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Hof

Landrat erwägt Beitritt zu Verkehrsverbund

Die CSU will einen besser vernetzten ÖPNV. Hoffnung macht die Neuausschreibung des Eisenbahnverkehrs.



Hof - Die CSU-Fraktion der Stadt Hof und des Kreistages in einer gemeinsamen Sitzung im Hofer Rathaus über die Vernetzung von ÖPNV-Angeboten gesprochen. Das geht aus einer gemeinsamen Pressemitteilung hervor.

Karl Philipp Ehrler, Vorsitzender der Kreistagsfraktion, eröffnete die Diskussion über die Vernetzung des ÖPNV mit dem Hinweis darauf, dass er sich als "Verfechter eines großen Verbundes" begreift. Seit Jahren schon steht ein möglicher Beitritt zum Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) im Raum.

Von einem Zusammenschluss zu einem Verkehrsverbund würden die Fahrgäste profitieren. Denn: Der Fahrpreis richtet sich nach der Entfernung, wobei die ersten Kilometer immer die teuersten sind. Benutzt ein Fahrgast in einem Verbund mehrere Verkehrsmittel, werden ihm die höheren Preise für die Anfangskilometer nur einmal berechnet. Er bezahlt also einen einheitlichen Tarif von der Einstiegs- bis zur Ausstiegsstelle. Den Verkehrsunternehmen jedoch entgehen dadurch Einnahmen. Fachleute sprechen vom sogenannten Durchtarifierungsverlust.

Ehrler bat Landrat Dr. Oliver Bär um die neuesten Informationen zum Thema "Verkehrsverbund": Bär ging in seiner Stellungnahme auf einen möglichen Beitritt zum VGN ein. Ihm zufolge wäre die Zeit günstig: Die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) schreibe nämlich im Jahr 2019 den Eisenbahnverkehr für insgesamt zwölf Jahre ab 2022/23 neu aus. Damit würden Städte und Landkreise nicht selbst auf den hohen Verlusten, die durch den Einheitstarif zustande kommen, sitzen bleiben. Das sei eine Chance.

Gut sei auch, dass aktuell auch andere Kommunen Oberfrankens Interesse daran hätten, dem VGN beizutreten. Damit ergebe sich die Möglichkeit, dass ganz Oberfranken Teil des Tarifverbundes werden könnte. Der Freistaat Bayern unterstütze dies durch eine neue Förderinitiative.

Wolfgang Fleischer, Vorsitzender der Hofer CSU-Fraktion, betonte, dass einige Infos für die Stadt neu seien. Er zeigte aber auch auf, dass die entstehenden Kosten die Hofer Stadtwerke schultern müssten. Ein Beitritt sei wichtig, da sich Oberfranken als Region begreifen müsse. Der Hofer Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner ergänzte, dass er Gespräche mit dem Nürnberger Oberbürgermeister Ulrich Maly führe. Auch er verwies auf die Ertragssituation der eigenen Verkehrsbetriebe der Stadt Hof. Als Oberzentrum habe die Saalestadt natürlich Interesse am Ziel eines gemeinsamen Verbunds. Dieser dürfte sich aber nicht durch zusätzliche Fahrten auf die Verkehrsverbindungen auswirken.

Die Ausschreibung für den Beitritt zum VGN erfolgt im Mai 2019. Wenn Stadt und Landkreis jetzt nicht die Initiative ergreifen, bietet sich die nächste Gelegenheit erst wieder in zwölf Jahren. Wenn, dann müssten Stadt und Landkreis jedoch gemeinsam beitreten.

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Veröffentlicht am:
06. 02. 2019
19:16 Uhr

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06. 02. 2019
19:16 Uhr



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