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Hof

Hof-Galerie bekommt Wohnungen

Der neue Investor kündigt umfassende Umplanungen und einen straffen Zeitplan an. Den Vorbehalten der Stadträte vor neuen Versprechungen begegnet er mit Positiv-Beispielen.



"Im Fachmarkt-Bereich setzen wir nicht auf 08/15-Buden, sondern auf Qualität am Bau", erklärt (von rechts) Hans-Jürgen Birk, einer der Geschäftsführer der schwäbischen Activ-Group, die nun ins Projekt Hof-Galerie eingestiegen ist. Der bisherige Investor, die LIG, ist am Montag vertreten durch Geschäftsführer Vladimir Volkov, wird sich noch mit seinem Know-How einbringen, sich aber dann zurückziehen. Architekt Bernhard Reiser von Mesa Development ist weiterhin im Boot, er hatte den neuen Investor dazugeholt. Foto: Thomas Neumann
"Im Fachmarkt-Bereich setzen wir nicht auf 08/15-Buden, sondern auf Qualität am Bau", erklärt (von rechts) Hans-Jürgen Birk, einer der Geschäftsführer der schwäbischen Activ-Group, die nun ins Projekt Hof-Galerie eingestiegen ist. Der bisherige Investor, die LIG, ist am Montag vertreten durch Geschäftsführer Vladimir Volkov, wird sich noch mit seinem Know-How einbringen, sich aber dann zurückziehen. Architekt Bernhard Reiser von Mesa Development ist weiterhin im Boot, er hatte den neuen Investor dazugeholt. Foto: Thomas Neumann  

29.04.2019 - Neuer Hof-Galerie-Investor stellt sich vor - Foto: Thomas Neumann

Neuer Hof-Galerie-Investor stellt sich vor Hof
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Hof - Die Außenhülle der Hof-Galerie soll auch unter dem neuen Projektentwickler gleich bleiben. Was sich zum Eröffnungstermin dahinter befinden wird: Da beginnen nun umfangreiche Umplanungen. Denn auch, obwohl der Vermietungsstand, mit dem die Activ-Group aus dem schwäbischen Schemmerhofen nun in das Hofer Projekt eingestiegen ist, gut sei: "An der Kostensituation zum Beispiel müssen wir arbeiten", sagt Hans-Jürgen Birk. Er ist einer von vier Geschäftsführern des Familienunternehmens, das jüngst in die Entwicklung der Hof-Galerie eingestiegen ist. Vor dem Hofer Stadtrat - und so vielen Zuhörern, wie nur selten anzutreffen sind in den Sitzungen - hat er sich und sein Unternehmen am Montagabend vorgestellt. Nur zur Hof-Galerie hat er, zumindest nach mancherlei Geschmack, zu wenig gesagt.

Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner hatte bereits vor Birks Vortrag die Erwartungen etwas zu dämpfen versucht: "Es bedarf jetzt einer sorgfältigen Prüfung der Pläne, der Auswirkungen auf Mietverträge und so weiter. Da gibt es viele Fragen zu Busbahnhof, Rechtsfolgen und Co.", leitete er Birks Vorstellung ein - und versprach, dass man möglichst zeitnah über Details informieren werden. Dennoch: Einige Eckpunkte zum Hofer Projekt hatte Hans-Jürgen Birk den gespannten Zuhörern doch mitgebracht.

Die Handelsflächen werden zurückgefahren und um Wohnungen ergänzt. "Wir müssen das Kellergeschoss etwas optimieren, da sich Geschäfte hier wohl nur schwer halten lassen", kündigte er an. Wie berichtet, waren zuletzt 14.000 Quadratmeter Verkaufsflächen geplant. Dafür möchte man Wohnungen im Komplex errichten: "Hof verträgt zusätzlichen Wohnraum in der Innenstadt, diesen Mehrwert wollen wir der Stadt bieten", betonte Birk. Nach ersten Überlegungen könnte das die klassische Drei-Zimmer-Wohnung genauso sein wie das Mikro-Appartement für Studenten.

