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Hof

Freundschaftsfest lockt Tausende nach Hof

Kulinarische Spezialitäten und der Tourismus stehen im Mittelpunkt des dritten deutsch-tschechischen Festes. Das neue Konzept des Hofer Stadtmarketings belebt zwei Straßenzüge.



Rauschender Auftakt zum Deutsch-Tschechischen Freundschaftsfest: Bereits während der Anreise im Zug von Eger über Asch nach Hof spielten die Musiker der Kapelle Krušnohorská muzika böhmische Blasmusik. Der Hofer Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner (von rechts), Regionaldirektor Vladimir Omelka von der Tschechischen Staatsbahn CD und Gisela Meinel-Hansen (links) von der Hofer Brauerei Meinel begleiteten die Gäste von Eger nach Hof.	Fotos: Werner Rost
Rauschender Auftakt zum Deutsch-Tschechischen Freundschaftsfest: Bereits während der Anreise im Zug von Eger über Asch nach Hof spielten die Musiker der Kapelle Krušnohorská muzika böhmische Blasmusik. Der Hofer Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner (von rechts), Regionaldirektor Vladimir Omelka von der Tschechischen Staatsbahn CD und Gisela Meinel-Hansen (links) von der Hofer Brauerei Meinel begleiteten die Gäste von Eger nach Hof. Fotos: Werner Rost   » zu den Bildern

Hof - Eine Stadt, zwei Staatsfahnen und Tausende von Gästen aus vier Ländern - so hat der dritte Deutsch-Tschechische Freundschaftstag in Hof nahtlos an die beiden gelungenen internationalen Feste der Vorjahre angeknüpft. Nicht nur Dutzende von Anbietern aus Bayern und Böhmen hatten ihre Info- und Verkaufsstände aufgeschlagen, auch viele aus Thüringen und dem sächsischen Vogtland nutzten die Gelegenheit, um für ihre regionalen Spezialitäten zu werben.

Eine kulinarische Besonderheit aus Hof lernten die zehn Musiker der böhmischen Blasmusikkapelle Krušnohorská muzika aus Klᚠterec nad Ohrí (Klösterle) bereits im Zug von Cheb (Eger) nach Hof kennen: Hofer Bier, das die beiden Brauereimeisterinnen Gisela und Monika Meinel-Hansen von der Brauerei Meinel vorstellten und zur Verkostung ausschenkten. Gisela Meinel-Hansen erinnerte daran, dass Bier nach Pilsener Brauart eine deutsch-tschechische Erfolgsgeschichte ist, die sich international durchgesetzt hat. "Der bayerische Bierbrauer Josef Groll braute 1842 in Pilsen das erste helle Bier", betonte die Juniorchefin der Hofer Brauerei. Die gebürtige Karlsbaderin Eliška Bilgi, die an der Hofer Fachhochschule Marketing-Management studiert, übersetzte als Willkommensbotschafterin diese Ausführungen für die tschechischen Gäste im Zug.

Auch in der Hofer Innenstadt waren die zweisprachigen Willkommensbotschafter präsent, um alle Fragen der Gäste zu klären. Der mittlerweile traditionelle Deutsch-Tschechischen Freundschaftstag verwandelte die Hofer Innenstadt regelrecht in ein Open-Air-Messegelände für Kulinarik und Tourismus. Ob Hofer Rindfleischwurst oder die typisch böhmische, eigentlich aus der Slowakei stammende süße Backware Trdelník - viele Festbesucher nutzten die Gelegenheit, um vom jeweils Unbekannten zu kosten.

06.05.2019 - 3. Deutsch-tschechischer Freundschaftstag in Hof - Foto: Werner Rost

3. Deutsch-tschechischer Freundschaftstag in Hof am 5. Mai 2
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Broschüren und Kartenmaterial der Tourismusregionen fanden reißenden Absatz. An den tschechischen Info-Ständen waren nicht nur die Hofer Partnerstadt Cheb (Eger), der nächstgelegene Kurort Františ kovy Lázne (Franzensbad) und die gesamte Region Karlovy Vary (Karlsbad) vertreten, sondern sogar der nordostböhmische Bezirk Hradec Králové (Königgrätz). Aus Hochfranken rührte unter anderem das Porzellanikon die Werbetrommel für die hiesigen Museen über das "Weiße Gold". Vertreter aus Thüringen warben für ihre Wanderregionen, und Mitarbeiter der ÖPNV-Zentrale aus dem sächsischen Auerbach erklärten die Vorzüge des internationalen Tagestickets Egronet, mit dem man grenzenlose Ausflüge durch vier Länder unternehmen kann.

Hofs Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner stellte den Fall der Grenzen und die vielfältigen Möglichkeiten des freien Reisens in den Mittelpunkt seiner Rede zur Eröffnung des Freundschaftstags im Museum Bayerisches Vogtland. Fichtner erinnerte an den Fall des Eisernen Vorhangs vor nunmehr fast 30 Jahren. Dabei hob er auch die Verdienste der tschechischen Bevölkerung im Spätsommer 1989 hervor. "Die Tschechen haben den DDR-Flüchtlingen nicht den Weg in die bundesdeutsche Botschaft in Prag versperrt", betonte Fichtner. Er erinnerte daran, dass sich im Herbst 1989 nicht nur die Bürger in der DDR, sondern auch die tschechischen Nachbarn ihre Freiheit erkämpft hatten. "Es ist das Glück unserer Generation, die Trennung zwischen West und Ost überwunden zu haben", betonte Fichtner. Er beschwor angesichts der bevorstehenden Wahl für das EU-Parlament die Grundwerte für ein freies Miteinander in Europa. Vehement sprach sich Fichtner gegen rückwärtsgewandte politische Gruppierungen aus, die innerhalb der EU wieder Grenzen aufbauen wollen.

Als Vertreterin von Hofs Partnerstadt Eger hielt Kulturamtsleiterin PhDr. Marcela Brabacová eine Grußrede. "Der Deutsch-tschechische Freundschaftstag in Hof ist eine liebenswerte Tradition geworden", sagte Brabacová. Sie erinnerte an die Zeit, als Hof und Eger durch den Eisernen Vorhang getrennt und schier unerreichbar weit von einander entfernt waren. "Aus den vielfältigen Projekten unserer Partnerstädte sind viele freundschaftliche Verbindungen entstanden", freute sich die Kulturamtsleiterin.

Das neue Konzept der Geschäftsführerin Silvia Gulden vom Stadtmarketing Hof für das jüngste Freundschaftsfest ist aufgegangen: Im Vergleich zu den Vorjahren waren die Ludwigstraße und die Karolinenstraße ein Schwerpunkt des Besucheraufkommens. Der Flohmarkt in der Karolinenstraße zog viele Schau- und Kauflustige an. Auch die Geschäftsinhaber in diesen beiden Straßen dürften sich während des verkaufsoffenen Sonntags über regen Zulauf gefreut haben.

Die Live-Musik sorgte für Gäste bis in den Abend. Alexander Kaiser hatte die tschechische Musikgruppe Benjamin‘s Clan aus Trutnov (Trautenau) für einen Auftritt im Kunstkaufhaus in der Königstraße gewonnen. Für Nachtschärmer spielte außerdem die Band Captain Fusion Jazzrock im Galeriehaus.

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Werner Rost
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Veröffentlicht am:
06. 05. 2019
00:00 Uhr

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Werner Rost

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