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Hof

Jugendliche in Hof zahlen halben Taxi-Preis

Die Stadt probiert das Projekt "Fifty-Fifty-Taxi" aus und übernimmt nachts die Hälfte der Taxi-Gebühren für junge Leute. Damit sollen Alkoholfahrten unterbunden werden.



Hof - Junge Hofer zwischen 16 und 27 Jahre kommen bald sehr viel günstiger aus Disko, Bar und Kneipe nach Hause: Einstimmig hat am Donnerstag der Hofer Stadtrat einen Vorschlag der SPD-Stadtratsfraktion angenommen. Die Idee: Die Stadt zahlt die Hälfte des Taxipreises, dann steigen junge Menschen nicht mehr alkoholisiert oder unter Drogeneinfluss selbst ins Auto. Das Gremium sprach sich dafür aus, das Modell ein halbes Jahr lang auszutesten.

Freitag- und Samstagabend sowie an Abenden vor gesetzlichen Feiertagen kommen 16- bis 27-Jährige Hofer damit in den Genuss vergünstigter Taxifahrten. Der Modus: Wer zwischen 21 und 5 Uhr von einer Lokalität im Stadtgebiet zu seinem Zuhause (ebenfalls innerhalb des Stadtgebiets) möchte, der ruft sich wie gewohnt ein Taxi. Vor Fahrtantritt teilt er dem Fahrer mit, dass er das Fifty-Fifty-Projekt nutzen möchte, weist per Ausweis nach, dass er sich im entsprechenden Alter befindet, und füllt das nötige Formular aus. Beim Aussteigen bezahlt er die Hälfte des Fahrpreises - die andere Hälfte stellt das Taxiunternehmen der Stadt in Rechnung.

Die Absprache mit den Taxiunternehmern ist abgeschlossen. Nun sollen 15 000 sollen für den Probezeitraum von sechs Monaten für Fahrtkosten und Marketingmaßnahmen in den städtischen Haushalt eingestellt werden. Wann das Projekt genau startet, steht noch nicht fest. Nach dem Probebetrieb sehen die Beteiligten, ob es genutzt wurde - und ob es dem eigentlichen Zweck, Drogen- und Alkoholfahrten junger Menschen entgegenzuwirken, dient. Zwischen 2016 und 2018 nämlich ist es zu 21 Unfällen unter Alkohol- und zu sechs Unfällen unter Drogeneinfluss gekommen, bei Verkehrskontrollen wurden in diesem Zeitraum 150 Fahrer dieser Altersgruppe aus dem Verkehr gezogen. Als Nebeneffekt erhofft sich die Stadt eine Attraktivitätssteigerung der Hofer Restaurant- und Kneipenlandschaft und mehr Umsatz dort.

Die Stadträte begrüßten den Vorschlag unisono. "Das müssen wir ausprobieren", sagte Wolfgang Fleischer (CSU). Gudrun Bruns (FAB) betonte, dass das aber "kein Freisuffschein" werden dürfe. Dr. Klaus Schrader (Ausschussgemeinschaft) lobte den Nebeneffekt Hof-Genuss. Und Eva Döhla (SPD) drückte ihre Hoffnung aus, dass das Projekt zu mehr Sicherheit beitrage. cp

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Veröffentlicht am:
13. 12. 2019
19:52 Uhr

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Veröffentlicht am:
13. 12. 2019
19:52 Uhr



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