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Hofer Wissen für die digitalen Amtsstuben

517 Absolventen verlassen die Hochschule für den öffentlichen Dienst in Hof. Die Umsetzung der Digitalisierung in den Behörden gehört zu ihren wichtigsten Aufgaben.



Feierliche Ehrung der Jahrgangsbesten: (Von links) Hochschuldirektor Harald Wilhelm und Ministerialrätin Maren Wetzstein-Demmler gratulierten zusammen mit Wolfgang Bauer (rechts) den besten Absolventen des Jahrgangs, Franziska Wenger, Regina Janker, Tanja Rebele und Sabrina Weber.	Fotos: Faltenbacher
Feierliche Ehrung der Jahrgangsbesten: (Von links) Hochschuldirektor Harald Wilhelm und Ministerialrätin Maren Wetzstein-Demmler gratulierten zusammen mit Wolfgang Bauer (rechts) den besten Absolventen des Jahrgangs, Franziska Wenger, Regina Janker, Tanja Rebele und Sabrina Weber. Fotos: Faltenbacher   » zu den Bildern

Hof - Drei Jahre Studium liegen hinter 477 diplomierten Verwaltungswirten und 40 Verwaltungsinformatikern - Grund genug für eine große Feier. Die jungen Diplomanden tauschten für das besondere Fest ihre Freizeitkleidung gegen festliche Abendkleider und Anzüge. Die Atmosphäre in der festlich geschmückten Hofer Freiheitshalle passte zum Anlass, und über 1500 Gäste - Familien, Freunde, Partner und Dozenten - kamen, um mit den Hochschulabsolventen zu feiern.

Die Diplomandenfeier in Hof ist ein Ereignis, das den ganzen Freistaat betrifft. Das wird bereits auf dem Weg vom Parkplatz zum Festsaal deutlich. Die Vielfalt der Autokennzeichen belegt, dass an der Verwaltungshochschule in Hof der Führungskräftenachwuchs für Behörden im ganzen Freistaat ausgebildet wird - vom Berchtesgadener Land bis Aschaffenburg. Wie in jedem Jahr hatten die Verantwortlichen der Hochschule um Fachbereichsleiter Harald Wilhelm wieder einen namhaften Gast als Festredner eingeladen: Wolfgang Bauer, Präsident des Landesamtes für Digitalisierung, Breitband und Vermessung, betonte zu Beginn seiner Ansprache: "Die Absolventen der Hochschule bringen aktuelles Wissen aus dem Studium in die Verwaltungen im Freistaat und leisten damit einen wichtigen Beitrag auf dem Weg zu einer modernen digitalen Verwaltung." Er erinnerte an die Trends der Informationstechnik in den vergangenen Jahrzehnten, in denen die Digitalisierung viele Veränderungen angestoßen habe. "Wikipedia statt Brockhaus und Google Maps anstelle von Straßenatlas sind nur zwei Beispiele der Veränderung." Ebenso rasant verlaufe die Innovationsgeschwindigkeit im Bereich der Hardware. "Die Aussage von Intel-Mitbegründer Gordon Moore aus dem Jahr 1965, dass sich Prozessorgeschwindigkeit und Speicherkapazität alle 18 Monate verdoppeln, ist noch immer richtig."

Mit Zahlen belegte der Präsident die Innovationsgeschwindigkeit im Internet. Demnach habe sich die Zahl der Webseiten weltweit von 500 im Jahr 1993 - in Deutschland waren es damals gerade mal 15 - auf mittlerweile 1,8 Milliarden gesteigert. "Vier Milliarden E-Mails täglich und mehr als zwei Billionen Google-Suchanfragen pro Jahr machen deutlich, in welch kurzer Zeit sich Veränderungen ergeben." In einem vergleichbaren Tempo habe sich Wolfgang Bauer zufolge die Smartphone-Technik entwickelt. Dadurch seien neue Standards in der Kommunikation entstanden, betonte Bauer und verwies auf die Möglichkeiten von Whatsapp, Facebook oder Twitter: "Wir müssen diese Trends für die digitale Veraltung im e-Government aufgreifen, denn auch der Freistaat geht mit dem Bayern-Portal diesen Weg", verwies der Digitalisierungsfachmann auf neue Kommunikationswege in den Amtsstuben.

Aus der rasanten technischen Entwicklung entstünden für die Mitarbeiter der Verwaltungen eine Reihe von Herausforderungen durch rechtliche und organisatorische Rahmenbedingungen. "Die öffentliche Verwaltung ist gefordert, interne Vorgänge konsequent zu digitalisieren", richtete Wolfgang Bauer einen deutlichen Appell an die Diplomanden: "Seien Sie offen für Veränderungen und tragen Sie dazu bei, die Attraktivität der öffentlichen Verwaltung für Bürger sowie für die Beschäftigten zu steigern." Um die Verwaltungen zu verbessern, sei es wichtig, "dass Sie bestehende Abläufe kritisch hinterfragen und Ideen zur Optimierung einbringen".

Harald Wilhelm, Direktor der Hochschule, blickte auf die Studienzeit des Absolventenjahrgangs 2016/2019 zurück und machte deutlich, welch großer Einsatz den Studierenden abverlangt wurde: "Auf dem Weg zum Diplom haben Sie mehr als 2000 Unterrichtsstunden, Berufspraktika, Projekte und Diplomarbeiten sowie zwei umfangreiche Prüfungen absolvieren müssen." Gleichzeitig appellierte der Hochschul-Direktor an die Absolventen, die Chancen der beruflichen Karriere zu nutzen. "Halten Sie weiter Kontakt zu Ihrer Verwaltungshochschule. Unser Alumni-Netzwerk und die Veranstaltungen des Fördervereins bieten dazu die geeignete Plattform."

Für die zahlreichen hochrangigen Ehrengäste gratulierte der Hofer Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner den Hochschulabsolventen. Er freute sich über das rasante Wachstum der Hochschule für den öffentlichen Dienst: "Wenn die Zahl der Studenten weiterhin so schnell steigt wie bisher, wird Ihnen auch die halbe Freiheitshalle nicht mehr lange zu Ihrer Diplomierungsfeier reichen."

Matthias Gruebl vom Förderverein prämierte die beste Diplomarbeit des Abschlussjahrgangs, die Matthias Strobel von der Stadt Nürnberg eingereicht hatte.

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Lothar Faltenbacher

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Veröffentlicht am:
18. 11. 2019
00:00 Uhr

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Lothar Faltenbacher

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18. 11. 2019
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