Vom Investoren-Einstieg versprechen sich alle Beteiligten vor allem eines: dass es jetzt schneller vorangeht. "In den vergangenen Monaten konnte ja durchaus der Eindruck mangelnder Dynamik entstehen", sagte Harald Fichtner in Richtung von Vladimir Volkov, Geschäftsführer des bisherigen Investors LIG, der nun nur noch Juniorpartner ist. Mit der Übernahme der Initiative durch die Activ-Group solle nun eines der obersten Ziele sein: "Wir möchten das Projekt so schnell wie möglich und so nachhaltig es geht umsetzen - die Stadt soll auch in 20 bis 25 Jahren noch Spaß an der Hof-Galerie haben", sagte Birk. Das heiße aber nicht, dass es nun Schlag auf Schlag gehe, dämpfte er die Erwartungen. "Die durchschnittliche Planungszeit für ein derartiges Projekt dauert normalerweise fünf bis sieben Jahre", erläuterte er - worauf ein Raunen durch den Saal ging. So schränkte er gleich ein: "Die Kollegen der LIG haben hier sehr sehr viel positive Vorarbeit geleistet und die Hof-Galerie ist ein super Projekt." Allerdings sei man auch hier vielen Abhängigkeiten unterworfen: Dass auch die Activ-Group mit der derzeitigen Konjunktur auf dem Bau zu kämpfen habe, erwähnte er in seinem Vortrag ganze drei Mal.

Ein Lebensmittelmarkt soll weiterhin zum Kern der Hof-Galerie gehören. Möglicherweise fällt er aber nicht mehr so groß aus wie gedacht. Wie berichtet, hatte der ursprüngliche Ankermieter Edeka eine 2400 Quadratmeter große Filiale geplant. Und auch, wenn Hans-Jürgen Birk sich hier nicht explizit zum Vorhaben in Hof äußerte, so deutete er doch eine mögliche Verkleinerung an: "Die Lebensmittler haben Respekt vor solchen Standorten, die nicht auf der grünen Wiese liegen." Rewe oder Edeka hätten hier aus der Erfahrung heraus schon eigene City-Konzepte aufgelegt, bei denen sie ihre Märkte auf 1500 oder 2000 Quadratmeter reduzieren - eben, weil die Menschen weniger einkaufen, wenn sie auf dem Parkdeck oder in der Tiefgarage parken müssen.

Es muss wohl noch einmal Baurecht verändert werden - sprich: Das Regularium, das Stadt und Stadtrat in den vergangenen Jahren eigens für die Hof-Galerie aktualisiert hatten, wird aller Voraussicht nach für die Umplanungen nochmals geändert werden müssen. Das deuteten sowohl Harald Fichtner als auch Hans-Jürgen Birk an. Wolfgang Fleischer (CSU) versprach mindestens für seine Fraktion, dass man das unterstützen werde. Er eröffnete eine Runde voller Wünsche und Appelle der Stadtratsfraktionen. Eva Döhla von der SPD monierte, dass man sich durchaus mehr erwartet habe von jener ersten Vorstellung des Unternehmens. "Wir wollen erstmal was sehen!" Gudrun Bruns (FAB) betonte, dass die Situation die Hofer eben schon seit zehn Jahren belaste. Dr. Klaus Schrader (Grüne) erinnerte daran, dass die Hof-Galerie ursprünglich nur Mittel zum Zweck gewesen sei, um wieder einen Lebensmittelhändler für die Stadt zu bekommen. Und Christine Schoerner (parteifrei) bat darum, dass die Kommunikation von nun an etwas besser werde als bisher.

Hans-Jürgen Birk schrieb während der Beiträge unermüdlich mit und ging danach ausführlich darauf ein: Er ermutigte die Räte dazu, lieber einmal zu oft bei ihm nachzufragen und anzurufen, bevor man nur dem nächsten Gerücht ums Projekt hinterherrenne. Und während zum Ende der Redebeiträge gegen 19 Uhr bereits die ersten Anwesenden aus dem Saal eilten - die Ratshalle, die bekanntlich für die Galerie weichen muss, hatte am Montag zum letzten Mal geöffnet - betonte Birk, dass sein Unternehmen vom Projekt begeistert sei. Und, dass sie bereits zahlreiche derartige Unternehmungen mit Anlaufschwierigkeiten zu einem guten Ende gebracht hat. So hatte er schon zu Beginn seines Vortrags viel Zeit und Erklärungen darauf zu verwendet, die Activ-Group als Unternehmen vorzustellen, das Projekte aus echtem Interesse und Überzeugung heraus angeht: "Wir sind keine klassischen Investoren, die nur ihr Geld anlegen. Wir in Schwaben arbeiten auch noch."

Autor
Christoph Plass

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Veröffentlicht am:
29. 04. 2019
19:56 Uhr

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Christoph Plass

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Veröffentlicht am:
29. 04. 2019
19:56 Uhr



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