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Hof-Bus fasst Linien zusammen

Von Montag an gilt ein neuer Fahrplan. Die Verantwortlichen haben einige der Linien, die kaum genutzt werden, mit anderen kombiniert.



Gut genutzt und mittlerweile mit wenig Missverständnissen: Der Interims-Busbahnhof in der Luitpoldstraße erfüllt seinen Zweck - der Standort war, wie berichtet, die Alternative mit den wenigsten Nachteilen.	Foto: Jochen Bake
Gut genutzt und mittlerweile mit wenig Missverständnissen: Der Interims-Busbahnhof in der Luitpoldstraße erfüllt seinen Zweck - der Standort war, wie berichtet, die Alternative mit den wenigsten Nachteilen. Foto: Jochen Bake  

Hof - Die intensive Hofer Baustellen-Saison wird Hof-Bus 100 000 Euro kosten. Das Defizit, das Hof-Bus in diesem Jahr einfahren wird, wird voraussichtlich 1,8 Millionen Euro betragen - im vergangenen Jahr waren es noch 1,7 Millionen Euro. Zwar kann die Stadtwerke-Tochter Einnahmen aus Ticketverkäufen von 2,2 Millionen Euro vorweisen (2016: 2,3 Millionen) - doch bleiben die Ausgaben für den Hofer ÖPNV eben mindestens gleich. Sowohl auf die Verzögerungen durch die vielen Baustellen in der Stadt als auch auf die Verlegung des Busbahnhofs hätten die Hofer reagiert, indem sie weniger Monatskarten erworben hätten, führt nun Stadtwerke-Geschäftsführer Jean Petrahn ins Feld. Auch der Umzug der evangelischen Grundschule weg aus der Stadt habe Einbußen bei den Schülerkarten bedeutet. Doch scheint jenseits der Geld-Rechnung alles in Ordnung zu sein im Hofer Bus-Betrieb: Der jährliche Fahrplanwechsel besteht allein aus Verbesserungen an kleinen Stellen.

Richtige Nummer, falsches Gerücht

In die neuen Fahrplanhefte hat sich eine alte Telefonnummer eingeschlichen, betont Hof-Bus-Geschäftsführer Daniel Walther: Die richtige Nummer, um Hof-Bus zu erreichen, lautet: 09281/812600.

Die neuen Fahrpläne werden an diesem Sonntag an den Bushaltestellen aufgehängt, sie gelten allerdings erst ab Montag. Einzige Ausnahme: Die Jahnstraße wird nach jüngsten Infos wohl erst in den Tagen vor Weihnachten freigegeben werden, so lange fahren die Busse hier weiterhin eine Umleitung.

Entgegen anders lautender Gerüchte schaltet Hof-Bus nicht die Busspuren an den Ampeln ab. Allerdings stellt das Unternehmen Anlagen, die nun ohnehin modernisiert werden, auf den Prüfstand, ob sie noch benötigt werden.

Diese Änderungen gelten ab Montag, 11. Dezember, im Liniennetz von Hof-Bus:

Linie 5 und 10: Die Linien 5 und 10 fahren nicht mehr über die Marienstraße zum Sonnenplatz, sondern über die Sophienstraße. Grund ist der Rückstau in der Marienstraße, der zu massiven Verspätungen führte. Die Linie 5 (in Richtung Breslaustraße) fährt künftig ab der Bahnhofstraße über die Sophienstraße zum Sonnenplatz, dann weiter über die Marienstraße und Friedrichstraße zur Haltestelle Hof-Bad. Die Linie 10 (in Richtung Leimitz) fährt ab der Blücherbrücke über die Bahnhofstraße und Sophienstraße zum Sonnenplatz, dann weiter über die Marienstraße und Friedrichstraße zur Haltestelle Hof-Bad.

 

Linie 17, Kurt-Schumacher-Platz statt Bergstraße: Um die derzeit bestehende Doppelbelegung aufzulösen, bedient die Linie 17 im Spätverkehr künftig die Haltestelle Kurt-Schumacher-Platz. Die Haltestelle Bergstraße wird von der Linie 17 nicht mehr angefahren.

