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Hof

Klimaschutz steht ganz oben an

Katharina Schulze erklärt in Hof in einer leidenschaftlichen Rede, wo es hakt in Bayern. Die Spitzenkandidatin stellt konkrete Ideen für Veränderungen vor.



Katharina Schulze - hier im Gespräch mit dem Ehepaar Scharfenberg - ist seit 2016 Fraktionsvorsitzende der Bündnisgrünen im Landtag und geht als Spitzenkandidatin in die Wahl am 14. Oktober. Ihre Ziele stellte sie jetzt in Hof vor. Weitere Bilder unter www.frankenpost.de .	Fotos: Uwe von Dorn (2)/sg (1)
Katharina Schulze - hier im Gespräch mit dem Ehepaar Scharfenberg - ist seit 2016 Fraktionsvorsitzende der Bündnisgrünen im Landtag und geht als Spitzenkandidatin in die Wahl am 14. Oktober. Ihre Ziele stellte sie jetzt in Hof vor. Weitere Bilder unter www.frankenpost.de . Fotos: Uwe von Dorn (2)/sg (1)  

Hof - Bei der Fastnacht in Franken in in Veitshöchheim am Freitag war sie Daenerya Targaryen aus der Serie "Games of Throne" - die Mutter der Drachen. Nach Hof zum Neujahrsempfang kam Katharina Schulze, Fraktionschefin der Bündnisgrünen und Spitzenkandidatin zur Landtagswahl, ganz normal: mit dem Zug.

04.02.2018 - Neujahrsempfang der Grünen - Foto: Uwe von Dorn

Neujahrsempfang der Grünen
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Den rund 50 Gästen des Empfangs in "Mayers Tenne" in Haidt erläuterte sie ihre Kostümwahl: "Ich habe drei Drachen; ich helfe, die Menschen von der Sklaverei zu befreien; ich bin die Sprengerin der Ketten." Auch im richtigen Leben habe sie das Ziel, die Welt jeden Tag ein bisschen besser zu machen. Ihr Leitgedanke sei der Satz, mit dem die Grünen seinerzeit gegründet wurden: "Wir haben die Erde von unseren Kindern nur geborgt." Leidenschaftlich trug die Abgeordnete ihre Wahlziele vor:

Klimaschutz: Die "unsinnige 10-H-Regelung" müsse gekippt werden. "Sonne und Wind schicken uns unendlich Energie; holen wir sie uns", rief sie aus.

Landwirtschaft: Schulze plädiert für eine giftfreie Landwirtschaft, die aussteigt aus der industriellen Massentierhaltung.

Flächenversiegelung: Immer größere Ansiedlungen an den Ortsrändern, verödende Ortskerne: "Es muss endlich gedacht werden, bevor der Bagger kommt." Das Volksbegehren gegen Flächenverbrauch gehe in die zweite Phase: Jeder kann in den Rathäusern unterschreiben.

Verkehrswende: Feinstaub und Stickoxide in den Städten seien "Wahnsinn"; auf dem Land fahre der letzte Bus um 16.30 Uhr; das findet Schulze "blöd" und fordert eine Mobilitätsgarantie von 5 bis 24 Uhr mit stündlicher Anbindung jedes Dorfes.

Integration: Die 3 + 2- Regelung müsse endlich konsequent angewendet werden; sie bedeutet, dass ein Flüchtling, der eine dreijährige Lehre macht, dann noch zwei Jahre hierbleiben darf.

Emanzipation: Die sieht Schulze auf dem Rückzug: "2018 haben wir hundert Jahre Frauenwahlrecht. Aber die Frauen werden wieder weniger in Führungspositionen, Vereinen, Parlamenten. Die Mitte-rechts-Parteien haben ein Problem mit starken Frauen in ihren Strukturen." Derzeit laufe eine Klage der Grünen, die fordern, dass Wahllisten paritätisch aufgestellt werden müssen.

Digitalisierung: Die müsse aktiv gestaltet werden; Schulze fordert Glasfaser in jedes Haus und Digitalkunde als Schulfach, um Medienkompetenz zu vermitteln. "Das ist die Hauptqualifikation der Zukunft, um Quellen bewerten zu können - was ist wahr und was ist Fake News."

Weiter forderte Schulze, dass Polizei und Justiz gut ausgestattet sind und wandte sich gegen eine Aushöhlung von Arbeitnehmerrechten und Datenschutz. "Wir Grüne analysieren nicht nur, wir haben konkrete Ideen, wie wir etwas verändern können. Wir wollen den Schwächsten in der Gesellschaft die Hand reichen und die Zukunftsthemen angreifen."

Die Bundestagsabgeordnete Lisa Badum zeigte sich beeindruckt, wie sich der Hofer Kreisverband nach einem schwierigen Jahr "wieder aufgerappelt" habe. Bei einem Besuch mit Claudia Roth in Hof im Sommer habe sie gesehen, mit wie viel Engagement in Hof die Integration von Flüchtlingen angepackt werde. Scharf kritisierte sie die Aussetzung des Familiennachzuges für zwei Jahre - so könne Integration nicht gelingen. Beim Klimaschutz müsse man damit beginnen, die schmutzigsten Kohlekraftwerke zu schließen.

Sprecher Martin Wolfers-Mildner vom Hofer Kreisverband, der die Gäste eingangs begrüßt hatte, informiert im Gespräch mit der Frankenpost , dass Gudrun Kiene derzeit kommissarische Kassiererin des Kreisverbandes ist und sich in einer Nachwahl um das Amt bewirbt. Die Turbulenzen um die frühere Sprecherin Christine Schoerner hätten dazu geführt, dass die Mitglieder niemanden mehr an der Spitze haben wollten, der alles alleine macht: "Ein Kreis von 15 Mitgliedern arbeitet nun ständig mit." Zur Causa Schoerner erklärte er, der Kreisverband habe "immer gesagt, sie solle als Stadträtin zurücktreten" - allerdings: "Unsere Hände sind gebunden durch das Wahlrecht, das ein hohes Gut ist." Der Kreisverband könne dies zwar fordern, aber nicht erwirken. "Der Stadtrat hat die Mittel, und als erstes sind die Ausschüsse gefragt."

Am Empfang hat ein junges Neumitglied teilgenommen: Lukas Gerstner, 23, aus Joditz. Er ist den Grünen dieser Tage beigetreten und will aktiv mitmachen. "Ich war schon immer tierlieb und habe mich für Umweltschutz interessiert", erzählt er. "Ich will politisch etwas verändern, und die Grünen vertreten meine Ansichten am besten."

Autor

Sabine Gebhardt
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Veröffentlicht am:
04. 02. 2018
17:24 Uhr

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Sabine Gebhardt

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Veröffentlicht am:
04. 02. 2018
17:24 Uhr



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