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Hof-Bus befürchtet Millionenverlust

Das Unternehmen spricht von 50 Prozent weniger Fahrgästen. Klagen über Fahrer ohne Maske begegnet es mit dem Argument der Sicherheit.



Für Busfahrer gilt laut den Hofer Stadtwerken keine Mundschutzpflicht. Doch tragen einige freiwillig eine Maske. Symbolfoto: Adobe Stock/nadorozhna.uliana
Für Busfahrer gilt laut den Hofer Stadtwerken keine Mundschutzpflicht. Doch tragen einige freiwillig eine Maske. Symbolfoto: Adobe Stock/nadorozhna.uliana  

Hof - Mit dem Bus zu fahren, das bedeutete noch vor Kurzem ein bequemes und umweltfreundliches Vorwärtskommen. Seit der Corona-Pandemie fürchten viele Menschen die Enge in den Bussen, die infektionsträchtig scheint. Das bekommt die Hof-Bus GmbH kräftig zu spüren. "Die Geschäftsleitung geht davon aus, dass wir in diesem Jahre eine Million Euro weniger einnehmen", sagt die Sprecherin der GmbH, Stefanie Köppel.

Viele Hofer haben erwartet, dass nach den Lockerungen der Corona-Verordnungen die Busse wieder fahren wie vor der Krise. Die Läden haben schließlich wieder offen, die Cafés stellen wieder Stühle und Tische in die Fußgängerzone. Aber die Hof-Bus hat zu spüren bekommen, dass der Schwung für ein Durchstarten fehlt. "Wir haben 50 Prozent weniger Fahrgäste als sonst", sagt Köppel. Die Menschen seien offenbar nicht in Kauflaune, und viele legten Fahrten zum Arzt und zum Einkauf zusammen, um nicht zu viel Kontakte in Kauf nehmen zu müssen. Zudem gebe es noch keine Präsenz-Vorlesungen an den Hochschulen. Daher müsse die GmbH es beim Sparplan belassen: Die Busse fahren nicht mehr nach 15 Uhr, es gibt keinen Spätverkehr mehr, Rufbusse entfallen und die Busse verkehren nur noch im Stundentakt. Das Unternehmen wartet nun ab. Köppel: "Eventuell können wir nach Pfingsten zu den alten Fahrplänen zurück." Aber das gelte es abzuwarten.

Den heftigen Einbruch beim Fahrgastaufkommen bekommen auch die Mitarbeiter der Hof-Bus zu spüren. Sie mussten in Kurzarbeit gehen, weil die wenigen Fahrten die Busfahrer nicht auslasten. Übrigens sei auch die Belegschaft der Hof-Bad in Kurzarbeit gegangen.

Einige die Busfahrer, die noch am Steuer sitzen, haben unterdessen manche Fahrgäste irritiert, weil sie keine Masken tragen. Obwohl im öffentlichen Nahverkehr Masken vorgeschrieben sind, gilt dies Köppel zufolge auch für Kontrolleure und Service-Personal, nicht aber für Fahrer. Im Paragraf 8 der bayrischen Vorordnung zum Infektionsschutz ist zu lesen: "Im öffentlichen Personennah- und -fernverkehr besteht für Fahr- und Fluggäste sowie für das Kontroll- und Servicepersonal, soweit es in Kontakt mit Fahr- und Fluggästen kommt, Maskenpflicht." Daran halte man sich auch, Köppel beruft sich auf eine Weisung aus dem Staatsministeriums für Verkehr vom 22. April, derzufolge die Fahrer von Bussen von der Pflicht ausgenommen seien. Masken, so die Begründung, könnten die Sicht der Fahrer behindern. Sicherheit gehe in diesem Fall vor, zumal bei Brillenträger die Gläser beschlügen. Köppel: "Viele von unseren Fahrern setzen aber freiwillig eine Maske auf."

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Harald Werder

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Veröffentlicht am:
20. 05. 2020
18:40 Uhr

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