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Schandflecke verschwinden langsam

Die Jahresbilanz der Förderoffensive Nordbayern kann sich sehen lassen. Doch beim Blick in die Projektliste wird deutlich: Das Abrissprogramm läuft langsamer als geplant.



Das neue Parkhaus kann die Landkreis-VHS auch dank der Förderoffensive planen. Zuschüsse aus dem Programm machen unter anderem den Abriss des gelben Werkstattgebäudes zwischen Sigmundsgraben und Maxplatz möglich. Das Portal rechts soll erhalten bleiben.	Foto: aho
Das neue Parkhaus kann die Landkreis-VHS auch dank der Förderoffensive planen. Zuschüsse aus dem Programm machen unter anderem den Abriss des gelben Werkstattgebäudes zwischen Sigmundsgraben und Maxplatz möglich. Das Portal rechts soll erhalten bleiben. Foto: aho  

Hof - Am Freitag hat Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner zusammen mit den Landtagsabgeordneten Alexander König und Klaus Adelt im Rathaus Zwischenbilanz zur Förderoffensive Nordostbayern gezogen. Zusammen mit der Leitenden Baudirektorin Petra Gräßel von der Regierung von Oberfranken sowie Ute Mühlbauer von der Stadtplanung und Kämmerer Peter Fischer gab der Oberbürgermeister einen Überblick über die aktuellen Projektstände und den weiteren Zeitplan für die Umsetzung des Förderprogramms. Auf der Themenliste stehen 15 Einzelmaßnahmen, von denen inzwischen drei abgeschlossen sind.

Projekte

Erwerb Bahnhof Neuhof: Bewilligung erhalten, Ankauf abgeschlossen.

Abbruch Zentralkauf: Bewilligung erhalten, Abbruch erledigt.

Abbruch Bürgerstraße 17/19: Abbruch erledigt.

Ankauf/Abbruch Bayreuther Straße 17: Ankauf erledigt, Abbruch in 2018.

Ankauf/Abbruch Landwehrstraße 32: Kauf in Vorbereitung.

Quartiersgarage Ludwigstraße 1: Bewilligungsbescheid wird erwartet.

Ideenwettbewerb Leerstand Schützenstraße: Umsetzung offen.

Bahnhof Neuhof, Abbruch, Errichtung Parkplätze: Haushaltsverabschiedung steht an.

Bernhard-Lichtenberg-Platz; Abbruch WC-Anlagen: wegen Interimslösung Busbahnhof auf 2019 verschoben.

Abbruch Unteres Tor 1: Umsetzung durch Hospitalstiftung offen.

Abbruch Silo Silberberg/ neue Stellflächen: Abbruch in 2018 geplant.

Abbruch ehem. "Holz-Fröhlich": auf 2018 vorgezogen.

Abbruch ehem. Brauerei Zeltbräu: Regierung prüft Förderung.

Abbruch ehem. Brauerei Bürgerbräu: Regierung prüft Förderung.

Abbruch Alte Helmbrechtser Straße 20: Abbruch in 2018 geplant.

 

Bei der Bekanntgabe der Projekte im Mai vergangenen Jahres war für das Jahr 2017 die Umsetzung von acht Vorhaben geplant, zwei sollten 2018 erledigt werden, und für 2019 standen fünf Objekte auf der Agenda. Ursprünglich hatte sich die Stadt Hof mit 17 unschönen Orten für die Förderoffensive beworben, um die schlimmsten Schandflecke im Stadtgebiet zu beseitigen. Investitionsumfang: fünf Millionen Euro. Davon kommen bis zu vier Millionen aus dem Förderprogramm. Wie mehrfach berichtet, werden Vorhaben durch das Förderprogramm der Förderoffensive Nordostbayern mit 90 statt der üblichen 80 Prozent gefördert. Die Regierung bewilligte 15 der 17 Maßnahmen. Für zwölf Projekte hat die Stadt entsprechende Anträge bei der Regierung von Oberfranken eingereicht.

 

Bei einem Pressegespräch gab es nun Lob von allen Seiten für ein Unterstützungsprogramm des Freistaats Bayern mit "segensreicher Wirkung", wie Dr. Harald Fichtner das Maßnahmenpaket bezeichnete. "Es ist den Abgeordneten Alexander König und Klaus Adelt zu verdanken, dass unsere Kommune als einzige kreisfreie Stadt neben den Landkreisen Hof, Wunsiedel, Kronach, Kulmbach und Tirschenreuth auf den Fördertopf zugreifen darf", lobte Fichtner die Landespolitiker der Region.

Neben dem Erwerb des Bahnhofs Neuhof sowie dem Abbruch des Zentralkaufs vermeldete der Oberbürgermeister, dass die Gebäude in der Bürgerstraße 17 und 19 abgebrochen seien (die Frankenpost berichtete). Mit Blick auf dringend anstehende Abrissarbeiten nannte Fichtner das Objekt in der Landwehrstraße 32. "In diesem ehemaligen Nachtclub, vielen noch bekannt als 'Petit Paris', haben wir mit komplizierten Eigentumsverhältnissen zu kämpfen. Wir hoffen, dass wir das Gebäude im zweiten Halbjahr ersteigern können." Die Revitalisierung an dieser Stelle würde laut Fichtner die positive Entwicklung des Bahnhofsviertels unterstützen.

"Bei der Förderoffensive geht es um die Aufwertung der Innenstädte durch Beseitigung von Leerständen und deren Revitalisierung", fasste Petra Gräßel das Programm zusammen. In diesem Zusammenhang soll neuer Wohnraum entstehen, ebenso wie Gewerbeansiedlungen oder Zentren zur Verbesserung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV). "Das große Thema ist in Hof der Zentralkauf. Nach dem Rückbau soll hier mit neuer Architektur ein sehenswerter Ort in der Stadt entstehen. Das schöne Projekt für die Quartiersgarage Ludwigstraße bedarf noch einer letzten Überplanung. Wir sind auf einem guten Weg."

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Lothar Faltenbacher

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Veröffentlicht am:
09. 02. 2018
20:45 Uhr

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Lothar Faltenbacher

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09. 02. 2018
20:45 Uhr



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