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Oberkotzau erweitert den Fernwehpark

In einer gesonderten Abteilung sollen Schilder auf besonders verdiente Bürger hinweisen. Die Kriterien sind streng.



Immer mehr Schilder prangen an den Pfählen des künftigen Fernwehparks in Oberkotzau. Initiator Klaus Beer (rechts) legt selbst mit Hand an; mit im Bild Mohammed Akara, Angestellter der Marktgemeinde. Foto: Jochen Bake
Immer mehr Schilder prangen an den Pfählen des künftigen Fernwehparks in Oberkotzau. Initiator Klaus Beer (rechts) legt selbst mit Hand an; mit im Bild Mohammed Akara, Angestellter der Marktgemeinde. Foto: Jochen Bake  

Oberkotzau - Der Fernwehpark auf dem neuen Summa-Freizeitpark in Oberkotzau nimmt Gestalt an. Mittlerweile sind zahlreiche bunte Schilder an den Pfählen angeschraubt, unter ihnen eine Reihe Ortsschilder aus Amerika. Eines weist nach Las Vegas; es wirkt wie ein Stück traurige Ironie, dass unmittelbar darüber ein Schild mit einer Friedensbotschaft hängt. Bekanntlich hatte ein Amokschütze am 2. Oktober in Las Vegas ein Massaker angerichtet.

Der Oberkotzauer Haupt- und Finanzausschuss hat in seiner Sitzung am Montagabend beschlossen, den Fernwehpark zu erweitern: In einem kleinen gesonderten Bereich sollen Schilder auf Bürger hinweisen, die sich in außerordentlicher Weise um den Markt Oberkotzau verdient gemacht haben - ähnlich wie die "Signs of Fame", die Grußschilder von internationalen Stars. Die Idee dazu hatte Bürgermeister Stefan Breuer, die Ausschussmitglieder stimmten einhellig zu. Sie waren sich aber auch einig, dass die Messlatte hoch zu hängen sei. So sollen nur solche Persönlichkeiten mit Schildern gewürdigt werden, die die goldene Bürgermedaille des Marktes Oberkotzau oder die Ehrenbürgerwürde erhalten haben. "Wir wollen kein Sammelsurium", unterstrich Breuer. Als beispielhafte Persönlichkeiten, die in den Fernwehpark aufgenommen werden könnten, nannte er geistlichen Rat Franz Leipold, Träger der goldenen Bürgermedaille, oder Ehrenbürger Theo Fickenscher. Beide sind schon verstorben.

Renate Jahn (SPD/Grüne/ÖdP) erkundigte sich, nach welchen Kriterien Schilder aus fernen Ländern für den Fernwehpark ausgesucht würden. "Kann jeder Urlauber einfach ein Schild abgeben, und das wird dann aufgehängt?" Stefan Breuer stellte klar, dass Absprachen nötig seien. Wer einen Vorschlag habe, möge sich mit Fernwehpark-Initiator Klaus Beer in Verbindung setzen.

Renate Jahn beklagte sich, dass ihre Fraktion über den Termin mit den Medien anlässlich der Aufstellung des ersten Schildes am Freitag nicht informiert worden war. Der Bürgermeister erklärte, der Termin mit Klaus Beer sei sehr kurzfristig zustande gekommen.

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Hannes Keltsch

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Veröffentlicht am:
10. 10. 2017
20:18 Uhr

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10. 10. 2017
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