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Retter finden Kitze in der Wiese

Die Suche vor der Mahd lohnt sich. Bei Töpen macht sich die Kitzrettung Oberfranken mit Bauern und Jägern an die mühsame Arbeit.



Arnold Friedrich mit dem zweiten geretteten Kitz. Foto: Nürnberger
Arnold Friedrich mit dem zweiten geretteten Kitz. Foto: Nürnberger  

Töpen - Dass sich die Gesellschaft in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich verändert, kann man auch an der Frage zur Tierrettung ablesen. Die hohe Sensibilisierung dieses Themas wird in diesen Tagen besonders sichtbar an der Mithilfe der Landwirtschaft und den Jägern bei der Kitzrettung, also an der Absuche von Wiesenflächen, die kurz vor der Mahd stehen. Wenn dann noch die Jägerschaft mit im Boot ist, dann ist es möglich, diesem Rettungsgedanken gemeinsam Rechnung zu tragen.

So geschehen im Bereich der Gemeinde Töpen. Der Landwirt Bernhard Schmidt aus Tiefendorf hat den Jägern um Gerhard Hüttner mitgeteilt, dass er größere Flächen mähen möchte, um dieses Schnittgut als Silage einzulagern. Da Hüttner in diesem Gebiet mehrere trächtige Geißen gesichtet hatte, informierte er die Vorsitzende des Vereins Kitzrettung Oberfranken, Britta Engelhardt, und bat um Hilfe. Und die ließ nicht lange auf sich warten - inklusive Drohneneinsatz.

Bereits um 5.30 Uhr frühmorgens ging es mit der Suche im Rastereinsatz los. Grund für die frühe Suche ist, dass der Boden noch kalt ist und sich die Tiere hier als Wärmequelle abzeichnen. Unterwegs waren hier neben dem Piloten Manfred Götz die Jäger Gerhard Hüttner, Arnold Friedrich und Fritz Nagler.

Würde ein Tier gefunden, bleibt die Drohne über der Fundstelle stehen und das Tier kann gerettet werden. Im ersten Fall Fehlanzeige. Aber auch der Landwirt Steffen Klug aus Isaar machte eine entsprechende Mitteilung und so entschlossen sich die Akteure, mit den letzten noch verfügbaren Akkus für die Drohne hier zu suchen - mit Erfolg. Ein Kitz wurde gefunden und man suchte dennoch weiter, da die Geißen meistens zwei Kitze setzen. Es war eine richtige Entscheidung, denn Jäger Arnold Friedrich konnte das zweite Tier bergen. Ohne diese Suche wären die beiden Tiere mit großer Wahrscheinlichkeit nicht mehr am Leben.

Dass nicht alles wie gewünscht funktioniert, zeigt das Beispiel eines anderen Landwirts einer benachbarten Gemeinde. Hier darf angenommen werden, dass beim Abmähen einer größeren Fläche keine Maßnahmen zur Kitzrettung ergriffen wurden, so die Meinung dieser Gruppe.

Deshalb ergeht der Appell der Jägerschaft, sich doch bei der Tierrettung Oberfranken oder der örtlichen Jägerschaft vor Beginn der Mäharbeiten zu melden. Nach dem Tierschutzgesetz gilt eine Verpflichtung, die Flächen selbst abzusuchen oder absuchen zu lassen.

Autor

Manfred Nürnberger
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Veröffentlicht am:
23. 05. 2019
19:28 Uhr

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Veröffentlicht am:
23. 05. 2019
19:28 Uhr



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