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Hof

Neue Fachkräfte stehen bereit

Die Kreishandwerkerschaft Hochfranken spricht nach altem Brauch 54 Lehrlinge frei. Christian Herpich erhebt die Absolventen in den Gesellenstand.



Die Prüfungsbesten erhielten Geschenke. Unser Bild zeigt (von links): Kreishandwerksmeister Christian Herpich, Tobias Ruppel (Note 2,0, Firma Frank Müller Röslau), Ingo Herold (1,7, Firma Brehm, Hof), Jan Dürrschmidt (3,0, Firma AS-Bau, Hof), Marcel Ankenbrand (1,85, Firma Karl Roth, Wunsiedel), Torsten Leucht und Handwerkskammer-Präsident Thomas Zimmer. Foto: Faltenbacher
Die Prüfungsbesten erhielten Geschenke. Unser Bild zeigt (von links): Kreishandwerksmeister Christian Herpich, Tobias Ruppel (Note 2,0, Firma Frank Müller Röslau), Ingo Herold (1,7, Firma Brehm, Hof), Jan Dürrschmidt (3,0, Firma AS-Bau, Hof), Marcel Ankenbrand (1,85, Firma Karl Roth, Wunsiedel), Torsten Leucht und Handwerkskammer-Präsident Thomas Zimmer. Foto: Faltenbacher  

Hof - Mehr als 200 Besucher haben zusammen mit den Junggesellen in der Freiheitshalle deren Ehrentag gefeiert. Kreishandwerksmeister Christian Herpich eröffnete die Freisprechungsfeier mit einem Zitat Johann Wolfgang von Goethe, das besagt: "Erfolg hat drei Buchstaben TUN!". Herpich bezeichnete den erfolgreichen Abschluss der Lehrzeit als tragende Säule für einen anspruchsvollen Beruf. "Sie haben in den vergangenen Ausbildungsjahren viel getan, um dieses erste Ziel in Ihrer beruflichen Laufbahn zu erreichen", lobte Herpich das Engagement der 54 frischgebackenen Gesellen. "Sie haben jetzt die Chance, die Zukunft mitzugestalten und die Welt mit ihrem Können und Ideen schöner zu machen."

Der Kreishandwerksmeister machte deutlich, welchen Wert der "Gesellenbrief in der Tasche für die Besitzer bedeuten kann". Er verwies auf Studien, die belegten, dass in den kommenden Jahren in erster Linie gut ausgebildete Fachkräfte am Arbeitsmarkt gefragt seien. Dabei sei der Bedarf an beruflich Qualifizierten bedeutend höher als der an Hochschulabgängern. Deshalb sei es das Ziel aller Beteiligten, die Ausbildung im Handwerk besser, attraktiver und moderner zu gestalten. "Gerade in Hof stehen wir vor der Umsetzung eines Meilensteins. Die Handwerkskammer investiert in die Modernisierung des Berufsbildungs- und Technologiezentrums 17 Millionen Euro, um ein attraktives Ausbildungszentrum für das gesamte Handwerk in Oberfranken zu schaffen."

Zu diesem Thema unterstützte auch Thomas Zimmer, der Präsident der Handwerkskammer für Oberfranken, die Zukunftsprognosen seines Vorredners: "Deutschlandweit fehlen bereits jetzt 250 000 Handwerker, in Oberfranken suchen die Betriebe zurzeit rund 20 000 Fachkräfte - Tendenz steigend." Deshalb sei die Entscheidung der Junggesellen für eine Ausbildung richtig gewesen, denn "Handwerk bietet Möglichkeiten zur Umsetzung von Visionen in einer großen Vielfalt - kurzum Handwerk macht Sinn". Für die jungen Fachkräfte sei der Ausbildungsabschluss ein erster Teil des persönlichen Weges. "Jetzt ist es wichtig, dass Sie einfach dranbleiben - lebenslanges Lernen wird Sie permanent begleiten, denn gerade vor dem Hintergrund der Digitalisierung entwickelt sich die Arbeitswelt schneller denn je. Er motivierte die Absolventen, die Meisterqualifikation zu planen. "Die Politik hat gerade für einige Berufe die Meisterpflicht wieder aktiviert", lobte Zimmer aktuelle Entscheidungen. "Das ist sinnvoll, denn unser duales Ausbildungssystem ist spitze." Am Ende seiner Festrede appellierte der Präsident an die neuen Fachkräfte: "Brennen Sie für Ihr Handwerk und bleiben Sie unserer Region treu."

Der Hofer Bürgermeister Eberhard Siller machte deutlich, welche Bedeutung das Handwerk für die Region einnehme: "Mit Ihrer Ausbildung stärken Sie die Betriebe der heimischen Wirtschaft." Er erinnerte an Zeiten, in denen es für Junggesellen schwierig war, nach der Ausbildung einen Arbeitsplatz zu finden. "Das ist heute anders. Die meisten Unternehmen suchen dringend Nachwuchs", freute sich Siller über eine positiv zu bewertende Situation. Die stellvertretenden Landräte aus Hof und Wunsiedel, Hans-Peter Baumann und Roland Schöffel, freuten sich über die "richtige Berufswahl der Junghandwerker". Baumann appellierte an die Absolventen, in Hochfranken zu bleiben und die Vorzüge der Heimat zu nutzen. Schöffel ergänzte diesen Appell mit einem spaßigen Vergleich: "Der Euro ist bei uns 1,30 Euro wert, in München liegt er bei gerade mal 70 Cent."

Nach einer nachdenklich stimmenden Rede von Pfarrer Hans-Christian Glas über die Verbindung von Handwerk und Kirche dankte Ingo Herold als Prüfungsbester mit einem launigen Beitrag den Betrieben, Lehrern und Kollegen für eine hochwertige Ausbildung und viel Geduld: "Keine Frage war Ihnen zu doof, im Ergebnis können Sie uns nach einer vernünftigen Ausbildung guten Gewissens auf die Kundschaft loszulassen."

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Lothar Faltenbacher

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Veröffentlicht am:
12. 09. 2019
19:40 Uhr

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Lothar Faltenbacher

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Veröffentlicht am:
12. 09. 2019
19:40 Uhr



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