiert eine Live-Electro-Band aus Leipzig.

Beständigkeit und Wandel prägen das Konzept des Festivals: Einerseits wollen die Organisatoren - dem Spirit des Events folgend - kreative Menschen aus der Region und von weiter her fördern. Andererseits wollen sie ihrem Grundsatz der Veränderung treu bleiben, der dem Ansatz des "Streetart" innewohnt, und den Besuchern immer wieder Neues bieten. Deshalb wird der Ort des Geschehens - die zwei insgesamt 3500 Quadratmeter großen Hallen - optisch neu gestaltet. "Wir arbeiten dabei wieder viel mit Paletten, weil das ein günstiges Material ist. Aber wir fügen auch Elemente aus Stahl und Metall dazu, um den Flair des Industriegebäudes zu betonen", sagt Daniel Lang. Gitter und Gerüste sollen als Träger für Kunstwerke dienen und Aufenthaltsräume schaffen. Außerdem sollen Industrie-Kannen, Rohre und Kanister zu Installationen umfunktioniert werden.

Etwa 50 Künstler sind heuer dabei. "Sie zeigen Kalligrafien, Tattoos, Fotografien, Kunsthandwerk, Streetart, Gemälde und vieles mehr", sagt Lang. Profis und Amateure sind unter ihnen, bekannte und unbekannte Künstler, die Jüngste ist 14, die Älteste über 60 Jahre alt. "Die Künstler inspirieren sich untereinander, arbeiten und verwirklichen auch nach dem Festival Projekte miteinander", sagt Hoffmann.

Dass die Künstler sich wohlfühlen, ist den Machern besonders wichtig. Denn: "Sie knien sich rein und verlangen dafür keine Gage", sagt Lang. Annette Ohl ergänzt: "Es ist eine Low-Budget-Veranstaltung und 90 Prozent der Leute engagieren sich hier ehrenamtlich." Der Hauptsponsor bleibe die Hoftex Group, 25 weitere kleinere Sponsoren unterstützten das Event.

Etwa 5000 Besucher hat die Veranstaltung im vergangenen Jahr angezogen. Nach dem Ende im Jahr 2017 wollten die Organisatoren eigentlich 2018 mit neuem Konzept an anderem Ort durchzustarten. Nun gibt es doch eine Fortsetzung an selber Stelle. "Die vorläufig allerletzte", sagt Daniel Lang. Es sei jedes Jahr eine Überraschung, ob es im Jahr darauf genauso weitergeht. Denn das Vergängliche gehört ja zum Konzept.

Autor
Julia Ertel

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Veröffentlicht am:
12. 09. 2018
18:26 Uhr

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Julia Ertel

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Veröffentlicht am:
12. 09. 2018
18:26 Uhr



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