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Hof

Neue Behörde statt Hof-Galerie?

Die Planungen auf dem früheren Zentralkauf-Gelände laufen ab sofort zweigleisig. Das hat Oberbürgermeister Harald Fichtner in der Stadtratssitzung am Montagabend bekanntgegeben.



Die Bautafel kündet vom Projekt Hof-Galerie. Eine Verwirklichung dieser Pläne ist auch weiter möglich. Nur öffnet die Stadt nun die Tür für Alternativen. Foto: Thomas Neumann
Die Bautafel kündet vom Projekt Hof-Galerie. Eine Verwirklichung dieser Pläne ist auch weiter möglich. Nur öffnet die Stadt nun die Tür für Alternativen. Foto: Thomas Neumann  

Hof - In einer mit Spannung erwarteten Stellungnahme hat sich Oberbürgermeister Harald Fichtner (CSU) am Montagabend zum weiteren Vorgehen in Sachen Hof-Galerie geäußert. Dabei brachte er zum ersten Mal konkret mögliche Alternativen ins Spiel. Eine Lösung könnte die Ansiedlung des Polizeibeschaffungsamtes auf dem Areal sein. Die Behörde wird bekanntlich rund 300 Arbeitsplätze nach Hof bringen; der Standort in der Saalestadt ist bislang noch unklar.

Fichtner kündigte zum Ende der Stadtratssitzung an, er werde sich an Bayerns Innenminister Joachim Herrmann wenden. Dieser soll prüfen, ob der Standort für das Amt geeignet sei. Der Bau sollte freilich nicht für sich stehen. Ein moderner Busbahnhof, einigen Einheiten zur Nahversorgung, Wohnungen und möglicherweise Arztpraxen könnten die Fläche ergänzen. "Auch dies wäre als architektonisch ansprechendes Gesamtensemble eine Aufwertung des Geländes", betonte Fichtner. Parallel dazu würden aber auch andere Standorte in der Stadt für das Polizeibeschaffungsamt geprüft.

Der Rathauschef unterstrich gleichzeitig, dass die Suche nach Alternativen nicht das Aus für die Hof-Galerie bedeute. "Sollte es dem Investor noch gelingen, die Galerie zu verwirklichen, wäre dies weiterhin die 1 A-Lösung." Eine frequenzstarke Galerie wäre seiner Ansicht nach immer noch das Beste für die Hofer Innenstadt. Dies sei auch die Überzeugung der Stadtratsmehrheit und der Verwaltung.

Er berichtete vom aktuellen Stand der Gespräche zwischen der Activ Group und dem Unternehmen Edeka. Beide hätten der Stadt übereinstimmend mitgeteilt, dass es zwischen den Verhandlungspartnern "maßgebliche Einigungen" gegeben habe. Zudem liege mittlerweile eine positive Umsatzanalyse für das Projekt vor. Die Activ Group hatte die vorherigen Planungen in einem entscheidenden Punkt verändert: Demnach sollen nun auch Wohnungen und nicht nur ein Einkaufszentrum auf dem Areal entstehen. Die Expertise bestätigt nach Meinung von Fichtner, dass es richtig war, dem neuen Konzept im April 2019 eine Chance zu geben. Dennoch seien noch Punkte zu klären.

Fichtners Fazit: Man könne aktuell nicht davon sprechen, dass der Ankermieter in Kürze feststehen werde. Die Hürde, an der das erste Galeriekonzept scheiterte, sei nach wie vor nicht genommen. "Dies bedeutet für mich, dass die kurzfristige Realisierung der Hof-Galerie im Augenblick weiterhin fraglich ist." Deshalb wolle die Stadt nun Alternativplanungen "intensiv vorantreiben". Es sei an der Zeit, die Weichen "etwas anders" zu stellen.

Der Oberbürgermeister räumte ein, dass die Stadt derzeit nicht Eigentümer des Grundstückes am "Strauß" sei. Dennoch werde die Stadt versuchen, alternative Chancen zu ergreifen. Ein weiteres jahrelanges Zuwarten wolle er im Sinne der Anwohner und aller Hofer vermeiden. "Unsere Geduld mit dem Projekt Galerie ist aktuell strapaziert - meine ebenfalls."

Mehrere Stadträte begrüßten die Bereitschaft, Alternativen ins Auge zu fassen. Auf Nachfrage sagte der OB, er halte es nicht für zielführend, demnächst eine Kündigung des Durchführungsvertrags vorzuschlagen. Er erwarte weitere Neuigkeiten über die Gespräche zwischen Activ Group und Edeka sowie zum Vorstoß der Stadt in München "nicht mehr vor dem 15. März". Das ist bekanntlich der Tag der OB- und Stadtratswahl in Hof. 

Mehr zum Thema: Alternativsuche - so reagieren die Stadträte >>>

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Jan Fischer

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Veröffentlicht am:
17. 02. 2020
19:17 Uhr

Aktualisiert am:
17. 02. 2020
21:32 Uhr

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Bürgermeister und Oberbürgermeister Joachim Herrmann Zentralkauf Hof
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Jan Fischer

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17. 02. 2020
19:17 Uhr

Aktualisiert am:
17. 02. 2020
21:32 Uhr



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