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Gegen das sinkende Schiff

Hunderttausende in Deutschland, Millionen auf der ganzen Welt versammeln sich, um für einen nachhaltigen Klimaschutz zu kämpfen. Auch in Hof.



FFF-Demo in Hof Hof
  Foto: Uwe von Dorn

20.09.2019 - Klima-Demo in Hof - Foto: Uwe von Dorn und Alina Juravel

FFF-Demo in Hof Hof
FFF-Demo in Hof Hof
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FFF-Demo in Hof Hof
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Klima-Demo in Hof Hof
Klima-Demo in Hof Hof
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Die Hofer Grünen laden zur Klimaschutz-Demo
Die Hofer Grünen haben alle Menschen, egal ob Schüler, Arbeitnehmer oder Arbeitsuchende, zum Streik am Freitag um 14 Uhr an den Kugelbrunnen in der Hofer Altstadt eingrladen. Damit wollten sie partei- und altersübergreifend ein Zeichen für den Klimaschutz setzen. Wir waren mit der Kamera dabei.
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Hof -"Eigentlich sollten wir da auch mitlaufen", konstatiert ein älterer Herr im Café, während er gleichzeitig den vorbeiziehenden Protestzug bestaunt. Immer wieder skandieren sie "Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Zukunft raubt". Dabei halten diese Schilder mit provokanten Aussagen wie "Wenn die Welt eine Bank wäre, hättet ihr sie schon längst gerettet" oder "Weniger Plastik ist Meer" in die Luft. Wo sonst überwiegend junge Leute stehen, versammelten sich an diesem sonnigen Freitagnachmittag etwa 400 Menschen aller Generationen zum globalen Klimastreik.

Bäume für die Erde

Die Firma Bleed aus Helmbrechts, die Kleidung aus ökologischen Materialien herstellt, hat sich mit einem besonderen Schritt an der Aktion für ein besseres Klima eingesetzt. Auf dem Firmengelände an der Gunterstraße in Helmbrechts wurden am Freitag Bäume gepflanzt. Alle Mitarbeiter waren freigestellt und pflanzten einen Obstbaum für eine Streuobstwiese. Das Label hat es sich zur Aufgabe gemacht, somit auch über den Tag hinaus einen nachhaltigen Beitrag fürs Klima zu leisten, heißt es in einer Mitteilung. Die Mitarbeiter*innen übernehmen auch die Patenschaft für ihren Obstbaum. Um außerdem ein Zeichen zu setzen, blieben das Geschäft und der Online-Shop am Freitag geschlossen. Firmengründer Michael Spitzbarth betont, dass es höchste Zeit sei, etwas für den Planeten zu tun.

 

Teilnehmerin Anna Götz-Spranger, 59, findet es gut, dass sich auch ihre Generation für den Klimaschutz einsetzt: "Niemand von uns sollte denken, das wären dumme Kinder. Es muss sich schnell etwas ändern."

 

Was mit dem Schulstreik eines einzelnen jungen Mädchens in Schweden begann, entwickelte sich zu einer weltweiten Bewegung ungeahnten Maßes. Greta Thunberg, 16, Klima-Aktivistin, reiste erst vor Kurzem mit dem Segelschiff in die USA. Ähnlich wie auf einer Welle treibt es auch die Hofer Klimademonstranten vom Kugelbrunnen bis zur Marienkirche in der Altstadt. Mit Trillerpfeifen und lauten Schreien sollen ihre Forderungen bis nach Berlin und New York getragen werden. Dort, wo gerade große Politiker große Entscheidungen treffen. Sebastian Auer, Sprecher der Hofer Grünen und Initiator des lokalen Protests, ist keiner dieser großen Politiker. Er ruft stattdessen mit seiner Partei die Menschen in der Region dazu auf, sich für mehr Klimaschutz und mehr Bewusstsein für das Problem der drohenden Klimakatastrophe einzusetzen. Schon jetzt seien viele Monate im Sommer viel zu trocken, auch in Hof. Vor den Hunderten Mitdemonstranten zählt er weitere Fakten auf, immer wieder fallen komplizierte Zahlen: "Unser Energieverbrauch muss zurückgehen, damit wir der Klimakrise begegnen können." Gegen die Zerstörung der Welt, für die Einhaltung des Pariser Klimaschutzabkommens, für ein Ende der Subventionierung der Kohlekraft, für die Bienen. Ob das alles machbar wäre? "Mit vereinten Kräften ist es möglich, denn Deutschland ist ein hochtechnologisches Land".

In die Innenstadt kommt auch Michael Hartmann. Der 72-Jährige trägt ein Plakat mit der Aufschrift "Für unser Enkelkind mehr Klimaschutz. Jetzt." Die Zukunft sei äußerst gefährdet, findet der ehemalige Lehrer. Der Hofer Dekan Holger Fiedler lässt sich zu ein paar Worten vor den Demonstranten hinreißen: "Jeder muss sein eigenes Handeln überdenken", appelliert er.

Aber auch einzelne Gegenprotestanten stellen sich in die Menge. Einer möchte seinen Namen nicht verraten. Sein Schild zeigt, dass er "gegen Klimaschutz, aber für Umweltschutz" sei. Auer verwundert das nicht: "Es wird immer Skeptiker geben, nicht nur in Hof." Dabei gilt der menschengemachte Klimawandel in der Wissenschaft als zu 97 Prozent sicher. Das, was unsicher ist, sind die Auswirkungen der Klimakrise im Detail. "Wir sitzen alle im selben Boot", mahnt auch Sabine Lloyd von Greenpeace. "Jeder Einzelne muss sich für den Klimaschutz einsetzen." Neben den Protesten sei es wichtig, dies auch privat zu tun, etwa indem man weniger Fleisch konsumiert. Nun schauen sie alle gespannt nach Berlin und New York.

 
Autor

Daniel Hinz
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
20. 09. 2019
19:18 Uhr

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Autor

Daniel Hinz

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Veröffentlicht am:
20. 09. 2019
19:18 Uhr



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