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Münsterschule gewinnt Hörspiel-Preis

Die Münster-Mittelschule Hof hat mit ihrem Hörspiel "Juden in Hof - Entwicklung der Ausgrenzung der jüdischen Bevölkerung" den ersten Preis des Wettbewerbs "Hört Hört!" 2019 gewonnen.



 

Hof/Fürth - 150 Gruppen aus ganz Franken hatten Beiträge eingesandt, am Samstag fand in Fürth die Auszeichnung in elf Kategorien statt. In der Wertung "Hörspiel Alterskategorie 13 bis 18 Jahre" überzeugte die Hofer Produktion durch ihre Professionalität, ihre tiefgründige Recherchearbeit und ihren Mut. "Das Ergebnis hat die Jury tief beeindruckt, das ist eine herausragende Leistung gegen das Vergessen und gegen Rechtsextremismus", schreibt die Jury in ihrer Begründung. Auszüge des Hörspiels hatten schon in den vergangenen Wochen in Hof für Gänsehaut gesorgt.

Wie berichtet, hatte sich die Münsterschule am Schülerwettbewerb "Das Problem heißt: Antisemitismus" der Hermann-und-Bertl-Müller-Stiftung beteiligt. Für ihre Arbeit hat die Schule vergangene Woche bereits einen Sonderpreis erhalten. Nun war auch die Jury des Hörspiel-Wettbewerbs baff, was die Beteiligten unter Anleitung von Theaterpädagogin Claudia Wagner auf die Beine gestellt hatten.

"Nie wieder!": Das sei das Fundament, auf dem die Bundesrepublik errichtet wurde. "Nie wieder Krieg, nie wieder Auschwitz, nie wieder Faschismus", erläutert die Jury auf der Sieger-Urkunde. Und fragt, wie man das jungen Menschen erklären solle, wenn eine Partei wie die AfD Unsagbares wieder salonfähig mache? Wenn Rechtsextremismus zum Alltag gehöre und Menschen durch rechten Terror sterben? Die Antwort, die die Juroren geben: "Aktiv werden!" Und eben das hätten die Schüler der Münsterschule getan - und zwar auf bemerkenswerte Art. cp

 

Das Hörspiel wird demnächst auf der Schulhomepage zum Anhören zur Verfügung stehen.

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Veröffentlicht am:
11. 11. 2019
17:56 Uhr

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Veröffentlicht am:
11. 11. 2019
17:56 Uhr



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