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Hof

Frauenpower gegen den Fachkräftemangel

Die Wirtschaftsregion Hochfranken will sich stärker dafür einsetzen, dass Firmen gutes Personal bekommen. Projekt- Managerin Linda Wunderlich hat etliche Ideen.



Linda Wunderlich (Mitte) verstärkt das Team der Wirtschaftsregion Hochfranken. Darüber freuen sich Geschäftsführerin Sabrina Kaestner und Vorstandsvorsitzender Dr. Hans-Peter Friedrich. Foto: Matthias Will
Linda Wunderlich (Mitte) verstärkt das Team der Wirtschaftsregion Hochfranken. Darüber freuen sich Geschäftsführerin Sabrina Kaestner und Vorstandsvorsitzender Dr. Hans-Peter Friedrich. Foto: Matthias Will  

Hof - Der Regionalmarketing-Verein Wirtschaftsregion Hochfranken hat Verstärkung bekommen. Die 24 Jahre alte Linda Wunderlich übernimmt die Aufgabe als Projekt-Managerin "Fachkräfte für Hochfranken". Die Stelle wird vom Freistaat Bayern gefördert und ist auf drei Jahre ausgelegt. Die 150 000 Euro, die die Staatsregierung der Wirtschaftsregion jährlich zur Verfügung stellt, fließen jedoch nicht komplett in die Fachkräftesicherung. 50 000 Euro davon werden für das Projekt "Kompetenznetzwerk Wasser und Energie" aufgewendet.

Die neue Projekt-Managerin

Linda Wunderlich (24) absolvierte nach dem Abitur in Selb ein BWL-Studium an der Hochschule Hof. Zusätzlich zum Bachelor-Abschluss hat sie einen Master in Marketing Management. Sie war wissenschaftliche Hilfskraft am Marketing-Lehrstuhl an der Hochschule Hof. Die gebürtige Höchstädterin absolvierte ein Praxissemester bei Vishay in Selb und arbeitete als Werkstudentin bei Wilo. Ihre Bachelor-Arbeit schrieb Wunderlich bei der Firma Rapa zum Thema Personalrekrutierung mit Hilfe sogenannter sozialer Medien.


Der Vorstandsvorsitzende der Wirtschaftsregion Hochfranken, Dr. Hans-Peter Friedrich, und Geschäftsführerin Sabrina Kaestner sagten am Freitag in einer Pressekonferenz in Hof, dass die Fachkräftesicherung für die hiesige Wirtschaft eine herausragende Rolle spiele. Deswegen wolle man Unternehmen dabei gezielt unter die Arme greifen. Denn Hochfranken werde in einen "Wettbewerb um gutes und hoch qualifiziertes Personal eintreten, der sich aufgrund schrumpfender Bevölkerung in ganz Deutschland abzeichnet". Projekt-Managerin Linda Wunderlich, die aus dem Fichtelgebirge stammt und an der Hochschule Hof studierte, stellte erste Projekte vor, die der Regionalmarketing-Verein gemeinsam mit Akteuren aus Wirtschaft, Wissenschaft und Schulen umsetzen möchte.

So soll es eine digitale Plattform geben, die über Hochfranken informiert. Ziel sei es, damit die Außenwirkung des Raums Hof-Wunsiedel zu stärken und überregionale Strahlkraft zu entfalten, sagte Wunderlich. Auch auf Veranstaltungen außerhalb der Region - etwa bei Messen - will die Wirtschaftsregion Hochfranken künftig präsent sein. Man wolle gezielt diejenigen Fach- und Führungskräfte ansprechen, die die hiesigen Unternehmen bräuchten, erläuterte die Projekt-Managerin. Um den Bedarf zu ermitteln, seien Workshops mit den Firmen geplant. Mit einigen Initiativen wie etwa der Schultaschen-Aktion hat der Verein bislang schon Werbung beim Nachwuchs gemacht. Nun will man die Berufsorientierung weiter verbessern und den Austausch mit Schulen intensivieren. Eltern, aber auch Lehrer wolle man noch mehr darüber informieren, was die regionale Wirtschaft zu bieten hat - von Ausbildungsmöglichkeiten bis hin zu Karriereperspektiven, unterstrich Wunderlich. Geschäftsführerin Sabrina Kaestner ergänzte: "Viele Leute in der Region wissen gar nicht, wie spannend unsere Unternehmen sind." Noch mehr als bislang möchte die Wirtschaftsregion um ehemalige Bürger aus Hochfranken werben, die die Region verlassen haben. Angesichts hoher Lebenshaltungskosten in den Metropolen bestünden gute Chancen, gerade Familien zu einer Rückkehr in ihre Heimat zu bewegen, sagte Wunderlich. Mit einer ausgeprägten Willkommenskultur wolle man außerdem Zuzüglern das Einleben erleichtern. Wunderlich betonte: "Ich habe durch verschiedene Tätigkeiten die Wirtschaft in der Region schon ganz gut kennengelernt. Ich freue mich auf meine Aufgabe."

Die Verpflichtung von Wunderlich bezeichnete Vorstandschef Friedrich als "Volltreffer". Sie sei eine optimale Verstärkung für die junge Mannschaft um Geschäftsführerin Sabrina Kaestner. Der Regionalmarketing-Verein habe sich als wichtiger Akteur in Hochfranken längst etabliert und mittlerweile mehr als 300 Mitglieder. Mit der neuen Projekt-Managerin werde die Wirtschaftsregion schlagkräftiger und könne auch überregional Akzente setzen. "Wir können jetzt durchstarten", zeigte sich Friedrich überzeugt.

Vorgestellt wurde bei dem Pressegespräch auch die Image-Broschüre "Karriereziel Hochfranken".

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Matthias Will

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Veröffentlicht am:
27. 04. 2019
00:00 Uhr

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27. 04. 2019
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