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Hans Rosenthal ist unvergessen

Der Platz vor der Hofer Freiheitshalle trägt jetzt den Namen des beliebten Entertainers. Oft war er hier mit großen Shows.



Erster Foto-Termin auf dem neuen Hans-Rosenthal-Platz vor der Hofer Freiheitshalle (von links): Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner mit Gert Rosenthal, Sohn des beliebten Entertainers. Foto: Frank Wunderatsch
Erster Foto-Termin auf dem neuen Hans-Rosenthal-Platz vor der Hofer Freiheitshalle (von links): Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner mit Gert Rosenthal, Sohn des beliebten Entertainers. Foto: Frank Wunderatsch  

Hof - Seine Shows waren Kult als es gerade mal zwei oder drei TV-Programme gab: "Spaß muss sein", "Wer fragt, gewinnt" und "Dalli Dalli" mit Hans Rosenthal waren Spaß für die ganze Familie. Auch im Radio - Rias Berlin - war der Entertainer zu hören. Die Einschaltquoten waren traumhaft, eben "einfach Spitze", ein Begriff, mit dem Rosenthal sich ins Gedächtnis der Fernsehzuschauer brannte. 1974 hatte Rosenthal die neue Hofer Freiheitshalle mit der Rias-Show "Die Berliner sind alle dabei" eröffnet. Danach kam er noch mehrmals nach Hof.

Seit gestern Abend heißt der Platz vor der Freiheitshalle Hans-Rosenthal-Platz. Die Idee kam aus den Reihen des Bundes der Berliner in Hof; Runhild Laubmann hatte sie im Stadtrat vorgebracht, der dem Antrag zustimmte. Zur Einweihung des Platzes kamen am Freitag auch Gert Rosenthal und Birgit Hofmann, Kinder des vor 30 Jahren verstorbenen Entertainers, sowie sein langjähriger Weggefährte Reinhart Stein.

Schon am Nachmittag fanden sich in Kampschultes Kulturkantine zahlreiche Gäste ein. Der Bund der Berliner hatte zu einem Podiumsgespräch eingeladen. Auf dem Podium saßen Gert Rosenthal, Birgit Hofmann, Reinhart Stein und Peter Michael Tschoepe, erster Leiter der neuen Freiheitshalle. Er hatte Rosenthal bei einer Veranstaltung mit dem Rias-Tanzorchester 1972 im Hofer Städtebundtheater kennengelernt. Ihm imponiert noch heute, dass Rosenthal sich damals spontan bereit erklärt hatte, in der Freiheitshalle die Eröffnungsveranstaltung zu übernehmen. "Er hat meine Ehre gerettet - viele Hofer haben nicht geglaubt, dass ich Rosenthal nach Hof bringen könnte", erinnert sich Tschoepe. Rosenthal sei es zu verdanken, dass die Freiheitshalle zu einem wichtigen Standort für Fernsehshows wurde.

Reinhart Stein erzählte, wie die Ideen zu den Shows entstanden. "Die Menschen sollten staunen und lachen - Hans Rosenthal wollte das so. Er hat sich auch jede Stadt, wo er auftrat, vorher genau angesehen."

Rosenthals Familie probierte zu Hause vieles aus. "Wir veranstalteten private Fragerunden. Kamen auf eine Frage keine lustigen Antworten, strich Vater sie einfach", erinnert sich Gert Rosenthal. Für gute Fragen gab es einen Groschen. Man habe dem Vater auch zum Geburtstag Fragen geschenkt, ergänzt Birgit Hofmann. "Zum Fünfzigsten gab es ein Heft mit 50 Dalli-Dalli-Fragen."

Jürgen Stader vom Bund der Berliner stellte zwei Senioren vor, die mit Hans Rosenthal auf der Bühne standen: Reinhard Bauerfeind aus Wartenfels bei Presseck war sogar bester bayerischer Teilnehmer bei "Einer gegen alle". Ilse Jeschke aus Hof hatte in der Altstadt Bekanntschaft mit den Showleuten gemacht, bei einer Art "versteckter Kamera". An einem Sonntag wurden hier vermeintlich brandheiße Tangas verkauft. In der Sendung schenkte Rosenthal ihr eine handsignierte Flasche Wein. Die Flasche machte Jeschke nun ihrerseits der Stadt Hof zum Geschenk.

Hans Rosenthal hatte auch ein offenes Ohr für soziale Belange. Mit seinem Kollegen Peter Frankenfeld gilt er als "Erfinder" der Benefizveranstaltungen im Fernsehen. Noch vor seinem Tod verfügte er, dass sein Engagement über gemeinnützige Stiftungen fortgesetzt wird. Unverschuldet in Not geratenen Menschen kommt dies noch heute zugute.

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Lisbeth Kaupenjohann
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Veröffentlicht am:
11. 11. 2017
00:00 Uhr

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Lisbeth Kaupenjohann

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Veröffentlicht am:
11. 11. 2017
00:00 Uhr



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