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Hofer Jusos werfen OB Fichtner Untätigkeit vor

Die Stadt habe kein Interesse daran, den Einzelhandel zu fördern. Für Immobilienbesitzer fehle ein Ansprechpartner.



Hofer Jusos werfen OB Fichtner Untätigkeit vor
Hofer Jusos werfen OB Fichtner Untätigkeit vor  

Hof - Die Hofer Jusos üben in einer Mitteilung harsche Kritik am Hofer Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner. Sie beziehen sich darin auf das Frankenpost-Interview unter dem Titel "Untätigkeit kann uns niemand vorwerfen". Darin äußerte sich Fichtner gut eine Woche nach dem Vortrag des Handelsexperten Christian Klotz zu dessen Kritikpunkten.

"Immer wieder beeindruckend, wie sich die Aussagen zum gleichen Thema innerhalb weniger Tage so krass ändern können", schreiben die Jungsozialisten. Auf einmal sehe Fichtner den Vortrag Klotz‘ "mit großer Gelassenheit". Nachdem der OB "für seine Entschuldigungen und Rechtfertigungen ausgebuht" wurde, habe er die Veranstaltung aber "mit einem starken beleidigte-Leberwurst-Syndrom" verlassen. "So stur wie ein Holzbrett zu sein, mag in manchen Situationen praktisch sein - beim Gestalten einer Stadt jedoch nicht", merkt Sascha Kolb, Vorsitzender der Hofer Jusos, an. Der Umbruch des lokalen Einzelhandels sei unstrittig. Erst kürzlich habe das Missmanagement der Stadtverwaltung zur Schließung der Damenboutique Linette in der Bismarckstraße mindestens beigetragen. Die Einzelhändler Hofs bräuchten Unterstützung, keine zentrale Konkurrenz durch eine Galerie.

Das fehlende Interesse an einer Förderung des Hofer Einzelhandels zeige sich etwa anhand des "angeblichen Leerstandsmanagements" der Stadt. "Während der Landkreis hierfür bereits 2017 eine Planstelle schuf, schließt die Stadt Hof einen Kooperationsvertrag mit knapp zwei Jahren Verspätung nach dem Beschäftigungsbeginn im Landkreis ab."

"Stellen Sie sich mal vor, Sie seien ein Immobilienbesitzer, der mit Leerstand zu kämpfen hat. Wüssten Sie, wer Ihr Ansprechpartner in der Verwaltung wäre?", fragt Kolb. Fichtner bestätige die Existenz des Leerstandsmanagers nur auf kritische Nachfragen hin, man könne aber keine Namen nennen. "Ist das nicht das Ziel einer solchen Person, ein öffentlichen Ansprechpartner zu sein?", fragen die Jusos und stellen fest: "Alle anderen Mitarbeiter der Wirtschaftsförderung sind öffentlich einzusehen."

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Veröffentlicht am:
08. 10. 2019
00:00 Uhr

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08. 10. 2019
00:00 Uhr



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