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Hof

Oberkotzau: "Betrüger" erweisen sich als Telekom-Beauftragte

In Oberkotzau waren viele Bürger verunsichert, weil Vertreter vor ihrer Tür standen. Sogar die Polizei hat ermittelt. Jetzt gibt es Entwarnung: Alles hatte seine Ordnung.



Wenn ein Vertreter vor der Wohnungstür steht, ist Vorsicht geboten. Mittlerweile wenden sich viele Menschen direkt an die Polizei. Wie jetzt in Oberkotzau geht es aber häufig auch mit rechten Dingen zu. Foto: Dan Race - stock.adobe.com
Wenn ein Vertreter vor der Wohnungstür steht, ist Vorsicht geboten. Mittlerweile wenden sich viele Menschen direkt an die Polizei. Wie jetzt in Oberkotzau geht es aber häufig auch mit rechten Dingen zu. Foto: Dan Race - stock.adobe.com   » zu den Bildern

Oberkotzau - "Polizei sucht dubiosen Telefonwerber" - unter diesem Titel hat die Frankenpost jüngst aus Oberkotzau berichtet. Dieser Fall hat sich nun in Luft aufgelöst - Kriminelle waren hier nicht zugange.

Mehrere Oberkotzauer Bürger hatten der Polizei vor knapp drei Wochen berichtet, dass bei ihnen ein Mann geklingelt und sich als Vertreter der Telekom vorgestellt habe. Er wollte Technik für schnelles Internet und Verträge eines Stromanbieters unters Volk bringen. Das kam offenbar vielen Oberkotzauern spanisch vor. Ein Mann hatte dem Vertreter seine Bankverbindung ausgehändigt und einen Vertrag abgeschlossen. Auch ihn beschlichen im Nachgang Zweifel an der Seriösität des Vertreters; auch er rief bei der Polizei an.

Dort ergaben die Ermittlungen aber: Alles ging mit rechten Dingen zu, alles war legal. "In Oberkotzau waren Mitarbeiter einer Firma unterwegs, die wiederum im Auftrag der Telekom gehandelt hat", erklärt Andreas Schaden, Sprecher der Hofer Polizei. Herausgefunden habe die Polizei das so: Mit der Meldung über den vermeintlichen Betrug hatte die Frankenpost vor zwei Wochen auch einen Zeugenaufruf veröffentlicht. Wer nähere Angaben zu den "Betrügern" machen könne, sollte sich an die Polizei wenden. "Das haben mehrere Oberkotzauer getan", sagt Schaden. Einer der Zeugen hatte sich von dem Vertreter eine Visitenkarte geben lassen. Anhand der Kontaktdaten stellte sich heraus, dass alles seine Ordnung hatte. Auch der Mann, der den Vertrag abgeschlossen hatte, konnte beruhigt sein.

Dennoch hätte es sich die Telekom in diesem Fall leichter machen können: indem sie die Werbeaktion vorher bei der Polizei angemeldet hätte. "Dazu sind die Unternehmen zwar nicht verpflichtet, aber sie tun gut daran", sagt Schaden. Dann könne die Polizei verunsicherte Bürger beruhigen.

Telekom-Sprecher Dr. Markus Jodl erklärt, dass Mitarbeiter neben einem Ausweis immer ein Schreiben mit sich führen, auf dem Kunden eine Hotline-Nummer finden. Im Zweifel können sie dort nachfragen, ob es sich um eine seriöse Werbeaktion handelt. Direktvermarktung - also Kundenwerbung an der Haustür - sei im Übrigen nach wie vor ein sehr erfolgreicher Vertriebskanal, "allen Unkenrufen zum Trotz". Sie müsse natürlich seriös ablaufen. Dazu gehöre unter anderem, dass Kunden innerhalb von 14 Tagen von Verträgen zurücktreten können.

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Susanne Glas

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Veröffentlicht am:
27. 03. 2019
00:00 Uhr

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Susanne Glas

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27. 03. 2019
00:00 Uhr



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