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Feuerwehr hat neue Kommandanten

Peter Faber gibt sein Amt an Horst Herrmann ab, Stellvertreter wird Markus Ott. Die Wehr mahnt eine rasche Sanierung ihres Gebäudes an, um schnelles Ausrücken zu sichern.



Die neuen Kommandanten der Hofer Feuerwehr: Stadtbrandrat Horst Herrmann (rechts) und sein Stellvertreter, Stadtbrandinspektor Markus Ott.
Die neuen Kommandanten der Hofer Feuerwehr: Stadtbrandrat Horst Herrmann (rechts) und sein Stellvertreter, Stadtbrandinspektor Markus Ott.   » zu den Bildern

Hof - Zur Hauptversammlung haben sich die Hofer Feuerwehrmitglieder in der Bürgergesellschaft getroffen. Im Mittelpunkt standen die Wahlen der Kommandanten und der Mannschaftsvertreter sowie Ehrungen.

Offiziell bestätigt

Nur Formsache ist die Bestätigung der Kommandanten durch den Stadtrat gewesen. Am Montagnachmittag setzte der Haupt- und Finanzausschuss den neuen Kommandanten und seinen Stellvertreter per einstimmigem Votum offiziell ein. Die Bezeichnung Stadtbrandrat trägt Horst Herrmann übrigens deshalb, weil er die Aufgaben eines Kreisbrandrats in einer kreisfreien Stadt wahrnimmt. Die Amtszeit der neuen Feuerwehr-Chefs beginnt am 1. Mai.

 

Der scheidende Stadtbrandrat Peter Faber blickte zunächst auf seine mehr als 20 Jahre währende Tätigkeit im Kommando zurück, auf die zahlreichen Fahrzeugbeschaffungen und den Neubau der Feuerwache. Das Jahr 2017 beschrieb er als "durchschnittliches Jahr" mit wenigen Großereignissen im Stadtgebiet, aber doch stattlichen 611 Einsätzen. Störend seien für die ehrenamtlichen Kräfte vor allem die immer häufigeren nächtlichen Fehlalarme durch Brandmeldeanlagen, "die manchen Kameraden ganze Nächte rauben", oft ausgelöst durch Speisedünste oder technische Defekte.

 

Die Anzahl der Sicherheitswachen sei konstant. Seit der Eröffnung der neuen Freiheitshalle gebe es im Durchschnitt eine Veranstaltung pro Woche, wo die Feuerwehr benötigt werde. Hinzu kämen die Theater-, Sonn- und Feiertagswachen und besondere Wachen zum Beispiel beim Volksfest.

Die stark zunehmenden Arbeiten im Bereich des hauptamtlichen Personals - vor allem in Hinblick auf die Bürokratie und immer kompliziertere Gerätschaften - sorgten für enormen Aufwand. Hier liefen bereits Gespräche über zusätzliche Stellen im Bereich der Feuerwache.

Faber mahnte an, dass es auch bei den Sanierungen am Hallplatz vorangehen müsse, um die Ausrücke-Sicherheit zu gewährleisten. So stünden Wohnungen leer, die man gern wieder besetzen möchte.

Auch 2017 gab es wieder viele kleine Anschaffungen. Außerdem wurde der Auftrag für ein neues Löschgruppenfahrzeug LF 20 als Ersatz für das mittlerweile 41 Jahre alte Tanklöschfahrzeug in Moschendorf in Auftrag gegeben. Ende Juni/Anfang Juli soll es eintreffen. Durch die Unterstützung von Sponsoren konnte die Wehr ein neues Werbemobil anschaffen. Die Versicherungskammer Bayern hat einen "Schaumtrainer" für die Ausbildung übergeben. Für 2018 steht die Beschaffung eines Kleinalarmfahrzeuges sowie eines "Abrollbehälters Gefahrgut" an.

Da im Juli 2017 die zweite Drehleiter wegen technischer Mängel außer Dienst gestellt werden musste, läuft zurzeit die Beschaffung eines Neufahrzeugs. Übergangsweise stellt die Feuerwehr Rehau ihre alte Leiter als Ersatz zur Verfügung. Faber dankte für die unbürokratische Hilfe.

Der Altersdurchschnitt der Hofer Fahrzeuge steige nach jahrelangen Investitionsstaus weiter, warnte der scheidende Stadtbrandrat. Mit Sicherheit müsse die Stadt dies bereits 2019 im Haushalt berücksichtigen.

Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner bedankte sich bei den drei scheidenden Kommandomitgliedern für die langjährige Zusammenarbeit sowie allen Kameradinnen und Kameraden für ihr Engagement und deren Familien für das Verständnis für die Tätigkeiten in der Feuerwehr. Fichtner versprach, sich für die weiteren Sanierungen am Hallplatz einzusetzen, und freute sich, dass die Stadt nun wieder in die Feuerwehr investieren könne. Zudem werde er sich für die geforderten weiteren Stellen in der Wache stark machen. Zum Abschluss wünschte Fichtner weiterhin so viel Engagement der Wehrleute, "damit die Hofer auch weiterhin auf eine leistungsfähige Feuerwehr zählen können".

Es folgten der Jahresbericht von Schriftführer Peter Wagner mit einer Aufstellung der Mitglieder und Funktionen, der Fahrzeuge, der Aktivitäten der Seniorengruppe, von Jugendgruppe, Tauchergruppe und Unterstützungsgruppe sowie der Löschgruppen.

Die Wahlen hatten folgende Ergebnisse:

Kommandant, Vorsitzender und Stadtbrandrat: Horst Herrmann.

Stellvertretender Kommandant, zweiter Vorsitzender und Stadtbrandinspektor: Markus Ott.

Schriftführer: Gerd Schmidt.

Kassier: Ralf Klaschka.

Kassenprüfer: Markus Hüttner, Steffen Sommermann.

Mannschaftsvertreter: Jennifer Abel, Swen Schramm und Peter Wagner.

 

Geehrt wurden für zehn Jahre: Jens Jahn, Sonja Müller-Stroh und Philip Tröger. Für 20 Jahre: Susanne Bachmann (Hofeck), Stefan Gemeinhardt (Eppenreuth), Sascha Narr, Marc Sauermann und Philipp Stöhr. Für 30 Jahre: Markus Goller (Eppenreuth) und Oliver Müller (Moschendorf).

Die für 25 und 40 Jahre Geehrten werden ihre Ehrungen im Rahmen einer Feierstunde im Rathaus erhalten. Für 25 Jahre: Heiko Goller (Eppenreuth) und Wolfgang Hoffmann (Moschendorf). Für 40 Jahre: Reiner Rußler und Gerhardt Seidel (ehemalige Feuerwehr Hof-Osseck).

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Veröffentlicht am:
16. 04. 2018
20:06 Uhr

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16. 04. 2018
20:06 Uhr



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