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Gedanken an eine historische Zeit

Wolfgang Thierse erinnert sich bei den Deutsch-Deutschen Filmtagen an die Wende. Das Wort gefällt ihm aber gar nicht.



Erinnerungen an einen historischen Umbruch mit (von links) Wolfgang Thierse, Jürgen Stader und Michael Schröder. Foto: Rau
Erinnerungen an einen historischen Umbruch mit (von links) Wolfgang Thierse, Jürgen Stader und Michael Schröder. Foto: Rau  

Hof/Plauen - Eine Woche nach den offiziellen Feierlichkeiten zum Fall der Mauer, haben nun auch in Hof und Plauen die parallel laufenden Deutsch-Deutschen Filmtage ihr zehnjähriges Bestehen gefeiert. So gelang es dem Organisator Jürgen Stader, auch dieses Jahr wieder Zeitzeugen in die Saalestadt einzuladen. Während am Freitag bereits Hajo Seppelt, der bekannte Journalist, Autor und Experte für Dopingproblematiken, zu Gast war, kam am Sonntagabend der ehemalige Bundestagspräsident Wolfgang Thierse in den Kinosaal des Central Kinos.

Bevor jedoch der Hauptprotagonist des Abends von seinen Erlebnissen berichten durfte, gab es zunächst eine animierte Laserprojektion zu den historisch einschneidenden Ereignissen von 1989 in der DDR. Dieser folgte der Dokumentarfilm "40 Jahre sind genug". Mit vielen Hintergrundinformationen und Sichtweisen konnten die Kinobesucher sehr intensiv die Zeit ausgehend vom Wahlbetrug im Frühjahr 1989 bis hin zu den Protestdemonstrationen im Oktober 1989 und folgendem Mauerfall Revue passieren lassen.

Höhepunkt des Abends war die anschließende Talkrunde mit Wolfgang Thierse und Moderator Michael Schröder von der Akademie für politische Bildung in Tutzing. In dem 45-minütigen Talk beschrieb der Politiker viele Situationen, die er während dieser intensiven Zeit als DDR-Bürger und späterer Politiker erlebte.

Wie die Besucher erfuhren, spricht er lieber von der Herbstrevolution bzw. der friedlichen Revolution als über "Die Wende". Wie er selbst sagt, mag er den "schäbigen" Ausdruck "Die Wende" nicht, der als Synonym für ein welthistorisches Ereignis steht.

Durch diese zwangsläufige gesellschaftliche Änderung sieht er für den ökonomischen Aufbau und das Zusammenwachsen einen längeren Zeitraum für erforderlich, bis die noch anhaltenden ökonomischen Unterschiede zwischen Ost- und West ausgeglichen sind. Andreas Rau

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Andreas Rau
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Veröffentlicht am:
18. 11. 2019
21:04 Uhr

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Andreas Rau

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Veröffentlicht am:
18. 11. 2019
21:04 Uhr



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