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Hof

Internationale Kunst in der Klostergalerie

Werke von zehn zeitgenössischen Künstlern sind seit Kurzem bei der Diakonie Hochfranken zu sehen. Sakrales steht im Fokus.



Einer von zehn: Fotograf Sebastian Klug aus Berlin erklärt seine "Gewebten Fotografien". Foto: Thomas Neumann
Einer von zehn: Fotograf Sebastian Klug aus Berlin erklärt seine "Gewebten Fotografien". Foto: Thomas Neumann  

Hof - Blick in den Berliner Nachthimmel zwischen den beiden Teilen der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche am Kurfürstendamm: grünlich-grau, verpixelt, und doch stark in der Vereinigung beider Bauwerke - des beschädigten neoromanischen Kirchenbaus aus dem 19. Jahrhundert und des ikonenhaften Neubaus aus den 50er-Jahren. Die Bildteile laufen mit Spitzen aufeinander zu, überschneiden und verzahnen sich zu einer Einheit, die auf Zerstörung und Verlusten steht. Die "Gewebten Fotografien" von Sebastian Klug fügen sich thematisch ein in die aktuelle Ausstellung der Klostergalerie der Diakonie Hochfranken.

Sie zeigt unter dem Titel "Stadtansichten in zeitgenössischer Malerei, Grafik und Fotografie - Kirchen als Teil des Architekturensembles" eine hochkarätige Auswahl an künstlerischen Werken. Sie stammen von zehn internationalen zeitgenössischen Künstlern. Zustande kam die Ausstellung durch eine Zusammenarbeit der Diakonie mit der Galerie J&L Fortak aus Berlin.

Sebastian Klug, 38 Jahre alt, arbeitet seit 2010 als freischaffender Künstler in Berlin. Die Fotografie entdeckte er während seines Architekturstudiums. Frei nach dem Motto "die beste Kamera ist die, die man in der Hand hält" fotografiert er seit 2008 mit seinem alten Handy. Das starke Bildrauschen und das verschobene Farbspektrum der Zwei- Megapixel-Kamera haben ihn von Anfang an fasziniert. "Chicago III": Die Fotografie einer typischen amerikanischen Vorortkirche ist Grundlage für eine Arbeit, die das Potenzial der Dekonstruktion durch das Zerschneiden und versetzte Wiederanordnen beider Drucke in den Vordergrund stellt. Glaube in der heutigen Zeit, erschüttert oder gestärkt durch digitale Technologien? Auch wenn Auflösungserscheinungen nicht zu übersehen sind, bleibt die Kirche ein wichtiger Orientierungspunkt für viele.

Martin Abt, Geschäftsführer der Diakonie Hochfranken, hieß den Fotografen, die Gäste, und insbesondere Larissa und Jürgen Fortak, die Inhaber der gleichnamigen Galerie, herzlich willkommen. Er stellte die Galerie vor, die sich als Botschafter der russischen Malschule mit einem besonderen Augenmerk auf der sogenannten "zweiten Kultur" versteht, einer Sammelbezeichnung für eine Bewegung, die sich Ende des 20. Jahrhunderts als eine feste Größe in der russischen Kunst etabliert hat.

"Anders als bei unseren regulären Ausstellungen stellen heute nicht ein oder zwei Künstler ihre Werke aus, sondern gleich zehn", betonte Martin Abt. Zu sehen sind insgesamt 35 Bilder. Unter den Künstlern griff Abt auch Raschit Adgamow heraus. Seine Werke - Ansichten von Sakralbauten - zeigen die enge Verbindung des Künstlers mit St. Petersburg und mit deutschen Städten.

Larissa Fortak dankte den Verantwortlichen der Diakonie für die Zusammenarbeit. Genauso wie die weiteren Gäste aus Berlin und München, die zur Vernissage gekommen waren, hob sie die Räumlichkeit der Klostergalerie besonders hervor. Die erste Etage des ehemaligen Hofer Klarissenklosters biete den Kunstwerken einen hervorragenden Rahmen. Larissa Fortak stellte die Schwerpunkte der Galerie J&L Fortak vor, die auch Kunstreisen organisiert.

Die Ausstellung in der Klostergalerie ist noch bis zum Herbst zu sehen, sie bietet Gelegenheit für eine eindrucksvolle bildliche Entdeckungsreise durch alte Kirchenarchitektur und moderne Stadtarchitektur.

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Veröffentlicht am:
12. 05. 2019
19:12 Uhr

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