 

Anruflinienbus Linien 12 und 13 - Zu wenig Nachfrage: Der Anruflinienbus am Freitagabend auf den Linien 12 und 13 wird künftig nicht mehr angeboten. Grund ist die geringe Nachfrage. Im Durchschnitt nutzten das Angebot maximal ein bis zwei Fahrgäste, bei sechs angebotenen Fahrten.

 

Neuer Name, gleiches Ziel: Die Haltestelle "Stadtpark" wird zur Haltestelle "Theresienstein". Durch die Umbenennung sollen Touristen leichter zum Ausflugsziel Theresienstein finden.

 

Auch im Schulbusverkehr ergeben sich einige Änderungen. Schülerinnen und Schüler müssen ab Montag, 11. Dezember, Folgendes beachten:

E 15: Die Fahrt des Schulbusses E15 endet künftig am Sonnenplatz. Schüler können am Sonnenplatz in die Linie 11 umsteigen, die wenige Minuten später nach Unterkotzau fährt. Somit wird die derzeitige Doppelbelegung aufgelöst.

 

Zusammenlegung des Schulbusses E9 und E3: Der Schulbus E9 wird mit dem wenige Minuten später verkehrenden Schulbus E3 zusammengelegt. Beide Linien bedienten das Gebiet Unterkotzau. Künftig fährt nur noch die Linie E3, die Fahrten mit dem E9 werden eingestellt.

 

Schulbus E2 übernimmt E5: Der Schulbus E2 fährt künftig ab dem Sonnenplatz über den Berliner Platz und die Ossecker Straße zum Schulzentrum. Da die Fahrzeugkapazität des E2 für das Fahrgastaufkommen ausreichend ist, wird die Linie E5 aufgelöst.

 

Zwar sei ein Fahrplanwechsel immer mit Umstellungen und Gewohnheitsänderungen für die Fahrgäste verbunden, gibt Jean Petrahn zu. Doch gehe es schließlich darum, ein System, das sich in Jahrzehnten entwickelt habe, an einzelnen Punkten zu verbessern. "Wir sammeln das ganze Jahr über Anregungen und Kritik, und nach dieser Art Inventur setzen wir das in eine Fahrplanänderung um", erklärt er. Die gute Nachricht dabei: Die Zeiten, in denen der Hofer Busverkehr jährlich 2,2 Millionen Euro Defizit eingefahren hat (wie beispielsweise 2010), sind vorbei. Und auch größerer Unmut über einzelne Strecken oder Stellen im Stadtgebiet ist in den vergangenen Monaten nicht angefallen.

"Das größte Ärgernis in diesem Jahr war die Kommunikation an den Baustellen", berichtet Hof-Bus-Betriebsleiter Daniel Walther. Da hätten die Baufirmen einfach oft nicht das gemacht, was sie angekündigt hatten - und was, in der Folge, Hof-Bus an seine Fahrgäste weitergegeben hatte. "Da mussten wir teilweise Linienpläne an einem einzigen Tag ändern." Und sein Chef betont: "99,9 Prozent der Verzögerungen auf den Strecken haben wir nicht selbst verschuldet." Umso mehr hoffen die Verantwortlichen, dass sich die Delle in den Fahrgastzahlen wieder einebnet. Dafür biete man alle Voraussetzungen.

Der Betrieb des Interims-Busbahnhofs beispielsweise laufe beinahe ohne Reibungen. Nach einigen Polizeikontrollen, was unerlaubten Individualverkehr in dem Bereich betrifft, gebe es kaum Klagen von Fahrgästen oder Busfahrern. Auch der neue Knotenpunkt in der Sophienstraße funktioniere ohne Beanstandungen.

Auch bei den Stadtwerken warte man jedoch gespannt darauf, was die Stadt und der Investor der Hof-Galerie in Sachen neuer Busbahnhof in der Friedrichstraße vereinbaren. Jean Petrahn erklärt: "Wir sind hier nur der Nutzer, wir verlassen uns da voll auf die Verantwortlichen im Bauamt."

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Christoph Plass

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Veröffentlicht am:
07. 12. 2017
18:39 Uhr

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Christoph Plass

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Veröffentlicht am:
07. 12. 2017
18:39 Uhr



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