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Leuchtendes Denkmal fürs Film-Festival

Was weist ganzjährig im Stadtbild auf die Hofer Filmtage hin? Nichts. Doch das soll sich ändern. Rotary-Club Hof-Bayern und die Bürgerstiftung haben Großes vor.



So wie auf dieser Montage könnte sich die schlanke Edelstahl-Säule am Konrad-Adenauer-Platz einmal präsentieren. Das Konzept, das zugrunde liegt, ist "einleuchtend": Mit jedem Tag näher zu den Filmtagen, strahlen mehr LED-Lichter und die Stele wird heller. Zur Eröffnung und während des gesamten Festivals leuchtet sie ganz hell. Und sie erlischt nach dem letzten Festival-Film.	Fotomontage: Stadt Hof, Sachgebiet Grünflächen
So wie auf dieser Montage könnte sich die schlanke Edelstahl-Säule am Konrad-Adenauer-Platz einmal präsentieren. Das Konzept, das zugrunde liegt, ist "einleuchtend": Mit jedem Tag näher zu den Filmtagen, strahlen mehr LED-Lichter und die Stele wird heller. Zur Eröffnung und während des gesamten Festivals leuchtet sie ganz hell. Und sie erlischt nach dem letzten Festival-Film. Fotomontage: Stadt Hof, Sachgebiet Grünflächen  

Hof - Licht und Filmkunst sind untrennbar miteinander verbunden. Licht spielt auch eine Rolle in dem Design-Entwurf der jungen Künstlerin Natalie Horn. Sie hat eine Licht-stele entworfen, die ganzjährig auf die Hofer Filmtage hinweisen soll. Mitten in der Stadt. Sichtbar für Einheimische und Besucher.

Die Idee, die seit nunmehr drei Jahren schwelt, soll nun endlich in die Realität umgesetzt werden. Die Planungsphase ist kurz vor dem Abschluss. Momentan sind Planer, Statiker und Architekt damit betraut, auszutüfteln, wie aus dem Entwurf ein richtiges Objekt wird. Sechs Meter hoch soll es werden. Ein Blickfang aus vielen Ecken der Stadt - tagsüber genauso wie weithin leuchtend in der Nacht. Wenn die Stele fertig ist, wird sie gegenüber der Stadtpost stehen. Dazu wird die kleine, verwilderte Anlage am Konrad-Adenauer-Platz neu gestaltet. Erste Erdarbeiten zur Erkundung des Untergrunds sind in dieser Woche erfolgt. Denn: An dieser stark befahrenen Ampelkreuzung verlaufen viele Kabel.

Und nicht alle liegen dort, wo sie in den Karten eingezeichnet sind. Ein hohes Kunstwerk aus Edelstahl benötigt jedoch eine sichere Bodenverankerung. Eine ziemlich knifflige Aufgabe für Statiker und Architekt. Erst wenn sie das Signal geben, können die Ausschreibungen erfolgen.

Als Sponsoren für die Lichtstele zeichnen der Rotary-Club Hof-Bayern mit seinem Präsidenten Dr. Hanns-Peter Ohl und die Hofer Bürgerstiftung verantwortlich. Letztere hatte vor drei Jahren eine Ausschreibung gestartet und die Fachschule für Produkt-Design um Entwürfe gebeten. Im Sommer 2015 stellten die Nachwuchs-Designer ihre Ideen der Jury vor. Deren Mitglieder, mit Filmtage-Chef und -Gründer Heinz Badewitz an der Spitze, zeigten sich von der Vielfalt der Ideen begeistert und bewerteten die Arbeiten. Das eindeutige Votum fiel da auf die Arbeit von Natalie Horn.

Die Studentin hatte eine schlanke Säule entworfen - eine, die täglich heller wird. Am ersten Tag nach den Filmtagen ist sie dunkel, dann gehen jeden Tag vier weitere LED-Leuchten an, jeden Tag vier auf dem Weg zu den Filmtagen. Am Eröffnungstag des Festivals strahlt das Objekt ganz hell. Eine tolle Idee, doch sehr aufwendig in der Umsetzung. "Die kleine und noch junge Hofer Bürgerstiftung konnte das unmöglich finanziell alleine stemmen", sagt Vorsitzende Kerstin Dolde. "Umso begeisterter waren wir, als sich der Rotary-Club Hof-Bayern mit seinem Präsidenten sofort bereit erklärte, einzusteigen und die Umsetzung voranzutreiben. Da treten wir gerne an die zweite Stelle." Ohne den starken Partner Rotary wäre es nicht möglich, alle Hürden aus dem Weg zu schaffen.

Nach der Zusage von Dr. Ohl ging es Schlag auf Schlag: In den vergangenen Monaten kamen die Planer schnell voran. Längst ist das Projekt dem Kulturbeirat der Stadt Hof und auch dem Bauausschuss vorgestellt. Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner äußerte sich sehr lobend über das Projekt. Als "Bauherr" zeichnet der Fachbereich Kultur der Stadt verantwortlich. Dies macht weitere Zuschüsse möglich. Ein entsprechender Antrag ist schon gestellt.

Mit der Umsetzung des Entwurfes sind Architekt Hermann Beyer und Licht-Designer Frank Wunderatsch betraut. Für die Statik zeichnet Wolfgang Strunz verantwortlich. Sie treiben das Projekt weiter voran. Erfahrene Kräfte und kreativer Nachwuchs aus der Region arbeiten eng zusammen. Heute ist klar: Rotarier Dr. Hanns-Peter Ohl wird in seinem Präsidentenjahr das Projekt in die Tat umsetzen.

Wenn die Details um das Fundament geklärt sind, geht es weiter. Dann werde bald eine Lichtstele auf das "Home of Films" hinweisen. "Leider kann Heinz Badewitz die Lichtsäule, diesen wunderbaren Leuchtturm für die Hofer Filmtage, nicht mehr mit einweihen", bedauert Dr. Ohl. Badewitz, der Filmtage-Gründer, ist im Mai 2016 verstorben. Doch seine Filmtage bleiben weiter in der Stadt mit dem bewährten Team und unter neuer Leitung. "Es ist an der Zeit, Heinz und den Filmtagen ein Denkmal zu setzen", ergänzt Dolde. Ein leuchtendes Zeichen wird es sein. "Damit zeigen wir allen Besuchern der Stadt: Hier in Hof schlägt das Herz des deutschen Films, und hier ist stets im Herbst die Crème der Filmschaffenden zu Hause." red

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Veröffentlicht am:
22. 09. 2017
19:42 Uhr

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22. 09. 2017
19:42 Uhr



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