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Hof

Lebensraum für Insekten

14 Schul- und Kindergartengruppen nehmen an einem Projekt des Bundes Naturschutz teil. Sowohl Kinder als auch Eltern sind begeistert.



Die Zweitklässler (von links) Alex Wien, Mara Lehmann und Ignas Leibßle graben erst das Gras um, um dann säen zu können. Foto: ls
Die Zweitklässler (von links) Alex Wien, Mara Lehmann und Ignas Leibßle graben erst das Gras um, um dann säen zu können. Foto: ls  

Hof - Am Montag nach den Osterferien hieß es für die 24 Schüler und Schülerinnen der 2 a der Hofecker-Grundschule nicht nur Stillsitzen und Lernen. Im Rahmen des Projekts "Vom Wert der Insekten" haben die Kinder mit Projektleiterin Andrea Heller vor der Schule eine Blühwieseangesät und damit künftigen Lebensraum für Bienen und andere Insekten geschaffen.

Gut zu wissen

Für die Schulen ist die Teilnahme am Projekt kostenlos. Der Bund Naturschutz übernimmt 30 Prozent der Kosten, der Bayerische Umweltbildungs-Fond 70 Prozent, die VR-Bank Hof-Bayreuth die Kosten für das Saatgut. Trotzdem können vorerst nicht mehr Gruppen mitmachen, da der Bund Naturschutz personell an seine Grenze gekommen ist.


Seit Februar sind die Schüler von Klassenlehrerin Ilse Rose Teil des Projekts des Bundes Naturschutz. Dabei bekommen sie im Rahmen des Heimat- und Sachkunde-Unterrichts nicht nur theoretischen Input, sondern dürfen sich ganz praktisch mit Insekten auseinandersetzen. "Wir waren Anfang des Jahres unterwegs und haben Insekten gesucht. Da waren die Kinder ein bisschen traurig, weil sie nichts gefunden haben - aber darum geht es ja: herauszufinden, dass da in der kalten Jahreszeit nichts ist", erklärt Ilse Rose. Je mehr Insekten nun auftauchten, desto mehr steige das ohnehin große Interesse der Kinder.

So sind die Kinder am Montag trotz Kälte und Nieselregens voll dabei, als es ans Umgraben und Aussäen geht. Die Aktion ist ja auch wichtig, wie Schülerin Emma Kraus erklärt: "Wir pflanzen eine Blühwiese, damit die Tiere Lebensraum haben." Emely Edelmann ergänzt: "Es ist wichtig, damit es den Tieren gut geht und die Welt gesund bleibt." Für Emely Hänig ist es nichts Neues, etwas anzupflanzen: "Wir haben Erdbeeren und Kirschen im Garten. Mir macht das Spaß."

Die Blühwiese vor der Hofecker Schule soll nur eine Aktion von vielen sein. So sind die Kinder unter anderem dazu aufgefordert, im heimischen Garten oder auf dem Balkon einen Blühstreifen anzusäen. Anschließend sollen die Schüler ihr Ergebnis fotografieren. Die Gruppe, die die meisten Bilder eingeschickt hat, wird dann zum Picknick in ein Biotop des Bundes Naturschutz eingeladen, erklärt Projektleiterin Andrea Heller. "Ein Elternhaus hat sogar einen Hektar Land zur Verfügung gestellt. Deswegen sind wir dankbar, dass die VR-Bank uns sponsert, denn bei so einer Größenordnung ist das Saatgut ziemlich teuer."

Nicht nur die Menge macht das Saatgut teuer, auch die Art: "Das ist kein herkömmliches Saatgut, das man im Baumarkt bekommt. Es wurde in Mittelgebirgsregionen geerntet, damit es ideal in unsere Region passt", erklärt Wolfgang Degelmann, Geschäftsführer des Bundes Naturschutz. Die Pflanzen blühen drei bis vier Jahre - die Zweitklässler werden sich also auch in ihrer restlichen Grundschulzeit daran erfreuen und Insekten beobachten können.

Degelmann erkennt, ähnlich wie Lehrerin Ilse Rose, dass die Eltern sehr hinter dem Projekt stehen. "Dass das Volksbegehren kam und das Thema damit in aller Munde ist, wussten wir bei den Planungen nicht. Aber das spielt uns auf jeden Fall in die Karten."

Autor

Laura Schmidt
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
29. 04. 2019
18:58 Uhr

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Laura Schmidt

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29. 04. 2019
18:58 Uhr



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