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FH verbucht Amok-Alarm als Übung

Nach dem Missverständnis an der Verwaltungs-FH, bei dem ein Männer-Streich als Angriff interpretiert wurde, laufen Gespräche. Auch die Staatsanwaltschaft ermittelt noch.



Hof - Knapp drei Wochen ist es her, als ein Großaufgebot der Polizei zur Verwaltungs-FH in Hof raste. Amok-Alarm, hieß es. Zum Glück hatte sich schnell herausgestellt: alles ein großes Missverständnis. Ein Student war mit einer Nerf-Gun, einem bunten Spielzeuggewehr, über den Campus gelaufen - und hatte eine Kommilitonin erschreckt (die Frankenpost berichtete). Zu den Akten gelegt hat die Sache dennoch niemand - weder die Polizei noch die Staatsanwaltschaft. Und auch an der Verwaltungs-FH bleibt der Vorfall ein Thema.

Eigentlich ist es Harald Wilhelm gar nicht recht, dass über die Angelegenheit schon wieder berichtet wird. Daraus macht der Direktor der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung und Rechtspflege (FHVR) keinen Hehl. Zu hoch schlugen ihm die Wellen in den Medien nach dem unglücklichen Vorfall. "Wichtig ist jetzt, die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen", sagt Wilhelm im Gespräch mit unserer Zeitung. Sowohl die FH als auch die Polizei verbuchten den Einsatz als ungeplante Großübung, die es jetzt auszuwerten gilt. "Eigentlich hat alles super geklappt. Aber an einigen Stellen hätte es besser laufen können", bilanziert der Schulleiter. Ende Februar steht deshalb ein Gespräch mit der Hofer Polizei an. Und auch mit den Gruppensprechern der Studentenvertretung wird sich Wilhelm in Kürze an einen Tisch setzen. Denn eines wollen alle Parteien: dass sich so etwas nicht wiederholt.

Für den Studenten mit der Nerf-Gun - bei seinen Kommilitonen seit langem als Spaßvogel bekannt - hatte der Vorfall zumindest keine ernsteren Konsequenzen. Der 34-jährige angehende Beamte habe zwar bei seinem Dienstherrn vorsprechen und erklären müssen, wie sich die Geschichte aus seiner Sicht abgespielt hat. "Aber er ist nach wie vor hier Student - sozusagen auf Bewährung", sagt Wilhelm mit einem Augenzwinkern.

Die Staatsanwaltschaft ist ebenfalls noch mit der Sache befasst. "Die Ermittlungen dauern an", sagt Gerhard Schmitt, der leitende Oberstaatsanwalt. Über das Ergebnis werde man die Öffentlichkeit zeitnah informieren. glas

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Das große Missverständnis

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Veröffentlicht am:
08. 02. 2016
00:00 Uhr

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08. 02. 2016
00:00 Uhr



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