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Hof

Lebenshilfe verlagert Werkstatt

In Oberkotzau baut die Lebenshilfe Hof eine neue Behindertenwerkstatt. 80 bis 100 Menschen werden dort arbeiten. Die Eröffnung ist für Herbst 2020 geplant.



Gerriet Giebermann versenkt die Patrone mit den Bau-Daten, Zeitungen und Münzen im Grund des Neubaus. Rechts neben ihm Architekt Gernot Heinz und Landrat Dr. Oliver Bär, links Ralf Sprenger, Chef der Baufirma, und Bürgermeister Stefan Breuer, umringt von Werkstatt-Mitarbeitern und Gästen.
Gerriet Giebermann versenkt die Patrone mit den Bau-Daten, Zeitungen und Münzen im Grund des Neubaus. Rechts neben ihm Architekt Gernot Heinz und Landrat Dr. Oliver Bär, links Ralf Sprenger, Chef der Baufirma, und Bürgermeister Stefan Breuer, umringt von Werkstatt-Mitarbeitern und Gästen.  

Oberkotzau - "In einem Aufwasch" haben die Lebenshilfe und die am Bau beteiligten Firmen den Grundstein für eine neue Behindertenwerkstatt in Oberkotzau gelegt und auch gleich Richtfest gefeiert. Nach weniger als sechs Monaten - erster Spatenstich war am 24. Mai - steht der Rohbau in der Ziegeleistraße 16. Hier werden als erste jene Mitarbeiter einen neuen Arbeitsplatz finden, die derzeit in den Werkstätten Schollenteichstraße und Carl-Benz-Straße in Hof beschäftigt sind. Diese Werkstätten sollen aufgelöst werden.

Gut zu wissen

Die Lebenshilfe Hof hat in den nächsten Jahren noch einiges vor. So entsteht derzeit gegenüber dem Tüv in Hof eine integrative Kindertagesstätte. Die Bagger haben den Boden bereits planiert, der erste Spatenstich erfolgt demnächst.

Geplant ist auch, jungen Eltern Begleitung anzubieten. Ein Paar wird bereits betreut. Zudem sucht die Lebenshilfe nach einem Grundstück für ein neues Wohnheim.

Da es Jahre dauern wird, bis dieses steht, ist man zudem auf der Suche nach einem Wohnhaus, das vorübergehend acht bis zehn behinderten Menschen Platz bietet.


Zufrieden mit dem Baufortschritt ist Siegfried Wonsack, Geschäftsführer der Lebenshilfe Hof. Dass der Neubau in einem "normalen" Industriegebiet steht, ist für Gerriet Giebermann, den Vorsitzenden des Vereins Lebenshilfe, auch ein Symbol für Inklusion. Menschen mit Behinderung könnten viel leisten, sie wollten aber auch teilhaben am ganz normalen Leben. "Wir werden hier ein offenes Haus führen", betont Giebermann, Kontakt nach "draußen" sei ausdrücklich erwünscht. Das gelte insgesamt für die Hochfränkischen Werkstätten. Hier könnten Menschen mit Handicap nicht nur arbeiten, sie würden auch gefördert und psychisch betreut. Hier kämen Männer und Frauen unterschiedlicher Nationalitäten vorbildlich miteinander aus. Viele kämen aus dem Landkreis Hof, einige auch aus Oberkotzau, wo die Lebenshilfe Wohngruppen habe. "Wir sind froh über jeden Menschen mit Behinderung, der einen Arbeitsplatz auf dem ersten Arbeitsmarkt findet", betont Giebermann. Das seien derzeit 30 von rund 500 Mitarbeitern. Wichtig sei aber auch, dass die Hochfränkischen Werkstätten genug Aufträge bekommen, damit alle Beschäftigten immer genug Arbeit haben.

Der Oberkotzauer Bürgermeister Stefan Breuer zeigt sich stolz auf die Neuansiedlung. 80 bis 100 neue Arbeitsplätze würden hier geschaffen, Berührungsängste gegenüber Menschen mit Behinderung gebe es nicht. Die Firma Sprenger, die hier am Bau maßgeblich für die Arbeiten verantwortlich sei, werde auch die neue Kita in Oberkotzau bauen.

Priorität habe man bei der Planung des Gebäudes auf die Barrierefreiheit gelegt, betont Architekt Gernot Heinz. Alle Funktionen würden auf einer Ebene geleistet, auf rund 2300 Quadratmetern. Im vorderen Teil des einen Gebäudeteils wird die Mensa eingerichtet mit einer Ausgabeküche und einem Spülraum. Eine angegliederte Terrasse bietet die Möglichkeit, draußen zu sitzen. Die Werkstätten schließen sich dahinter an. Dieser Gebäudeteil ist mit dem Verwaltungsbereich sowie den Sanitär- und Umkleideräumen und dem Lager durch eine Passage mit Oberlicht verbunden. Von ihr aus gelangt man in alle Funktionsbereiche.

Das Baugrundstück ist nach Worten des Architekten rund 7700 Quadratmeter groß, die bebaute Fläche umfasst 2300 Quadratmeter. Die Arbeiten für den Rohbau mit Außenanlagen führt die Firma Sprenger aus Hof-Feilitzsch aus. "Bisher wurden die Arbeiten termin- und fachgerecht zu unserer vollsten Zufriedenheit ausgeführt", sagt Heinz. Sobald die Alufensterelemente und Oberlichter montiert sind, könne der Innenausbau beginnen. Die Aufträge dazu seien bereits erteilt. Zum Planungsteam gehören unter anderem die Firmen Schneider/Gebhardt Hof (Heizung, Lüftung, Sanitär, Elektrotechnik) und das Ingenieurbüro Käppel, Hof (Statik). Gibt es keine außerplanmäßigen Terminverschiebungen, soll der Bau spätestens Ende nächsten Jahres übergeben werden.

Autor

Lisbeth Kaupenjohann
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
11. 11. 2019
00:00 Uhr

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Autor

Lisbeth Kaupenjohann

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Veröffentlicht am:
11. 11. 2019
00:00 Uhr



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