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Hof

Landrat fordert Aufschub von Stromtrassen-Planungen

Dr. Oliver Bär sagt im Gespräch mit den Bürgerinitiativen gegen den Süd-Ost-Link: Von laufenden Tests hänge es ab, ob sich die benötigte Fläche stark reduziert.



Landkreis - Am Montagabend haben sich die Sprecher und Hauptverantwortlichen der Bürgerinitiativen gegen die geplante Stromtrasse Süd-Ost-Link mit Landrat Dr. Oliver Bär getroffen. Das geht aus einer Pressemitteilung des Landratsamts hervor. Darin ist zu lesen, dass es bei dem Treffen es vor allem um den aktuellen Sachstand und das weitere Vorgehen der Initiativen mit Blick auf den kommenden Freitag gegangen sei. Dann nämlich will das Unternehmen in der Hofer Freiheitshalle über den finalen Trassenverlauf des Süd-Ost-Links informieren.

Landrat Dr. Oliver Bär sicherte den Bürgerinitiativen des Landkreises Unterstützung bei ihrem weiteren Vorgehen zu. "Aus meiner Sicht wäre es richtig und wichtig, die Ergebnisse der aktuell laufenden Tests über den Einsatz von 525-Kilovolt-Leitungen abzuwarten", bekannte der Landrat.

Zum Hintergrund: Aktuell laufen bei Tennet Untersuchungen, wonach beim Einsatz der 525-Kilovolt-Technik anstelle von zwei Kabelsträngen mit vier Kabeln nur ein Kabelstrang mit zwei Kabeln vorgesehen ist. Dabei könnte sich die Verlegebreite von aktuell vorgesehenen 15 Metern und weiteren 15 Metern Bauraum auf eine Verlegebreite von bis zu acht Metern reduzieren. Mit dieser Technik wäre weniger als die Hälfte an Fläche vonnöten, was wiederum erhebliche Auswirkungen auf die Möglichkeiten des Trassenverlaufs hätte. Vor allem käme mit dieser Variante auch die Möglichkeit einer Verlegung an Bundesfernstraßen entlang leichter in Betracht. Nach Informationen des Landratsamtes stehen die Tests kurz vor ihrem Abschluss.

Deshalb forderte der Hofer Landrat jüngst in einem Schreiben an Tennet, die laufenden Untersuchungen abzuwarten, bevor die ergänzenden Unterlagen eingereicht und damit die Bundesplanung in Gang gesetzt wird. Vielmehr solle man die Erkenntnisse der Studien nutzen und basierend darauf die aktuellen Planungen überarbeiten

In dem zweistündigen Gespräch machten außerdem die Verantwortlichen der Bürgerinitiativen Leupoldsgrün und Berg sowie der jüngst gegründeten Initiativen aus Stammbach und Wurlitz ihrem Unmut Luft - vor allem, was die Informationspolitik von Tennet angeht.

Jürgen Becher, Sprecher der "Bürgerinitiative Ölschnitztal gegen die Stromtrasse Süd-Ost-Link und gegen Gleichstrom-Erdkabel", hält den Bau der geplanten Trasse für einen grundlegenden Fehler: "Weil man nie darüber spricht, dass es sich bei dem Strom nicht um Ökostrom, sondern um Braunkohlestrom handelt." Hinsichtlich der für Freitag angesetzten Informationsveranstaltung herrscht unter den Bürgerinitiativen Einigkeit: "Wir setzen uns weiterhin zur Wehr", kündigte Günter Martin von der Bürgerinitiative aus Wurlitz an. Annika Popp, Bürgermeisterin von Leupoldsgrün und Sprecherin der ortsansässigen Bürgerinitiative, freute sich über den breiten Widerstand aus der Bevölkerung und die daraus resultierenden Gründungen der Bürgerinitiativen in Stammbach und Wurlitz. "Nur gemeinsam sind wir stark, daher gilt es, geschlossen aufzutreten."

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Veröffentlicht am:
11. 12. 2018
19:16 Uhr

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