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Hof

Frischekur für die Bildung

Rund 26 Millionen Euro investiert die Stadt Hof derzeit in Baumaßnahmen an Schulen. Die größten sind die Sanierung der FOS/BOS, danach kommt das Schulzentrum dran.



An der Staatlichen Fachoberschule und Berufsoberschule in Hof laufen gerade Sanierungsarbeiten: Elektriker Alexander Raiswich von den Firma ELTEC Döhlau verlegt Stromkabel. Foto: Uwe von Dorn
An der Staatlichen Fachoberschule und Berufsoberschule in Hof laufen gerade Sanierungsarbeiten: Elektriker Alexander Raiswich von den Firma ELTEC Döhlau verlegt Stromkabel. Foto: Uwe von Dorn  

Hof - Eine der größten sozialen Aufgaben der Stadt ist, dafür zu sorgen, dass alle Kinder eine gute Schulbildung bekommen. Dazu gehören auch ordentliche Schulhäuser. "Wir haben zurzeit große Schulsanierungen am Laufen", sagt Bürgermeister Eberhard Siller. Dafür gebe die Stadt insgesamt 26 Millionen Euro aus. Die größten Maßnahmen sind die Generalsanierungen von Staatlicher Fachoberschule und Berufsoberschule (FOS/BOS) und der Johann-Vießmann-Berufsschule. Der Plan ist, möglichst bald nach deren Fertigstellung am Schulzentrum Rosenbühl beginnen zu können.

Maßnahmen aus "KIPS-S", dem Kommunalinvestitionsprogramm Schulinfrastruktur

Berufsschule: Heizung, Sanitäranlagen und Betonstützen. Kosten: rund 1,26 Millionen Euro, Eigenanteil (EA): 671 800 Euro.

Christian-Wolfrum-Schule: Einbau einer neuen Pellet-Heizung. Kosten: 438 600 Euro, EA: 284 700 Euro.

Grundschule Krötenbruck: Ausbau des Dachgeschosses für die Ganztagsbetreuung. Kosten: 300 000 Euro, EA: 87 600 Euro.

Neustädter Schule: Fenster und WC-Anlagen. Kosten: 360 000 Euro, EA: 45 000 Euro.

Johann-Christian-Reinhart-Gymnasium: Dachsanierung 282 200 Euro, EA: 102 200 Euro.

Sophienschule: Erneuerung der Sanitär- und Heizungsanlagen in der Turnhalle. Kosten: 135 000 Euro, EA: 27 000 Euro.

Wirtschaftsschule: Erneuerung der Dacheindeckung. Kosten: 76 400 Euro, EA: 22 400 Euro.

Jean-Paul-Gymnasium: Umbau des Biologiesaals. Kosten hierfür: 176 000 Euro.

Die Stadt bemüht sich, die Schulen nach und nach auf den neuesten Stand zu bringen: Laut Siller habe die Stadt in der Vergangenheit jedes Förderprogramm für Schulbaumaßnahmen genutzt, auch das Bauamt habe sein Möglichstes getan. "Aber es geht nicht alles auf einmal, wir haben zu wenig Mitarbeiter." Außerdem habe die Anschaffung von Modulbauten für die Grund- und Mittelschulen das Konzept über den Haufen geworfen.

 

Die Erneuerung der Johann-Vießmann-Berufsschule soll mit Gesamtkosten von 7,8 Millionen Euro zu Buche schlagen. Sie wird in drei Bauabschnitten umgesetzt. Im ersten und zweiten Bauabschnitt werden der Altbau und Innenhoffassade des Zwischenbaus saniert. Im Anschluss wird im dritten Bauabschnitt der Zwischentrakt selbst erneuert. Zuletzt soll die Schulkantine im Erdgeschoss des Hauptgebäudes neu gestaltet werden. Der erste Bauabschnitt soll laut Bürgermeister Siller Anfang des Jahres 2020 fertig werden. Aufgrund der derzeitigen Konjunkturlage im Baugewerbe sei eine Aussage zur Bauzeit noch nicht möglich, heißt es dazu auf Anfrage aus der Pressestelle der Stadt Hof.

Bei der Generalsanierung der FOS/BOS sollen fehlende Fachunterrichtsräume sowie zeitgemäße Unterrichtsräume geschaffen werden. Das Gebäude wird außerdem barrierefrei erschlossen. Der erste Bauabschnitt soll Anfang des Jahres 2020 fertig werden. Zur Zeit laufen noch Bodenbelagsarbeiten, Fliesen- und Malerarbeiten. Die Trockenbauarbeiten sind weitestgehend abgeschlossen. Im Außenbereich wird die Blitzschutzanlage installiert und die Natursteinarbeiten werden noch abgeschlossen. Die Bauarbeiten, insbesondere die Freianlagen, werden noch im nächsten Jahr fortgeführt. Im zweiten Bauabschnitt soll eine Pausenhalle in der ehemaligen Turnhalle am Longoliusplatz eingerichtet werden. Die Gesamtkosten liegen bei 8,6 Millionen Euro. Auch bei diesem Vorhaben steht noch kein Fertigstellungstermin fest.

Ob das Schulzentrum am Rosenbühl saniert oder neu gebaut wird, muss noch ermittelt werden. "Wir lassen ein Architekturbüro überprüfen, ob die Bausubstanz eine Generalsanierung rechtfertigt und ob eine Sanierung mit vertretbaren Mitteln möglich ist", sagt Siller. Zudem müsse geprüft werden, was ein Neubau kosten würde. Schließlich müsse man sich für die wirtschaftlichere Lösung entscheiden. "Diese Frage muss im Laufe des nächsten Jahres geklärt werden", sagt Siller.

Die Sanierung der Altstädter Turnhalle umfasst die energetische Erneuerung des Daches, der Fassade sowie der Fenster und Fußböden. Zugleich wird die Haustechnik komplett erneuert. Der Sportboden und die Prallwände sind aktuell im Bau, nach deren Fertigstellung können die Sportgeräte eingebaut werden. Es müssen noch restliche Fliesen- und Malerarbeiten ausgeführt werden. Zunächst war die Fertigstellung bis zu den Faschingsferien geplant. "Das ist aus aktueller Sicht nicht möglich", heißt es aus der Pressestelle. Die Gesamtkosten hier: 1,6 Millionen Euro.

Die Münster-Mittelschule soll demnächst einen Außenaufzug bekommen. "An dieser Schule werden viele gehbehinderte Kinder unterrichtet", erklärt Siller. Der Aufzug soll 335 800 Euro kosten.

Autor
Julia Ertel

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Veröffentlicht am:
15. 11. 2019
19:24 Uhr

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Julia Ertel

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15. 11. 2019
19:24 Uhr



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