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Hof

Ohne Auto und unverpackt

An diesem Freitag findet in Hof eine Klima-Demo statt. Die Organisatoren wollen Politik und Menschen für mehr Klimaschutz sensibilisieren. Sie erfahren aber auch Ignoranz und Ablehnung.



Hunderte Teilnehmer protestierten bei der jüngsten Klima-Demo in Hof im September. Für die Protestaktion am heutigen Freitag sind 200 Teilnehmer angemeldet.
Hunderte Teilnehmer protestierten bei der jüngsten Klima-Demo in Hof im September. Für die Protestaktion am heutigen Freitag sind 200 Teilnehmer angemeldet.   Foto: Uwe von Dorn/Archiv

Hof - Wasser aus Plastikflaschen zum Pressegespräch? Das schmeckt Thomas Schaefer und Harald Prokscha nicht. Aber sie wollen auch niemanden bekehren und zwingen, ein besserer Mensch zu werden. Also greifen sie zur Flasche, schenken sich ein und erzählen, worum es ihnen geht: Sie wollen, dass möglichst viele Menschen zur "Fridays for Future"-Demo an diesem Freitag in Hof kommen, die sie zusammen mit acht weiteren Leuten organisiert haben. Menschen sollen auf die Straße gehen, um für mehr Klimaschutz und eine konsequentere Klimapolitik zu demonstrieren. Rund 200 Teilnehmer haben sie angemeldet. Das wird bereits die dritte Klima-Demo in Hof. Im Februar und September haben bereits mehrere Hundert Teilnehmer protestiert.

"Fridays for Future"

Die Demonstration in Hof am heutigen Freitag startet um 13.30 Uhr am Rathaus und endet etwa zwei Stunden später vor der Marienkirche in Hof.

Die Bewegung fordert die Einhaltung des 1,5-Grad-Ziels des Pariser Klimaschutzabkommens und konkret für Deutschland den Kohleausstieg bis 2030, eine hundertprozentige Versorgung durch erneuerbare Energien sowie eine CO2-Steuer, die sowohl gesellschaftlich Schwächeren, als auch gesellschaftlich Stärkeren gerecht wird.

Die erste Demo im Februar organisierte Thomas Schaefer bereits als Schüler mit, er engagiert sich bei den Grünen und im Kreisjugendparlament. Harald Prokscha stellte zuletzt vor vier und auch vor über 20 Jahren in Hof die Aktion "Friedenstaube" auf die Beine, als symbolisches Zeichen gegen Gewalt. Er arbeitet bei der Initiative weitergeben.org, die gebrauchte Möbel an soziale Einrichtungen vermittelt.

22.02.2019 - Klima-Demo in Hof - Foto: Alina Juravel, Thomas Neumann, Nadine Schobert

Klimademo in Hof Hof
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Demo Hof
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Demo Hof
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In Hof demonstrierten Schüler gegen die Klimapolitik Hof
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In Hof demonstrierten Schüler gegen die Klimapolitik Hof
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In Hof demonstrierten Schüler gegen die Klimapolitik Hof

20.09.2019 - Klima-Demo in Hof - Foto: Uwe von Dorn und Alina Juravel

FFF-Demo in Hof Hof
FFF-Demo in Hof Hof
FFF-Demo in Hof Hof
FFF-Demo in Hof Hof
FFF-Demo in Hof Hof
FFF-Demo in Hof Hof
FFF-Demo in Hof Hof
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Klima-Demo in Hof Hof
Klima-Demo in Hof Hof
Klima-Demo in Hof Hof
Klima-Demo in Hof Hof

 

Die beiden Männer machen sich also schon lange Gedanken um die Umwelt und um vieles, "was die Menschheit umtreibt", wie Thomas Schaefer es beschreibt. Er ist zum Beispiel Vegetarier und verzichtet auf Flugreisen. Zu seiner Arbeitsstelle als FSJler bei den Hofer Symphonikern fährt der 19-Jährige mit dem Zug von Schwarzenbach an der Saale nach Hof. Auch wenn die Anfahrt mit dem Auto viel bequemer wäre und nicht so lange dauern würde. Auch Harald Prokscha richtet seinen Alltag so aus, dass er die Umwelt möglichst wenig belastet. Der 44-jährige Hofer kauft zum Großteil unverpackt im Bioladen ein und macht Urlaub mit der Familie mit dem Wohnmobil.

Die beiden wollen aber nicht nur selbst Initiative ergreifen, sondern auch die Politik und die Gesellschaft auf das Problem der Umweltzerstörung aufmerksam machen. "Die Regierung versagt total in der Klimapolitik. Deswegen engagiere ich mich", sagt Schaefer. Er wird neben Prokscha und vier weiteren Aktivisten auf der Demo sprechen.

Nicht nur in Hof, sondern in ganz Deutschland gehen heute Menschen unter dem Motto "Neustart Klima" auf die Straße. Zum Protest aufgerufen sind nicht nur Schüler. Die Organisatoren wollen ein möglichst breites gesellschaftliches Bündnis animieren, um die maximale Aufmerksamkeit zu erregen. "Wir haben die Uhrzeit extra auf 13.30 Uhr gelegt, damit der Vorwurf mit dem Schuleschwänzen beseitigt ist", sagt Prokscha. Außerdem wolle man sich auch an die Mahnwache des Bundes Naturschutz für den Klimaschutz anschließen, die seit Oktober freitags vor der Michaeliskirche abgehalten wird.

Wer sich für ein Thema engagiert, hat zuweilen mit Unverständnis oder Ablehnung zu kämpfen: "Es gibt ignorante Personen, die keine Lust haben, sich mit dem Klimaschutz auseinanderzusetzen", sagt Schaefer. "Ich selbst denke bei allem, was ich mache, daran." Andere Menschen zu bekehren liegt ihm hingegen fern: "Wenn mich jemand auf das Thema anspricht, diskutiere ich aber gern." Dabei ist Schaefer auch klar, dass manche entweder zu wenig über die Probleme mit dem Klima wissen oder schlicht keine andere Möglichkeit haben: "Ein Freund von mir zum Beispiel wohnt auf einem kleinen Dorf, wo der Bus nur wenige Male am Tag fährt. Er ist also aufs Auto angewiesen." In vielen anderen Bereichen sei es ebenso schwierig, sich klimafreundlich zu verhalten: "Vor 80 Jahren waren die Waren noch nicht verpackt. Es ist irre, dass man innerhalb von zwei Generationen denkt, es geht gar nicht ohne", sagt Prokscha. Er spürt gelegentlich eine ablehnende Haltung gegen den Umweltschutz in der Gesellschaft, weil viele Menschen auf bestimmte Privilegien - wie etwa auf das Auto - nicht verzichten wollen. So herrsche das Vorurteil, dass die "Ökos" vieles verbieten wollen. "Dabei geht es doch um Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit."

Ihre Themen betreffen nicht nur die nationale und internationale Politik, wie den Ausbau der Windenergie oder die CO2-Steuer. Den beiden geht es auch um die lokale Ebene, auf der viel erreicht werden kann - etwa mit Klimaschutz-Konzepten, Wasserschutz, Nahverkehr oder dem Ausbau der Radwege.

 
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Autor
Julia Ertel

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Veröffentlicht am:
28. 11. 2019
18:18 Uhr

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Julia Ertel

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Veröffentlicht am:
28. 11. 2019
18:18 Uhr



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