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Hof

OB will keine Flüchtlings-Debatte

Hofs Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner hat sich in die Debatte um den Wegfall des Demographie-Zuschlags für die Stadt Hof geäußert.



Hof - In einer Mitteilung schreibt das Stadtoberhaupt, dass er "mit Verwunderung die Einlassungen von Stadtratskollegin Bruns" gelesen habe. Die Vorsitzende der Fraktion der Freien Aktiven Bürger (FAB) hatte in der Freitagsausgabe der Frankenpost massiv Kritik am Vorgehen der Regierung geäußert. Die sieht die Stadt Hof wie berichtet bei den Einwohnerzahlen im Aufschwung und deswegen nicht mehr als Härtefall. In die Statistik fallen auch die 2400 Migranten, die seit 2015 in der Stadt leben. Damit erhält Hof beispielsweise für die Sanierung von Schulen keine 90 Prozent Förderung mehr, sondern nur noch 80. Bruns‘ Parteikollege Albert Rambacher kritisierte seine Vorsitzende für ihren Stil und sprach dabei auch für FAB-Stadtrat Jochen Dumann. Beide warfen Gudrun Bruns AfD-Niveau vor.

Oberbürgermeister Fichtner hält eine erneute Debatte um die Flüchtlinge für unangebracht. Es sei festzuhalten, dass die Stadt Hof bereits seit 2011 mehr Zu- als Wegzug verzeichnet. Die Flüchtlinge trügen ihren Teil dazu bei, "aber eben bei weitem nicht den einzigen". Die Hofer Unternehmen hätten sich in den vergangenen Jahren gut entwickelt, was ebenso zu vermehrten Zuzügen und einer positiven Tendenz geführt habe wie das Wachstum der Hochschulen. Fichtner betont, dass er das Thema immer als eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe betrachtet habe. "Ich lehne es persönlich ab, Parteipolitik oder gar Wahlkampf auf dem Rücken von Flüchtlingen auszutragen - wissend, dass es auch in dieser Gruppe neben vielen Anständigen auch Menschen gibt, die langfristig in unserem Land keine Zukunft haben sollten, wenn sie sich nicht integrieren." Negative Verallgemeinerungen müssten aber vermieden werden, da dies "einzig und allein zu einer Spaltung der Stadtgesellschaft führe". Die Stadt Hof habe viel getan, um "der großen Aufgabe des Flüchtlingszuzuges gerecht zu werden".

Auch FAB-Chefin Gudrun Bruns reagierte am Freitag. Sie habe schon immer deutliche Worte gewählt und auf Missstände hingewiesen. "Die derzeitige Flüchtlingskrise kann in Hof durch eine bessere Ausstattung mit Geldmitteln bewältigt werden, das ist ein Hauptanliegen der FAB und von Albert Rambacher immer wieder in einzelnen Gremien vorgetragen worden", schreibt sie. Der Ernst der Lage werde aber erst jetzt mit der Kürzung der Förderung deutlich. Die Integration "von so vielen Menschen" brauche klare Regeln.

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Veröffentlicht am:
28. 06. 2019
19:44 Uhr

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28. 06. 2019
19:44 Uhr



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