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Hof

Ja zum Vorschlag fürs Obere Tor

Der Stadtrat trifft einen Grundsatzbeschluss, den Sieger-Entwurf für die Umgestaltung weiterzuverfolgen. Damit könnte nun einiges recht schnell gehen.



Neuaufteilung des öffentlichen Raums: Der Bereich Oberer Torplatz/Kugelbrunnen soll, ebenso wie die Strecke bis hinunter zum Finck-Gebäude, mit einem einheitlichen Bodenbelag versehen werden. Aufgebrochen werden soll die Fläche durch sogenannte Trittsteine - optisch ansprechende Erhebungen, die Platz für Bepflanzung, Spiel-Elemente oder Sitzgelegenheiten bieten könnten.	Grafik: Adler und Olesch Landschaftsarchitekten
Neuaufteilung des öffentlichen Raums: Der Bereich Oberer Torplatz/Kugelbrunnen soll, ebenso wie die Strecke bis hinunter zum Finck-Gebäude, mit einem einheitlichen Bodenbelag versehen werden. Aufgebrochen werden soll die Fläche durch sogenannte Trittsteine - optisch ansprechende Erhebungen, die Platz für Bepflanzung, Spiel-Elemente oder Sitzgelegenheiten bieten könnten. Grafik: Adler und Olesch Landschaftsarchitekten   » zu den Bildern

Hof - Jetzt kann es losgehen am Oberen Tor. Die Planer, die jüngst beim Ideenwettbewerb das ansprechendste Ergebnis geliefert hatten, dürfen weitermachen: Die Vorschläge, mit denen sie bereits die Jury überzeugt hatten, haben am Montagabend auch den Stadtrat begeistert: Einstimmig hat sich das Gremium dafür ausgesprochen, den Sieger-Entwurf für die Umgestaltung heranzuziehen und auszuarbeiten. Das Planungsbüro soll nun den bisher vorliegenden Ansatz ausarbeiten - schon Ende des Jahres möchte der Stadtrat einen konkreten Entwurf zur Entscheidung vorliegen haben.

Die neue Ludwigstraße

"Vielleicht nicht mehr bis Ostern, aber ich hoffe bis Anfang Mai wird sich die Ludwigstraße in ihrem schöneren Übergangs-Gewand zeigen": Das hat OB Dr. Harald Fichtner am Montag im Stadtrat verkündet. Wie berichtet, hatte der Hauptausschuss vor zwei Wochen einige Schnell-Maßnahmen zur Verschönerung der Einkaufsstraße beschlossen. Seither habe es viele sehr zielführende Gespräche unter anderem mit den Händlern gegeben, betonte Fichtner. Man wolle die Übergangslösung nun sehr zügig angehen.

 

Wie ausführlich berichtet, waren in den vergangenen Monaten aus einer Vielzahl an Interessenten sieben Architekturbüros ausgewählt worden, im Rahmen eines Architektenwettbewerbs Ansätze für den Bereich zu entwickeln. Eine Jury bestehend aus Stadträten, Händlern und Experten hatte drei der Vorschläge ausgewählt und darunter auch einen Favoriten gekürt. Der Vorschlag stammt von Adler und Olesch Landschaftsarchitekten aus Nürnberg. Er sieht (unter anderem) vor, den Bereich vom Kugelbrunnen bis zum Oberen Tor mit einem einheitlichen Bogenbelag beispielsweise aus Fichtelgebirgs-Granit zu versehen, ihn mit einer Lichtinstallation "Leuchtendes Tor" zu versehen und regelmäßige Erhebungen darin zu platzieren: Jene "Trittsteine" könnten als Spielplatz oder zum Hinsetzen, als Überweg zur anderen Straßenseite oder gar als kleine Bühne dienen.

 

Der Vorschlag besteche durch seinen modularen Aufbau, der jeweils an die konkreten Gegebenheiten innerhalb der Stadt angepasst werden könne, durch den einheitlichen Belag als nahtloser Übergang zwischen Alt- und Neustadt und die Möglichkeit, ihn zu modifizieren - also beispielsweise jene "Trittsteine" auch am Sonnenplatz oder anderswo wieder auftauchen zu lassen. Diese Einordnung verlas Stadtdirektor Franz Pischel am Montag im Stadtrat - zusammen mit der Empfehlung ans Gremium, das weitere Vorgehen auf Basis jenes Vorschlags zu beschließen. Das tat der Stadtrat einmütig und in freudiger Erwartung: Schließlich sieht der städtische Zeitplan schnelles Handeln vor.

"Was bislang vorliegt, ist ein Vorentwurf", ordnete Pischel den Stand der Dinge ein. Aus jenem Vorschlag haben sich bereits Fragen und Anregungen ergeben: Unter anderem haben im Bürgerzentrum, wo die Pläne ausgestellt waren, 16 Hofer Fragen und Vorschläge formuliert, erklärte er auf Nachfrage von Stadträtin Heike Fuchs (Freie Wähler). Da sei es um die Beteiligung der Anwohner gegangen, um Begrünung, Verkehrs oder Beleuchtung. "Diese Fragen und Vorschläge sollen nun in den bisherigen Entwurf eingearbeitet werden", erklärte Pischel. Nach dem Stadtratsbeschluss vom Montag kann die Stadtverwaltung nun das Nürnberger Büro damit beauftragen, die Planungen weiter voranzutreiben, eine Kostenschätzung als Grundlage für Förderanträge zu erstellen und den weiterentwickelten Entwurf im vierten Quartal 2019 dem Bauausschuss des Stadtrats vorzustellen. Die Stadträte indes zeigten sich mehr als angetan.

"Unser oberstes Ziel sind die Belebung der Innenstadt und eine gesteigerte Aufenthaltsqualität", betonte Jochen Ulshöfer (CSU). Er halte zwar nichts von Stichworten wie Enteignung, um Hauseigentümer zu zwingen, ihre Räume zu vermieten. Doch die Stadt könne den öffentlichen Raum herrichten, um, wie hier, die Ludwig- und die Karolinenstraße auch optisch wieder mehr ins Zentrum zu holen. SPD-Fraktionschefin Eva Döhla sprach von einer dringenden Notwendigkeit, das nun auch zu tun: "Am Oberen Tor hat unser Hofer Rückgrat einen Bandscheibenvorfall erlitten, da gibt es keine engen Verknüpfungen mehr." Döhla erinnerte an drei Anträge, die die SPD in den vergangenen zwei Jahren dazu gestellt hatte, und lobte ausdrücklich das aktuelle Vorgehen: "Das Verfahren war sehr professionell und das Ergebnis ist wirklich stark." Dennoch beharrte sie auf ihrer wiederholten Forderung nach einem Leerstandsmanagement. Gudrun Bruns (FAB) begrüßte den Vorentwurf ebenso - man behalte sich aber vor, das Ergebnis auch im Hinblick auf die Kosten erst am Ende zu beurteilen. OB Dr. Harald Fichtner betonte, dass jenes Vorgehen der öffentlichen Hand auch Vorbildfunktion für private Hauseigentümer haben sollte.

Autor
Christoph Plass

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Veröffentlicht am:
25. 03. 2019
20:46 Uhr

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25. 03. 2019
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